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| Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür |
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| | #61 (permalink) | |
| Tawarhel Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 209
| Zitat:
so verquer gedacht ist es eventuell gar nicht, aber an der "karmischen Folge" kann ich nichts Böses erkennen, denn sie kann wertneutral als seelischer Lernprozess gesehen werden; in diesem Fall einer, der kein reines Weiblich und kein reines Männlich benötigt. Falls du Zugang zu dem Buch von Jane Roberts hast, "Gespräche mit Seth", empfehle ich dir die Seiten 219 bis 233 zur Lektüre. Zwar bin ich zu manchen Aussagen von Seth sehr skeptisch, aber diese fühlen sich für mich teilweise ziemlich stimmig an und sind außerdem interessant zu lesen. Was du oben ansprichst beruht anscheinend auf dem Gedanken diverser Leute, Intersexualtät sei eine STRAFE Gottes, weil es in unserer Gesellschaft heftige Leidensauswirkungen hat. Behinderungen jedweder Art erfüllen aber auch psychologisch sehr interessante Zwecke. Bei mir selbst, beispielsweise, habe ich darin eine Schutzfunktion gegen überhöhte Erwartungshaltungen von außen entdeckt. Außerdem kann eine Stellung außerhalb der üblichen Gesellschaft u. U. dazu verhelfen, besondere Aufgaben zu meistern, für die ein Durchschnittsbürger nicht den Blickwinkel hat. Erbauliche Grüße von Thorleif | |
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| | #62 (permalink) | |
| Tawarhel Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 209
| Zitat:
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| | #63 (permalink) |
| Draco Nobilis Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Berlin (Nordrand) Alter: 39
Beiträge: 175
| (Das führt auch wieder zum eigentlichen Thread-Thema) Dass die strikte Unterteilung in entweder männlich oder weiblich nichts taugt, selbst für einen Menschen, der sehr lange perfekt als Mann funktioniert hat. Dass niemand ganz rein Mann oder Frau ist. Auch ich z.B., als Mann, nicht. Habe auch weibliche Anteile in mir. Und das ist nicht nur metaphorisch gemeint, auch rein physiologisch wird sich da etwas finden lassen, vielleicht Lebensphasen mit geringem Testosteronlevel. Psychische, physiologische Charakteristika, die als weiblich gelten. Impulse, die unterdrückt werden, weil sie als unmännlich gelten, und sich dann aufstauen zu einem Zustand, wo dann die geschlechtliche Identität ins Wanken kommt. Für mich versuche ich, die Wünsche und Ziele eben nicht nach männlich/weiblich oder auch sonstwie zu bewerten, sondern das zu leben, was grad da ist. Für die Intersexuellen ist diese geschlechtliche Identität eben von Anfang an nicht da. Sie haben das schon von Beginn an, woran manche erst viel später zweifeln. Was ich glaube, dass ein auf ein Geschlecht festgelegter Intersexueller nur ein brüchige Identifzierung mit diesem Geschlecht hat, und das "voll als Frau aufgehen", wie es weiter oben im Thread berichtet wird, nur temporär funktioniert. Aber worauf es ja wirklich ankommt, sind die konkreten Probleme, die ich auch wirklich erst angehen kann, wenn sie sich für mich stellen. Und das war vor allem die elterliche Frage, was würde ich tun, wenn eines meiner Kinder .... gewesen wäre, z.B. eben intersexuell. Ich wäre dafür gegangen, das Kind so zu nehmen und zu lassen wie es ist. Und das tue ich ja auch in fast allen Bereichen mit meinen Kindern tatsächlich.
__________________ Grüße Harser |
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| | #64 (permalink) | |
| máðmsammlerin Registriert seit: 18.02.2009 Ort: Fürstentum Lippe
Beiträge: 44
| Ich musste beim Lesen der Meldung an diesen Thread denken, vielleicht ganz interessant für den einen oder anderen Mitleser: Zitat:
__________________ Gir ah laid a fah'r es isti O bri hin lahd Gir ah laid a bre'r es in'snih O bri Gir ah laid | |
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| | #65 (permalink) |
| argumentatives Grauen | Die Gedanken, die mir beim Lesen kamen... "Don't feed the troll"... und Wäre ich damals als intersexuelles Kind geboren worden, und hätten die nur oberflächlich gekuckt, ich wäre, meinem Verhalten gemäß ein super Junge geworden. Autos, raufen, Bäume klettern. Aber 2 Jahrzehnte später bin ich mehr Frau als so manchem lieb sein dürfte. Es kristallisiert sich also nicht sofort heraus, welches Leben ein Kind später führen wird. Besonders nicht direkt nach der Geburt, wo soweit ich weiß solche OPs durchgeführt werden. Wie also so einem "armen Kind" helfen? Am besten wäre ja man polt die Gesellschaft um und erklärt den Menschen der Welt, dass daran nichts verwerflich ist, erstmal oder vielleicht auch für immer beide Geschlechtsorgane zu haben. (Und mal unter uns, so eklig furchtbar verstörend kann dieses Zwittertum nicht sein, wenn es dazu einen Pornomarkt gibt... aber das nur am Rande). Die schlaueste Sache wäre, dem Kind die Entscheidung zu überlassen und die Zeit bis dahin zu überbrücken. Wie durch Zufall bin ich als Kind nie in die Not gekommen mich von anderen Kindern an irgendwelchen Körperstellen begutachten zu lassen. Also halte ich das "Wenn die anderen Kinder sowas sehen..." für zumindest zu weiten Teilen umgehbar. Ein Psychologe bzw psychologisch sinnvolles Verhalten seitens der Eltern mit einer möglichst einfühlsamen Aufklärung ist dringend nötig. Das Kind auf ein Podest zu heben und zu sagen "Hey, du bist was viel viel vieeeel besseres als die anderen die dich ärgern!" ist genauso naja wie das Kind schamvoll zu verstecken. Was also denken die wichtigen heidnischen Strömungen dazu. Keine Ahnung ^^. Ich möchte meinen, man kann 10 Asatruar fragen und erhält dazu 11 Meinungen. (Typisch menschlich halt) Wenn aber jemand, gefragt nach heidnischen Strömungen, direkt mit den Ariosophen ankommt, dann hebt sich automatisch meine Augenbraue. Das sollen Repräsentanten für heidnische Strömungen sein? Naja bitte, aber dann darf man sich nicht wundern dass der Rest der eigenen Ansichten genauso betrachtet wird wie deren Gedankengut. Es gibt, um mal auf die siamesischen Zwillinge zu kommen, ein Zwillingspärchen, die dürften jetzt so um die 18 sein, die leben mit ihrer Verbindung (und nicht Behinderung) klasse und lassen so manche Mediziner große Kulleraugen machen. Jede kontrolliert eine Körperhälfte und sie sind mit ihren beiden Armen und Beinen in der Lage, Fahrrad zu fahren. Würde man sie trennen, wären die zwei Pflegefälle. So, wie sie jetzt sind, sind die beiden mobiler und ich vermute auch mal glücklicher, als mit nur einer Körperhälfte für immer an Bett und piepsende Maschinen gefesselt. Das soll besser sein? Zwei hoffnungsvolle Mädchen auseinanderreißen, sie abhängig machen von der Geißel der Medizin und sie dann in ihren Betten vergammeln zu lassen, vergessen von den Freunden, Nachbarn und den Medien? So eine ansicht ist, mit Verlaub, weder heidnisch, noch christlich, noch menschlich, sondern ganz einfach zu kurz gedacht und damit einfach (verzeiht den Ausdruck) besch*ssen. Jaja, das ist ja jetzt ein Einzelfall und man kann garnicht auf die anderen leidenden Zwillingspaare schließen denen es ganz furchtbar schlecht geht. Die können dann aber wenigstens Freiwillig in Behandlung gehen, was unser Zwittersäugling allerdings wiederum nicht kann, um mal zurück zum Ausgangsthema zu kommen. Der wird einfach eines Tages feststellen, dass er anstatt sich zu rasieren, sich lieber schminken würde und Rüschen und Schleifchen viel hübscher sind als die Wilkinson-Rasierer jedes Jahr zu Weihnachten. Nicht zwangsläufig, weil manchmal rät man als Mediziner ja auch richtig. Aber für die, die es eben nicht gut läuft, für die kommen Folgekosten. Psychologen. Medikamente. Um das, was nach ihrer Geburt kaputt gemacht wurde, ansatzweise wieder gerade zu biegen, und es wird einfach nie das selbe sein wie eine natürliche Frau/ ein natürlicher Mann zu sein, weil die Schmerzen und Depressionen alle nicht hätten sein müssen. Ob man dafür dann die Gefahr eingehen sollte, dass sich das Kind in der Schule prügeln muss? Kinder werden ständig geprügelt. Entweder weil sie das iPhone oder die Sneakers nicht haben, weil sie zu dick oder zu dünn sind, strohige Haare oder ein Pferdegebiss haben. Da liegt es an den Eltern und den Lehrern, ein Stück zu intervenieren. Man sollte als Eltern nicht vergessen, seinem Kind mit auf den Weg zu geben dass das Mobben von anderen kein Hobby sein kann. Kinder ahmen allerdings auch meistens nur nach, was sie kennen. Und solange sich die Gesellschaft nicht ändert und friedlicher wird, werden die Kinder auch alles, was anders ist, hänseln. (Mir fällt grade spontan ein Vergleich ein, warum Kinder sich gegenseitig hänseln und dass das was mit einem Ausleseverfahren zu tun haben könnte, das auf Missstände hindeutet. Aber ich glaub mein Posting ist jetzt auch lang genug ^^) Lg
__________________ Mancher sagt, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht können. Ich sage, Tiere lügen nicht, weil sie es nicht müssen. |
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