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| Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür |
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| | #41 (permalink) | |||||
| Z.Z. away (Admin) | Hallo iellenithil, Zitat:
Mittlerweile hab ich es (meine Erkrankung) als eine Art "Weg" für mich angenommen, auf dem ich viel lernen kann. Viel leichter macht es die Geschichte zwar nicht, aber es ist dennoch ein besseres Umgehen. Aber manche Dinge zipfen halt doch noch sehr-Und das versuch ich mittlerweile auch zu kommunizieren .Zitat:
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@Stefan Zitat:
Perdon? Du kennst Leute, die gleich ganze Strömungen des Heidentums vertreten? Wer sich als solch ein Repräsentant ausgibt, betrachte ich mit ganz, ganz großer Vorsicht. Weil sich niemand als DER Repräsentant einer oder mehrerer Strömung ausgeben kann. ^^ Einzelner Gemeinschaften, ja, natürlich. Aber nicht einer ganzen Strömung (zum Verständnis: darunter verstehe ich "Druiden"/"Celtoi", "Wicca", Schamanismus usw. usf.) Zitat:
Zum einen, "Naturreligion" ist ein sehr schwammiger Begriff. Nicht jeder Heide sieht sich auch als naturreligiös. Zum anderen, nicht jeder, der naturreligiös (was immer man darunter verstehen möchte) ist auch in jeglicher Hinsicht tolerant.-Leider. Liebe Grüße Siat
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| | #42 (permalink) | |
| Z.Z. away (Admin) | Hallo Nixenschlange, Zitat:
Die Probleme, die Du beschreibst, sehe ich natürlich auch so. Die Frage ist, welches "Übel" das kleinere ist. Für mich, wenn ich Mutter wäre, wäre diese Entscheidung wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Beides ist nicht wirklich lustig und kann fatale, ja sogar tödliche Folgen haben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ein Teenager, der wegen seiner Andersartigkeit sein ganzes bisherigen Leben gemobbt wurde, kann sich unter Umständen wegen dieses Mobbings auch das Leben nehmen, weil er das nicht mehr aushält. Oder halt, wie gesagt, sein ganzes weiteres Leben mit einer (oder mehreren) psychischen Erkrankungen herumlaufen. Es gibt nur die Wahl zwischen OP ja, nein, vielleicht (kommt drauf an, was mein Kind dazu sagt/kommt drauf an, wie es in seinen ersten Lebensjahren damit zurecht kommt...what ever). Und alle drei können gewaltig nach hinten los gehen, was fatal für das Kind, aber auch für die Eltern sein kann. Ja auch für die Eltern, weil die sich dann nämlich (unter Umständen) Vorwürfe machen, doch die falsche Wahl getroffen zu haben, und jetzt mit den Anklagen bzw. Vorwürfen ihres Kindes zu leben haben. Ich denk, eine (psychologische) Begleitung ist auch bei den Eltern (egal für welche Möglichkeit sie sich entscheiden) ebenso extrem wichtig. Auch für sie kann es eine starke "Belastung" sein/ zu einer starken "Belastung" werden (bitte im Sinne von "psychischen Schwierigkeiten" verstehen), wenn sie vor und auch nach der Entscheidung nicht entsprechend betreut werden. Sowohl die eine als auch die andere Seite ist sehr, sehr schwierig.-Zumindestens momentan, wo die gesellschaftliche Akzeptanz leider kaum/nicht gegeben ist. Ich persönlich geb zu, wüsste zur Zeit nicht 100%ig, wie ich mich entscheiden würde. Liebe Grüße Siat
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| | #43 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Hm - ich persönlich würde ein intersexuelles Kind nicht operieren lassen. In meinen Augen ist das Körperverletzung und Verstümmelung. Ärzte, die so etwas machen sollten angezeigt und bestraft werden. Psychische Probleme wegen Mobbing oder Abgrenzung können behandelt werden. Eine Operation lässt sich nicht rückgängig machen. lg SF
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| | #44 (permalink) |
| Wirrvogel Registriert seit: 29.10.2008 Alter: 50
Beiträge: 11
| Hallo Siat, es gibt doch durchaus Repräsentanten von heidnischen Strömungen, z. b. Hilmar Örn Hilmarsson für die Asatruar oder Jonas Trinkunas für das baltische Heidentum. Oft repräsentiert auch eine bestimmte Gemeinschaft eine ganze Strömung (z. B. die Armanen die Ariosophie, die Theosophische Gesellschaft die Theosophie usw.). Wenn man also "offizielle" Lehrmeinungen zu einem Thema hören will, muß man diese Leute befragen. Anders gesagt: Wenn man wissen will, wie die Katholische Kirche zu einem Thema steht, dann fragt man den Vatikan, und nimmt nicht irgendwelche Antworten von irgendwelchen Katholiken in irgendwelchen katholischen Foren, da das immer Einzelmeinungen sind, die von der offiziellen Lehre abweichen können. Zum Thema: Leider weiß ich zu wenig darüber, wie ein Zwitter biologisch aussieht. Hat so ein Kind sowohl männliche, wie auch weibliche Geschlechtsorgane die jeweils voll funktionsfähig sind? Oder hat es z. B. voll funktionsfähige weibliche und nur rudimentäre männliche (oder umgekehrt)? Im ersteren Fall wäre eine Feststellung des eigentlichen (seelischen, spirituellen) Geschlechtes recht schwierig, im andern Falle hingegen würde man danach gehen können, welches Geschlecht funktionsfähig vorhanden ist und sich für dieses entscheiden. Im ersten Falle müßte man wohl spirituelle Wege gehen, um das herauszufinden - so kann z. B. die Astrologie aufzeigen, ob es eine weibliche oder männliche Seele ist. In der Sportmedizin wird bekanntlich das Geschlecht durch Untersuchung des Speichels bestimmt - was würde sich da bei einem Zwitter ergeben? So eine Entscheidung im Kleinkindalter verbunden mit der Konsequenz einer Operation ist immer ein Eingriff, aber ein notwendiger. Auch siamesische Zwillinge wird man operieren, und nicht auf ihre Natur pochen und sie in einem unmölglichen Zustand verbunden leben lassen. Manchmal bedeutet das auch das Ende für einen der beiden Zwillinge. Es gibt nun einmal eine Art Normbreite, eine Definition was ein Mensch ist und wie er körperlich aussieht. Wer davon abweicht, der gilt als unnormal, krank, behandlungsbedürftig. Es gibt auch Menschen mit je 6 Fingern und Zehen, die operiert man auch, und zwar nicht, weil es zum Überleben notwendig wäre, sondern weil ein Mensch mit so einer Abnormität überall auffällt und es im Leben schwer haben wird, was sich dann auch wieder auf seine Psyche auswirkt. Wer wegen seiner Andersartigkeit ausgegrenzt wird, der kann im schlimmsten Falle zum Amokläufer werden. Der Körper ist unser Gefäß für die Seele, die durch ihn auf der Welt wirken kann. Wenn die Biologie den Körper irgendwie verunstaltet hat, dann versuchen wir, das wieder zu richten. Wer sich hingegen allein auf die Natur beruft, und sagt: Meine Natur ist es, Zwitter zu sein, also ändere ich das nicht, der darf sich konsequenterweise auch keine Brille kaufen, da seine Natur ist, kurzsichtig zu sein, oder der darf sich auch weder Nägel noch Haare schneiden, denn seine Natur will ja offenbar lange, verfilzte Haare haben. Oder Krankheiten, darf man die durch medizinische Behandlung kurieren? Die Natur wollte doch die Kankheit und ließ sie zu. Und darf so ein Mensch Kleidung tragen? Seine Natur hat ihn ja ohne Kleidung auf diese Welt gestellt, sich nun zu bekleiden ist ein Eingriff. Nein, das halte ich für falsch. Ich bin daher der Meinung, man sollte versuchen, den körperlichen Fehler operativ zu beheben - daß es da durchaus Probleme geben kann, ist mir klar, aber das muß man wohl in kauf nehmen. Die Frage ist also nicht, ob man es macht oder nicht, sondern allein: Wie genau kann man das seelische Geschlecht bestimmen, wie gut kann man es operieren. Stefan |
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| | #45 (permalink) | |
| Nebelkrähe | Zitat:
__________________ insprinc schublandun. | |
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| | #46 (permalink) | |
| máðmsammlerin Registriert seit: 18.02.2009 Ort: Fürstentum Lippe
Beiträge: 44
| Zitat:
![]() Mit Verlaub, aber auf das Niveau sollte sich niemand begeben.
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| | #47 (permalink) | |||||
| Ruhrpotthex' Registriert seit: 15.10.2007 Ort: immer noch unter nem Stein im Duisburger Forst
Beiträge: 117
| hallolo stefan... Zitat:
dazu möchte ich dich ermutigen... Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
lg iellenithil | |||||
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| | #48 (permalink) |
| Wirrvogel Registriert seit: 29.10.2008 Alter: 50
Beiträge: 11
| Ob jemand ein Zwitter ist, kann man wohl kaum mit erhöhtem Blutdruck vergleichen (und den erhöhten Blutdruck würde ich auch nie mit Betablockern oder andem schulmedizinischen Unsinn behandeln, sofern mir an der Funktionsfähigkeit von Leber und Nieren gelegen ist). Was Seelen betrifft, so sind wir hier in einem heidnischen Forum. Das bedeutet für mich, daß ich voraussetzen kann, daß heidnische Vorstellungen nicht nur bekannt sind, sondern auch (je nach individueller Tradition) von den meisten Teilnehmern hier tatsächlich "geglaubt" werden. Deswegen brauchen wir also im Thema "Zwitter" nicht über Seelenglauben zu philosophieren. Was Wetterleuchtens "Spucktüte" betrifft: Nun, die Themenstarterin wollte wissen, wie die heidnischen Strömungen zu dem Thema stehen. Ich hatte deswegen geantwortet, daß man sie dazu befragen müsse, wenn man eine Antwort will. Wenn Du das nicht willst - was Deine Sache ist - dann beschäftige dich weiter mit deiner Spucktüte und diskutier in Themen, die dich interessieren. Ich persönlich finde, man muß Zwittertum als Deformation und somit als etwas Unnatürliches ansehen und - so man es kann - medizinisch korrigieren. Eben wie auch das Trennen von siamesischen Zwillingen. Ich würde selbst weder als siamesischer Zwilling, noch als Zwitter leben wollen. Somit bleibt die Frage nach der technischen Durchführbarkeit so einer Operation. Im Vorfeld die richtige Festlegung des Geschlechtes und dann die praktische Operation und mögliche Folgen. Jede Operation ist mit Gefahren und Nebenwirkungen verbunden. Andererseits geht die medizinische Entwicklung weiter, und Berichte von heute erwachsenen ehemaligen Zwittern beziehen sich also auf Operationen, die schon mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Und natürlich kann es auch falsche Festlegungen geben, keine Frage. Also ist das Problem, wie man sicher und richtig das eigentliche Geschlecht festlegt und wie man es möglichst ohne Nebenwirkungen operiert, damit so ein Mensch ein normales Leben führen kann. Das sind aber letztendlich medizinische Probleme, zu denen ich nichts sagen kann, da ich kein Mediziner bin. Stefan |
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| | #49 (permalink) | |
| máðmsammlerin Registriert seit: 18.02.2009 Ort: Fürstentum Lippe
Beiträge: 44
| Zitat:
Dein gutes Recht. Aber deswegen allen Zwittern das Recht absprechen zu wollen, so zu leben, wie sie geboren sind ist, ist ziemlich übertrieben, findest Du nicht?
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| | #50 (permalink) |
| Nebelkrähe | @ stefan wenn ich mir deine Argumentation und das, was du unter "Vertretern heidnischer Strömungen" verstehst so ansehe, denke ich, dass dich zwar das Thema interessiert, nicht aber die Menschen, die es betrifft. Aber du hast insofern Recht, für mich ist es jetzt nicht so d a s Thema, das mich beschäftigt, weshalb ich es auch nicht dazu missbrauchen werde, um mich über dich zu ärgern. So long.
__________________ insprinc schublandun. |
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| | #51 (permalink) | ||||
| Ruhrpotthex' Registriert seit: 15.10.2007 Ort: immer noch unter nem Stein im Duisburger Forst
Beiträge: 117
| Zitat:
Zitat:
und ich persönlich glaube, dass die seele gar kein geschlecht hat, sondern wenn dann beide... also ist eine zuordnung, ob weiblich ODER männlich, unzulässig ist... Zitat:
Zitat:
ich glaube, dass ein intersexueller mensch auch ohne eine eindeutige geschlechtszugehörigkeit leben kann. er benötigt vielleicht professionelle unterstützung, aber so wie ich die informationen von nixenschlange und den links verstehe, ist eine angleichung rein medizinisch nicht unbedingt notwendig. | ||||
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| | #52 (permalink) | |
| Tawarhel Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 209
| Zitat:
Wie oben gesagt wurde, ist viel wichtiger, dass wir Menschen vorurteilsfreier mit solchen Dingen umgehen, denn ein "normales Leben führen" - was heißt das schon? Den alten Bretterverschlag können wir getrost aus unserem Hirn werfen, dann tun es auch unsere Nachkommen. Normal sein muss nicht das angestrebte Ziel sein, aber was immer angestrebt wird, ist persönliche Integrität, ist akzeptiert zu werden wie man ist. Das betrifft intime Bereiche ebenso wie das erstaunlicher Weise immer noch zum Hänseln dienliche Brillenträger sein (siehe Winnenden aktuell). Entscheidend ist nicht die Art des körperlichen "Makels" in sich, denn bis auf's Blut denunziert wird ohnedies, gehänselt um die interne Hackordnung festzulegen. Entscheidend ist, ob man Rückendeckung hat oder nicht. Wer keine hat kann untergehen, wer sie hat kann oben schwimmen, wie von Nixenschlange sehr gut beschrieben wurde. Historisch waren die Geschlechterrollen manchmal so streng definiert, dass allein die Kleidung zur Zuordnung eines Geschlechts genügte - siehe z. B. die Päpstin. Wenn wir Heiden heute vor der Frage stehen, ob ein Zwitter beim Beltane, z. B., sich mit den Frauen zusammen reinigen gehen soll oder mit den Männern zusammen das Holz für das Feuer stapelt, weil es in der überlieferten Zeremonie so verteilt ist, soll Zweigeschlecht sich meiner Ansicht nach einfach selbst entscheiden. Und wir akzeptieren dann, was auch immer unser Mitheide tun will. So, why not? Kein wahrer Gott hätte damit ein Problem, da bin ich mir ziemlich sicher. Grüße Geändert von Thorleif (17.03.2009 um 21:19 Uhr) Grund: in my honest opinion - außer *(Sternchen), das sehe ich als mediz.-psycholog. Tatsache an | |
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| | #53 (permalink) |
| makka tiamat | zur Frage der Seele: Viele Schamanen hatten eine feminine Seite, Starke Hexenfrauen eine ausgeprägt maskuline Seite. In vielen Naturreligionen wird das in der Mitte der Geschlechter sein als natürlich und sogar als Gabe betrachtet, da dadurch die Pole aneinander angenähert werden. die körperlichen Ursachen wissenschaftlich betrachtet: Pathologie der geschlechtlichen Differenzierung bedingt durch genetische oder homonelle Ursachen was nix zu den Folgen aussagt lg anandie |
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| | #54 (permalink) | |||||||||
| Z.Z. away (Admin) | @Stefan: Zitat:
Was ich unter Strömungen definiere, habe ich oben geschrieben. Ein Geza v. N. der sich hier in Deutschland versucht(e) das Recht herauszunehmen, sich als DER Repräsentant der germanisch-gläubigen Heiden zu verkaufen, fällt/fiel zum Beispiel damit ganz arg auf die Nase. Frag mal die Asatrus oder andere Heiden hier, was diese von ""ihrem"" Repräsnetanten halten. Für einzelne Gemeinschaften und tatsächlich in sich homogene Gruppen, mag es MÖGLICH sein. Aber auch nicht immer. Schon gar nicht, wenn es ums Heidentum geht. Aber diese Diskussion führt zu weit Offtopic. Bei Bedarf kann ein eigener Thread dafür erstellt werden. Zitat:
Gehst Du dann einfach mal davon aus, dass die Seele schon einen entsprechenden männlichen oder weiblichen Körper haben will, der nach Außen das "seelische Geschlecht" widerspiegelt? Und wie gehst Du dann damit um, wenn dann der Mensch Dir Vorhalte macht und sagt: "Du hat mir mit Deiner Entscheidung das Leben zur Hölle gemacht! Ich bin weiblich/männlich und Du hast mich verstümmelt!"? Ich stell mir da eine sehr sensible Antwort vor á la: Du musst Dich aber in Deinem Körper richtig fühlen, weil Deine Seele mir das gesagt hat! Noch ein anderer Denkanstoß: Nicht jede Seele hat automatisch auch, wenn man daran glauben möchte, dass die Seele ein Geschlecht hat, auch tatsächlich das Geschlecht, das sein Körper hat! Zitat:
Dein Vergleich mit Siamesischen Zwillingen ist ziemlich daneben. Informiere Dich mal bitte vernünftig, bevor Du solche Vergleiche ziehst. Zitat:
"Normen" oder Vorstellungen haben sich im Laufe der Jahre/Jahrhunderte/Jahrtausende immer wieder geändert. Wäre das nicht so, dann würden wir immernoch im Mittelalter oder früher Leben! Warum man diese deswegen unterstützen muss, ist mir schleierhaft. Zitat:
Daher ist es m. E. wichtig, das ein Umdenken stattfindet, damit die Eltern nicht zu etwas gesellschaftlich gezwungen werden (ob der Zwang jetzt tatsächlich da ist, oder halt nur ein gefühlter, sei jetzt einfach mal dahin gestellt), was sie vielleicht gar nicht wollen. In diesem Fall, das Geschlecht ihres Kindes festlegen. Zitat:
Das stimmt so verallgemeinert auch nicht. Eine gute Freundin von mir hat elf Zehen und sie lebt prima damit. Und es wird auch nicht mehr zwingend bei allen Menschen sofort operiert, wenn es um Gliedmaßen geht. Was ich persönlich recht seltsam finde, dass bei Gliedmaßen anscheinend eine Art Umdenken ab und an zu sein scheint, aber bei Intersexualität offensichtlich nicht. Zitat:
Zumal das rein gar nichts mit der Sexualität oder dem Geschlecht des Menschen an sich zu tun, sondern das Problen liegt schlichtweg daran, dass es in der Gesellschaft krankt. Anstatt die Menschen, die zur Welt kommen auch als ganz normale Menschen zu betrachten, werden sie abgestempelt. Und das in einer vermeintlich aufgeklärten und ach so toleranten Gesellschaft. Meiner Meinung nach ein sehr schlechter Witz. Zumal die "Schuld" bequemer Weise und lieber bei dem betroffenen Menschen gesucht wird, anstatt sich mal selbst zu reflektieren. Zitat:
Intersexualität, so ist meine Meinung, ist keine Krankheit. Das sie als Krankheit abgestempelt wird (wie andere Andersartigkeiten, die beim Menschen vorkommen können), ist ein Problem der Gesellschaft, die mit "Ab-Normalem" nicht (mehr) umgehen kann und es einfacher ist, die Leute zu stimatisieren, in eine Schublade zu schieben und sie dort zu vergessen. Zitat:
Willst Du Dir anmaßen, bestimmen oder genau sagen zu können, was der WILLE der Seele ist? Welchen Körper die Seele tatächlich haben möchte? Oder gar, ob sie vielleicht ganz bewusst den Köper eines Intersexuellen zu wählen, weil es da für sie bestimmte "Lerninhalte" geben könnte? Welcher Mensch kann sich erdreisten, so über einen Menschen zu bestimmen? Grüße Siat
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| | #55 (permalink) |
| Drache vom Dienst (Admin) | Ich hatte mal Kontakt zur einem intersexuellen Menschen, der noch im frühen Kindesalter operativ zur Frau gemacht wurde. Sie hat mir von einer Selbsthilfegruppe für Intersexuelle erzählt, in der sich hauptsächlich operierte Menschen und ein einziger unoperierter trafen. Die operierten fühlten sich ausnahmslos verstümmelt. Und diese Verstümmelung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der nicht operierte Mensch dagegen hatte dagegen das Problem, daß er mit seinen körperlichen Eigenarten stigmatisiert wurde. Allerdings nur von einigen wenigen Betonköpfen, die alles was in ihren Augen anders ist, in eine ihnen genehme Form bringen wollen. Es gab also Anfeindungen und Angriffe durch Menschen, denen jede Form von Andersartigkeit Angst macht. Das mussten aber auch die operierten Personen teilweise ertragen, weil sich die Andersartigkeit halt doch immer einen Ausdruck schafft. Es lässt sich eben nicht alles wegoperieren was manche Zeitgenossen als abnormal und krank bezeichnen. lg SF
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| | #56 (permalink) | |
| hem netjer tepi Registriert seit: 01.10.2008 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 335
| Hallo Stefan, und natürlich auch ihr anderen... Ich muss mich nochmal hier einklinken. Also da du ja unbedingt Vertreter oder Repräsentanten heidnischer Strömungen zu dem Thema hören willst, melde ich mich nochmal zu Wort. Und damit du auch verstehst warum ausgerechnet ich mich melde erkläre ich dir meinen "Stellung" in unserer Glaubensgemeinschaft. Wie du unter meinem Namen hier lesen kannst ist mein religiöser Titel "hem netjer tepi", das bedeutet "erster Gottesdiener". Also ich bin Hohepriester des Amun, und damit mit der, von dir so vehement eingeforderten "Lehrmeinung" unserer Gemeinschaft bestens vertraut. Ich spreche hier allerdings ausschliesslich für die Ansichten unserer Gemeinschaft und nicht im Allgemeinen für kemetistische-also ägyptische, andere heidnische oder naturverehrende Religionen!!! Eine Verallgemeinerte "heidnische" Meinungsäusserung zu verlangen ist unmöglich. Frag zehn Leute nach ihrer Meinung und du erhältst fünfzehn verschiedene Antworten. Einen Vetreter heidnischen Glaubens wirst du nicht finden, da es "den Einen" nicht gibt. Also. In unserem Glauben gelten Zwitterwesen, egal ob menschlich oder tierisch, als "göttlich", da sie in ihrem Körper beide Aspekte der Geschlechter vereinen. Sie sind zugleich männlich sowie weiblich und damit dem "Göttlichen" näher. In einer unserer Schöpfungsmythen wird unsere Schöpfungsmacht zwar als Gott Atum oder Ra-Atum bezeichnet, vereint in sich aber die Merkmale beider Geschlechter. Man nennt ihn auch "der grosse Er-Sie". Atum zeugte aus sich selbst, nachdem er selbst aus dem Urchaos Nun (welches auch zweigeschlechtlich ist, aber ebenfalls als männliche Gottheit definiert wird) auftauchte, das Ur-Götterpaar Schu und Tefnut. Aus diesen beiden entstanden alle anderen Götter und der Schöpfungszyklus nahm seinen Lauf. Also ist der Ursprung allen Seins Zweigeschlechtlichkeit. Ebenso ist der Fluss-Gott Hapi auch ein Zwitterwesen. Hapi ist Gott der natürlichen Fruchtbarkeit sowie des neuen Lebens, somit auch eine Schöpfungsmacht und vereint in dieser Funktion ebenso beide Geschlechter in sich, da neues Leben nur aus der Vereinigung beider Geschlechter entstehen kann. Viele unserer Ur-Götter und Schöpfungsgötter sind zweigeschlechtlich. Demzufolge sind Zwitterwesen uns heilig da sie wie unsere Schöpfungsmächte beide Geschlechter in einem Körper vereinen. So und nun zu den Operationen. Da die Zweigeschlechtlichkeit nunmal keine Krankheit ist (nicht nur aus unserer religöser Sichtweise, sondern auch nach der Definition der modernen Medizin), halte ich derartige Operationen für unrichtig. Einem Zwitterwesen durch Willkür ein Geschlecht aufzuzwingen kann nicht richtig sein! Vor allem da ein Kleinkind sich nicht zu seinen persönlichen Wünschen äussern kann. Diese Operation ist nicht korrigierbar!!! Wie viele Studien belegen ist ein Grosstel der "Zwangsoperierten" im Nachhinein mit dem zugewiesenen Geschlecht nicht glücklich. Sie fühlen sich nicht komplett, unvollständig, verstümmelt oder wie im falschen Körper gefangen. Natürlich gibt es ausnahmen, wo alles wunderbar abgelaufen ist, und das ist auch gut so. Aber nur weil es bei einigen funktioniert muss man nicht alle anderen auch dazu zwingen. Ich halte "Zwangsoperationen im Kindesalter" für falsch. Wenn man sein Geschlecht unbedingt anpassen will kann man das im Erwachsenenalter immernoch. Und nun nochmal mein persönlicher Senf zu den OP's... Die Aussage, dass diese Operationen gemacht werden um die Kinder vor Mobbing und Übergriffen anderer Kinder zu schützen... Also bitte... Kinder werden von anderen wegen jedem Mist (entschuldigt den Ausdruck) gemobbt. In meiner Schule wurde damals ein Mitschüler wegen seiner feuerroten Haare und seiner Sommersprossen gemobbt. Sollen Eltern jetzt die Haare ihrer Kinder färben und ihre Haut bleichen damit sie in die "Norm" passen und nicht gemobbt werden??? Eine Mitschülerin hatte einen sehr langen Hals und lange Beine und wurde von vielen Kindern z.Bsp. als "Giraffe" bezeichet. Heute ist sie ein gutbezahltes Fotomodell. Sollten ihre Eltern etwa per OP Hals und Beine verkürzen um sie der Norm anzupassen??? Heutzutage kann man fast alles operieren. Also lasst uns doch unsere Kinder basteln, so wie sie uns am Besten gefallen... Entschuldigt, aber ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte... ![]() Vielleicht sollte unsere Gesellschaft mal etwas toleranter werden und nicht wegen jeder Abweichung von der Norm gleich das Skalpell zücken und damit jedwede natürliche Vielfalt zerstören. Wir sollten aufhören die Menschen mit Gewalt in eine Form zu pressen, sondern unsere gesellschaftlichen Ansichten vielleicht mal "operieren" um akzeptieren zu können dass es ausser Schwarz und Weiss nich eine Vielzahl von Graustufen gibt. In der Schöpfung ist nichts unmöglich. Und das sollte man akzeptieren. Operationen sollte man nur durchführen wenn sie medizinisch notwendig sind und nicht aus ästhetischen oder gesellschaftlichen Zwängen heraus mit dem Skalpell auf wehrlose Kinder losgehen! Und wenn man schon aus diesen gesellschaftlichen Gründen operiert, sollte man die Selbstbestimmungsrechte der betroffenen Personen nicht übergehen und sie selbst entscheiden lassen was, wann und in welcher Form operiert wird. Das geht bei jeder anderen OP auch erst mit der Volljährigkeit. Also sollten Geschlechtsangleichungen ebenfalls erst nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahres und mit Zustimmung der betroffenen Person durchgeführt werden. Das ist meine Meinung.. Dazu muss ich sagen, dass ich Eltern, die ihre zweigeschlechtlichen Kinder heutzutage aus den gesellschaftlichen Zwängen heraus einer geschlechtsangleichenden Operation zuführen, nicht verurteile! Ich halte diese Zwangsoperationen zwar für falsch, aber wir leben nunmal in dieser intoleranten Gesellschaft und diese Eltern handeln aus bestem Wissen und Gewissen heraus und machen sich sicherlich sehr lange ihre Gedanken über das Thema. Wie ihre Kinder im Nachhinein mit ihrer Geschlechtsangleichung und ihren Eltern umgehen wird die Zukunft zeigen. Ich halte es nur für wichtig dass unsere Gesellschaft lernt toleranter zu werden. Das geht nicht durch Zwang sondern einzig durch Aufklärung. Eltern betroffener Kinder sollten wissen dass es nichts "Schlimmes" ist und dieses Wissen und die Toleranz Andersartigem gegenüber auch an ihre Kinder weitergeben. So entsteht langsam eine tolerantere Welt. Das bezieht sich nicht nur auf Intersexualität sondern auf alle Facetten des meschlichen Seins. Nehmt den Artikel 3 Abs 3 des deutschen Grundgesetzes etwas ernster: Zitat:
LG Merienptah
__________________ Folge deinem Herzen solange du lebst und tue nicht mehr, als es dir aufträgt. | |
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| | #57 (permalink) |
| Z.Z. away (Admin) | Auch wenn es ein wenig offtopic ist (schließlich hast Du nach der Sichtweise von Heiden gefragt): In einem christlichen Forum, in dem ich ab und an aufschlage, gibts zur Zeit ein ganz ähnliches Thema. Nämlich, warum es überhaupt Intersexuelle gibt (was für eine Frage ).Da gibts doch tatsächlich welche, die der Meinung seien, dass Intersexualität eine Folge der Lebensgewohnheiten und/oder der "Vorlieben" der Eltern/Großeltern (oder irgendwo anders in der Ahnenreihe!) seien... ![]() Um das mal auf heidnisches "Umzumünzen" (wenn das überhaupt möglich sein sollte ) und mal wieder das Böse zu spielen Was meint Ihr, ob es wohl auch unter Heiden und/oder Esoterikern die Meinung herrschen, dass Intersexualität, mal sehr böse und verquert gedacht, auch eine "karmische Folge" sei? (Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, das ein Mensch, der sich über solch ein Thema informiert, solch einer Meinung ist... Aber manche haben ja schon Pferde vor der Apotheke reihern sehen... ) LG Siat
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| | #59 (permalink) |
| Draco Nobilis Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Berlin (Nordrand) Alter: 39
Beiträge: 175
| Ich wäre tendenziell gegen die etwaige Operation eines meiner Kinder gewesen, wobei natürlich auch die Mutter da mitzusprechen hat. Das hat ein wenig mit meiner naturreligiösen Anschauung zu tun, aber mehr mit meiner humanistischen Einstellung, mit meinem Wissen über Krankheit/Gesundheit/Menschsein. Ich halte viel vom Vorsichtsprinzip, das besagt, im Zweifelsfalle eher zu wenig zu tun als zu viel. Und ich halte viel vom Nachhaltigkeitsprinzip, das mich bei der Entscheidung leiten würde. Ja, Eltern müssen eine Menge Entscheidungen für ihre Kinder treffen, und für manche werden sie dafür später Vorwürfe kriegen. Das wird mir auch so gehen, und ich kann dem ins Auge sehen, wenn ich nach bestem Wissen gehandelt habe. Schaun wir mal, wie ich in 10 Jahren darüber denken werde. ![]() Nun ist Intersexualität auch ein begriffliches Sammelbecken für verschiedene medizinische Zustände, und bei manchen wäre ich auch für eine Operation, aber immer nach dem Vorsichtsprinzip. Da spielt es auch eine Rolle, welche physiologischen Schwierigkeiten abzusehen sind. Aber allein die Möglichkeit, dass das uneindeutige Geschlecht zu Diskriminierung führen kann, wäre für mich kein Grund. Ich würde mich aber auch nicht scheuen, manchen von diesen Zuständen als Krankheit zu bezeichnen. Nur habe ich ein etwas anderen Begriff von Krankheit, nämlich dass Krankheit zum Leben dazugehört und nicht bei jeder Krankheit etwas gemacht werden muss, (besonders wenn es wie im Falle des Zwittertums keine guten Alternativen gibt) und dass jeder Mensch mehrere Defekte und Krankheiten mit sich herumträgt und das beste daraus machen muss. Manchmal ist es vielleicht gut, gegen die Krankheit etwas zu machen, aber manchmal eben auch, es einfach so sein lassen zu können. Die Einrichtung z.B. einer Neo-Vagina, die Operation, die Folgeoperationen, die Pflege, die Schmerzen, die Unsicherheit, das sind reale Kosten, die der Betreffende mit Sicherheit zu zahlen hat. Dass die seelische Befindlichkeit in der Kindheit wesentlich besser durch die Operation wird, das ist eine unsichere Angelegenheit, das ist ein uneindeutiger Nutzen. Im Einzelfall kann das eine oder andere so oder so gewichtet werden, aber mit das Vorsichtsprinzip würde immer ganz klar gegen so eine Operation tendieren. Ich weiß, dass auch die Ärzteschaft geteilter Meinung darüber ist, und mittlerweile auch die Entscheidung gegen eine Operation akzeptabel sein kann, wenn man an die Richtigen gerät. Da gibt es die Pseudo-Aufklärung, die in Wirklichkeit nur eine Aufzählung der wunderbaren Operationstechniken ist, Hurrah-Medizin der unbegrenzten Möglichkeiten, eine Strömung im ganzen Medizin-Betrieb. Aber es gibt auch die bedächtigen Stimmen, bei denen Verhältnismäßigkeit eine Rolle spielt. --- Und ja, ich meine, dass naturreligös-heidnische Menschen das nicht-Operieren eher in Betracht ziehen würden als die anderen. Stichwort Ehrfurcht vor der Natur, die Natur so lassen, wie sie ist. Auf der anderen Seite auch die höhere Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen, nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben, tolerant gegenüber anderen zu sein, aber auch Toleranz einzufordern. --- Von den obigen Beiträgen fand ich besonders den kurzen Bericht über die Selbsthilfegruppe von StarFire interessant. Wenn ich vor so einer Entscheidung stehen würde, das sind die praktischen/pragmatischen Informationsquellen, die ich zu Rate ziehen würde. Was ist aus diesen Menschen später wirklich geworden, was haben sie zu berichten. --- Ich kenne übrigens einen Transsexuellen recht genau, das ist sozusagen mein Bezug aus erster Hand. Ich kann ihn gut so lassen, wie er ist. Aber ich leiste mir den Luxus einer Meinung, und die ist, dass die ganze Herumschnippelei an seinem Körper sein wirkliches Problem nicht lösen wird, und dass die ganze Beschäftigung mit den Möglichkeiten, Unmöglichkeiten, Risiken, Nebenwirkungen der Umwandlung ihn vom eigentlichen Kern ablenkt.
__________________ Grüße Harser |
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| | #60 (permalink) |
| Tawarhel Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 209
| Trans im Heidentum Moin, Leuts, zwar geht's im Thread-Topic eher um Inter' als um Trans', aber ich habe etwas zu der Frage des Umgangs im weiteren Sinne mit dem Dritten Geschlecht gefunden: bei den Indianerstämmen Nordamerikas Auszug aus Wikipediaartikel: Es war dort üblich, Jungen oder Mädchen (meist noch vor der Pubertät), die in ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten zu dem anderen als ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht neigten, als Two-Spirits anzusehen. [...] Damit war eine Frau, die sich anzog und verhielt wie ein Mann oder umgekehrt, nicht mit einem Mann beziehungsweise einer Frau im üblichen Sinne gleichzusetzen, sondern nahmen eine besondere Stellung in der indianischen Gesellschaft ein. Sie wurden oft als Menschen mit besonderen Kräften und Fähigkeiten verehrt. So waren Two-Sprits mit einem von Geburt an männlichen Körper oft Heiler und Two-Spirits mit einem von Geburt an weiblichen Körper oft Krieger oder Häuptling Quelle: Two-Spirit ? Wikipedia Kein blödes Schwarz-Weiß-Kathegorisierungsbedürfnis wie vielfach in unserer Kultur. *winks* |
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