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| Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür |
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| | #21 (permalink) |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Hannover Alter: 42
Beiträge: 346
| ach ja und was die kosmetik ohne tierversuche angeht - es gibt firmen, die solche produkte erschwinglich anbieten (die sachen sind auf den ersten blick teuer, halten aber doppelt bis dreifach so lange wie normale sachen aus dem supermarkt) - die nutze ich zum einkaufen oder ich stelle mir meine sachen selbst her ![]() lg madron |
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| | #22 (permalink) |
| Katzenschwester Registriert seit: 14.11.2008 Ort: Hammerfest\Norwegen Alter: 60
Beiträge: 74
| Schliesse mich allen Beiträgen an. Es geht hier eigentlich um Respekt. Das Leben als solches zu respektieren, heisst nicht, dass man es immer, ohne Ausnahme und um jeden Preis erhalten muss. Aber man muss sehr genau abwägen, wann man es erhält und wann der Tod eines Wesens die bessere Alternative, auch für dieses Leben selbst, ist. Verhalte mich nach dem Grundsatz " Wenn du Leben nimmst, musst du einen verd...... guten Grund dazu haben". Und der ist gegeben, wenn mir ganz eindeutig Schaden durch Tiere zugefügt wird und ich diese Tiere auf eine andere Art und Weise nicht aus meinem Lebensraum entfernen kann. Im Klartekst: Eine Ameiseninvasion die mein Haus buchstäblich unbewohnbar macht, oder ein Hummelnest im bewohnten Katzenhaus neben der Eingangstür sind nicht tragbar. Mücken im Campingwagen auch nicht! Allerdings tut es mir leid, dieses Leben zu nehmen, und ich entschuldige mich dafür. Wespe und Co, auch Spinnen, werden eingefangen und nach draussen expediert. Auch im Herbst. Fliegen fallen den Katzen zum Ofper. Kater Muschi fängt Vögel, und da er wenig Übung darin hat, leben die leider noch eine Weile. Kann ich ihm einen solchen,verwundeten, Piepmatz abnehmen, töte ich den. Ansonsten geht die Natur ihren Gang. Katzen, die an einer unheilbaren, schmerzhaften Krankheit leiden, oder nur durch eine schmerzhafte,komplizierte Behandlung am Leben erhalten werden können, wurden vom Tierarzt eingeschläfert. Das war der Fall bei Diabetes, Nierenversagen, schwerer beidseitiger Hüftgelenksarthrose und unstillbarem Juckreiz, verbunden mit einer Depression. Ich esse Fleisch, aber keine intelligente Spezies. Ich habe noch nie Walfleisch gegessen. Halte mich weitgehend an Truthahn, da ich ein ausgesprochener Gegner der Aufzucht von Hühnchen bin. Schweine-und Rindfleisch selten und sparsam. Fisch nur aus den Beständen, die noch nicht überfischt sind, also keinen Dorsch aus dem europäischen Eismeer. Auch wenn ich damit auf eine Weise meinen Mitbewohnern einen Teil ihres Lebens erschwere.... Es hat alles seine zwei Seiten, und ich habe so langsam den Eindruck, dass man es niemals richtig machen kann. Eine Gruppe wird immer um ihre Existenz gebracht! Eine andere Sache ist die Jagd und Fischfang,als Hobby betrieben. Beides ist hier sehr populär. Auch wenn das Naturerlebnis für die Meisten dabei im Vordergrund steht, so ist die Teilnahme daran für mich eine Unmöglichkeit. Ich habe "Sei" geangelt, aber die armen Fische taten mir derartig leid, dass es bei diesem einen Mal blieb. Rype (Schneehuhn, normal hier auf dem Fjell) habe ich noch nie gegessen. Jagd aus forstwirtschaftlichen Gründen jedoch ist absolut notwendig. Da der Mensch die natürlichen Fressfeinde vieler Tierarten ausgerottet hat, hat er das Gleichgewicht der Natur gestört und muss daher an die Stelle von Wolf, Bär und co treten. Auch dem Rotwild ist nicht gedient, wenn es sich ungehemmt vermehren kann! Ein Luchs, der am hellichten Tag in den Aussenbezirken von Alta einen Hund riss, musste das mit dem Leben bezahlen... wohlgemerkt, in der Jagdzeit. Schade um das schöne Tier, aber notwendig. Nächstes Mal ist es vielleicht ein vor dem Haus spielendes Kleinkind! Was Tierversuche anbelangt, so verdanke ich und Milliarden von Menschen ihre Lebensqualitet Mäusen, Ratten und Rhesusaffen. Ich habe Migräne und muss Hormone schlucken. Ohne dementsprechende Medikamente wäre ich ein von Schmerzen beherrschtes, zitterndes Wrack. Ich bin diesen Tieren überaus dankbar dafür, dass sie es mir ermöglichen, diese Krankheiten unter Kontrolle zu haben. Tierversuche in der Kosmetik lehne ich ab und halte mich so weit es geht an Hersteller, die tierversuchsfrei arbeiten. Also: Leben nehmen, ja. Aber unter sehr streng kontrollierten Bedingungen. Und immer mit Bedauern.
__________________ Panta rhei Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist den Augen unsichtbar. |
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| | #24 (permalink) |
| 'Tis some visitor Registriert seit: 09.04.2009 Ort: King's Forest Alter: 27
Beiträge: 162
| Stimmt. Ich habe auch den Eindruck, dass ich größtenteils die Einstellung der Forenmitglieder teile... gut zu wissen.
__________________ Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe |
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| | #25 (permalink) |
| argumentatives Grauen | oh schönes Thema, auch wenn hier vieles schon gesagt wurde ![]() Ich selbst verzichte darauf, Tiere zu essen. Gemäß dem Grundsatz "Iss nichts, was dein Uropa sein könnte" *g* Ich kann dabei keinen Unterschied machen, ob die Spezies zu den intelligenteren zählt oder ob das nur eine Illusion ist, die mir mein Gehirn unterjubelt weil ich das Tierverhalten am Ende nicht doch auf menschliche Weise interpretiere. Ich weiß, dass Tiere Gefühle empfinden und das reicht für mich, sie nicht anzurühren, solange ich nicht in Gefahr bin. Der Ameiseninvasion in unserem Hobbyraum rücke ich dennoch zuleibe. Die Kolonie scheint derzeit zwischen Wand und Fenster zu buddeln, was im schlimmsten Fall dazu führen würde das die gesamte Fensterfront einfach rausfällt. (Wir haben hier in Frankreich keine Thermopen-Fenster sondern Holzfronten mit Glasscheiben ) Durch mein Zusammenleben mit meinen Vögeln und später mit meinen Katzen habe ich eine Menge Dinge gelernt. Als ich meinen Nymphen-Opa damals mit seiner Freundin vergesellschaftet hatte war er glücklich. Er blühte richtig auf, auch wenn Vögel keine besonders großartige Mimik haben, er hatte seine bisherigen 9 Lebensjahre in einem abgedeckten Käfig zugebracht und war Menschen so misstrauisch gegenüber, dass seine erste Amtshandlung ordentliches Fingerkneifen bei mir war. Er starb zwar drei Jahre später indem er einfach von der Stange kippte aber er starb definitiv nicht unglücklich. Zweites Beispiel ist unsere Azrael, die ja vom Vor-Vorbesitzer mehr als schlecht behandelt wurde. Ihr geht es bei mir (und zur Zeit bei meiner Mum) so gut, dass sie sich von der Angstmieze die am liebsten nur im/unterm Schrank oder unterm Sofa saß gemausert hat zu einer Katze die hinterherläuft, einem Kopfstöße verpasst wenn sie schmusen will (aua *g*) usw. Worauf ich hinauswill ist, wenn ein Tier, und sei es noch so einfach, glücklich oder unglücklich sein kann, dann *kann* ich es nicht einfach so töten oder essen. Es wird genug Schindluder mit Tieren getrieben (hab letztens erst diese Story mit den weißen Tigern gelesen und was die "Abfallprodukte" sind, die dabei entstehen wenn ein weißer "brauchbarer" Tiger rauskommen soll... )Auch wenn wir vielleicht die Wissenschaften für uns gepachtet haben erachte ich Tiere auf gewissen Gebieten (emotionale ~) als weiser als uns. Tiere sind unsere Brüder und Schwestern.
__________________ Mancher sagt, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht können. Ich sage, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht müssen. |
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