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Das Heidentum Ihr habt allgemeine Fragen/Gedanken zum Thema Heidentum (z.B. Praxis oder Politik)? Hier ist der Platz dafür

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Alt 16.02.2007, 19:15   #21 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
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Ich wurde nicht christlich erzogen, bekam nur das 'Gesellschaftschristentum' (kirchliche Hochzeiten und Taufen in der Familie, Reli-Unterricht, Konfirmation) mit.

Zunächst hielt ich mich für atheistisch, aber dann kam ich drauf, daß ich genausowenig wußte, daß es keinen Gott gibt, wie ich von seiner Existenz überzeugt gewesen wäre. Also wurde ich Agnostikerin und gestand offen ein: ich hab keine Ahnung.

Hab auch nie nach einem Glauben gesucht. Mein Standpunkt war: wenn Gott mich geschaffen hat, weiß er auch, wie er mich rufen muß, wenn er sich mir offenbaren will.

Anfang letzten Jahres begann ich dann spiritueller zu denken, fing u.a. mit Meditation an.

Im Mai habe ich dann eine Visualisierung für ein kleines Kind gemacht, daß eine schwere Operation erduldete. Eigentlich eher als 'Beschäftigungstherapie' für mich währenddessen, so auf die Art "Wenn da was dran ist, nutzt es dem Kleinen, und wenn nichts dran ist, hab ich zumindest selbst was 'getan' und mich nicht verrückt gemacht".
Vollkommen unerwartet hat nicht nur die Visualisierung genauso funktioniert und (auf mich) gewirkt, wie es mir vorher beschrieben worden war, sondern ich wurde auch sozusagen 'in einem Rutsch' vom Göttlichen gerufen. Nur eben in Gestalt einer Göttin.

Danach hab ich die ganze Sache etwas ruhen lassen, um mich langsam und behutsam in diese neue Welt einzufinden. Womit ich noch immer beschäftigt bin.
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Du tust Menschen nicht weh, sondern Menschen tun sich an dir weh.
Was kann das Messer dafür, wenn ich mich an ihm schneide?
Die korrekte Maßnahme ist doch nicht, das Messer stumpf zu schleifen
(dann funktioniert es nämlich nicht mehr),
sondern zu lernen, korrekt und vorsichtig damit umzugehen.
Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2007, 12:27   #22 (permalink)
Freediver
 
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Zitat:
Earonn: Zunächst hielt ich mich für atheistisch, aber dann kam ich drauf, daß ich genausowenig wußte, daß es keinen Gott gibt, wie ich von seiner Existenz überzeugt gewesen wäre. Also wurde ich Agnostikerin und gestand offen ein: ich hab keine Ahnung.
Eine kluge und umsichtige Einstellung! Glückwunsch! So ähnlich war es bei mir auch, nur daß ich weniger gelassen war. Denn aus dem Ausgangspunkt "nichts ist bewiesen, alles ist möglich" konnte das entstehen, was für uns Relevanz hat.

LG Ascarys
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Wirst du des Lebens nicht mehr froh, dann stürze dich ins H2O!
Cyanea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2007, 19:00   #23 (permalink)
Guggeda
 
Registriert seit: 18.02.2007
Beiträge: 3
Also ich bin zu diesem Glauben gelangt, als ich vor einiger Zeit die Ayla BÄnde gelesen, dann hab ich Avalon und Merlins Vermächtnich gelesen und so bin ich dann rgenwie zum Heidentum gekommen.
Stonehenge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2007, 22:56   #24 (permalink)
Neugieriges Pflock-Goggle
 
Registriert seit: 27.01.2007
Beiträge: 8
Ich war dann sieben, als mein Vater mir erzählt hat, dass er Heide ist, und hab erstmal angefangen loszuheulen. Keine Ahnung warum, fand das damals wohl einfach schlimm
Entschuldigung, aber ROFL. Das ist so klasse...

Zunächst hielt ich mich für atheistisch, aber dann kam ich drauf, daß ich genausowenig wußte, daß es keinen Gott gibt
Das scheint wirklich bei sehr vielen hier der Fall gewesen zu sein.

Sagt mal, kann es sein, dass Fantasybücher/musik viel Einfluss auf eine Mehrheit hier hatte? (Die Fanatiker entfachen schon die Feuerchen ;-) )
Sollte man sich dafür schämen? ich denke nicht.
kaliyanei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2007, 23:10   #25 (permalink)
Wächter von Muspelheim
 
Registriert seit: 22.01.2007
Ort: Muspelheim
Alter: 22
Beiträge: 14
Ich habe erst lange Jahre dem christlichen Glauben angehört, schon weil ich so erzogen wurde. Irgendwann wurde ich Atheist, ich fand die Vorstellung eines Gottes lächerlich.

Heute bin ich in nahezu jeder Hinsicht Realist. Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, aber es ist von meinem Standpunkt aus ziemlich unwahrscheinlich. Dennoch kann ich nichts ausschließen. Mir ist nur wichtig, nicht zu glauben. Das heißt aber nicht, dass ich dem Glauben anderer Menschen gegenüber intolerant eingestellt bin. Ich mag es nur nicht, wenn diese versuchen mir einen Glauben aufzudrängen...

Alte Mythologien und das Heidentum finde ich sehr interessant, schon vom philosophischen Standpunkt aus. Ich kann zwar nicht daran glauben, aber ich kann trotzdem Wissen daraus beziehen.
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’Cause I knew
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Surtur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 09:04   #26 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Beiträge: 131
Ich denke ohnehin, daß es weniger Unterschied macht, ob jemand nun 'gläubig' oder lediglich 'spritituell' ist, als wenn jemand sagt, er sei gläubig, diesen Glauben aber dann gar nicht lebt.
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Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 12:40   #27 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Sign
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Beiträge: 172
ich bin zum glück in der ddr aufgewchsen.
was es da an religion (zumindest in der gegend wo ich lebe) gab war gegen null.
religion war kein thema und erst recht nicht bei der erziehung. und das, fand und finde ich jetzt klasse. ich konnte mir meinen weg selber suchen, ohne "vorbelastet" zu sein. wie bin ich zum heidentum, zu den asen gekommen?
durch meinen großvater mit seinen herlichen geschichten von alten göttern und großen käpfern. so mit elf jahren...
also, halte ich mal fest... religionslos und naturverbunden. mit pfeil und bogen durch den wald, auf knien über den acker, beim heu machen geschwitzt und so weiter und so weiter... damals hab ich das gehasst, aber heute sehe ich das anders.. durch diese erfahrungen bin ich sehr nahe daran was hier einige "mutter" nennen.
gut, weiter gings dann mit 15 16 in der rechten szene. musik, kammerradschaft, saufen, kloppen, alte götter... tja, in einer gegend wo es keine religion gibt, und erst recht keine heiden, schließt man sich denen an die das wenigsten halbwegs thematisieren. naja. man hat sich dann sehr intensiev weiter gebildet.. irgendwann merkt man dann das der glaube und die meisten rechten themen nicht vereinbar sind. und auch von den helden der szene völlig flasch dargestellt werden. tja, dann geht man halt wieder und findet seinen eigenen weg. so, wie ich ihn jetzt seit 10 jahren beschreite.

die christliche wertefreiheit hat mir ganz gut getan. denn oft beobachte ich wie menschen die sich als heiden ausgeben, eigentlich nur christen in der gewandung von heiden sind. bis auf die götter oder eine "göttin" nehmen die sich nicht viel.

ich halte, um ehrlich zu sein auch nichts von religionsunterricht in schulen oder im elternhaus. man sollte den kleinen doch bitte selbst überlassen, wann, wo und wie sie bezug zu den göttern finden an die sie glauben wollen. man kann drüber reden, sie aber nicht vom krabbelalter an in etwas hinein stoßen was sie vielleicht gar nicht wollen.
Sign ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 13:07   #28 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Earonn
 
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Zitat:
Zitat von Sign Beitrag anzeigen
die christliche wertefreiheit hat mir ganz gut getan. denn oft beobachte ich wie menschen die sich als heiden ausgeben, eigentlich nur christen in der gewandung von heiden sind. bis auf die götter oder eine "göttin" nehmen die sich nicht viel.

Hm, kannst Du das näher erklären? Ich meine, welche Unterschied sollte auch schon groß bestehen, außer in diversen Details des Glaubens? Ein Christ ist ein gläubiger Mensch, ein Heide ebenso. Beide sollten ihren Glauben leben und nicht als Ego-Krücke benutzen, so ihnen das gelingt, sind es doch immer recht entspannte Mitmenschen....? *ratlosguck*
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Earonn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 13:16   #29 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Sign
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Beiträge: 172
Zitat:
Zitat von Earonn Beitrag anzeigen
Hm, kannst Du das näher erklären?
kann ich, aber mache ich nicht.
zumindest nicht hier, weil das nicht zum thema gehört. ich schreibs dir vielleicht mal per pn
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"also bitte! wo kommen wir denn hin wenn jeder mensch dort hin gehen kann wo er will?"
Sign ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 16:57   #30 (permalink)
Eichelhäher
 
Benutzerbild von scréachóg
 
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Zitat:
Zitat von Lidania Beitrag anzeigen
Ich hatte dann auch irgendwann die Ayla - Bücher in der Hand und war fasziniert - wie auch von den Avalon Geschichten von MZB. Hier fand ich besonders interessant, dass die Artussage, die ich schon in verschiedenen Ausführungen gelesen hatte, einmal aus einem völlig anderen Blickwinkel beleuchtet wurde
Schau an... Bei mir war das ganz ähnlich... Das ganze kombiniert mit den Sagen des klassischen Altertums, Irish Folk, den Zeichnungen von Brian Froud, Lord of the Rings (und Silmarillion!)...

Aufgewachsen bin ich an und für sich moderat katholisch (wobei ich das effektiv für einen Vorteil im Bezug aufs "Heidentum" halte: es gibt kaum etwas heinischeres als einen richtigen Katholiken ) - aber das war kaum mehr je mehr als ein dünner Firnis. Wirklich fasziniert haben mich immer die "anderen" Geschichten.
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der firno situ - alte sitte schweiz

Geändert von scréachóg (20.02.2007 um 17:08 Uhr)
scréachóg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 18:53   #31 (permalink)
Erdentochter
 
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Zitat:
Zitat von Sign Beitrag anzeigen
die christliche wertefreiheit hat mir ganz gut getan. denn oft beobachte ich wie menschen die sich als heiden ausgeben, eigentlich nur christen in der gewandung von heiden sind. bis auf die götter oder eine "göttin" nehmen die sich nicht viel.
Das würde mich aber auch mal näher interessieren.
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Wieder auf uralten Pfaden zu wandeln,
Wieder Deiner Schönheit gewahr zu werden, Mutter Erde
An jedem Tag unter Deinen Gestirnen,
Ist eine Freude, größer, als ich sie mir jemals erträumt habe.
Es ist ein Taumel aus Glück und Staunen über Deine Schönheit und Wunder.


Meine Autorenhomepage: www[punkt]tanjamaier[punkt]de
Serena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2007, 19:05   #32 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Beiträge: 3.029
Zitat:
Zitat von scréachóg Beitrag anzeigen
Schau an... Bei mir war das ganz ähnlich... Das ganze kombiniert mit den Sagen des klassischen Altertums, Irish Folk, den Zeichnungen von Brian Froud, Lord of the Rings (und Silmarillion!)...
Die Sagen des klassischen Altertums hab ich als Kind auch verschlungen. Da war Pallas Athene immer meine Lieblingsgöttin......
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Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2007, 10:46   #33 (permalink)
Freediver
 
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Zitat:
scréachóg: wobei ich das effektiv für einen Vorteil im Bezug aufs "Heidentum" halte: es gibt kaum etwas heinischeres als einen richtigen Katholiken
Wie meinst du das? Beziehst du das auf die 10 000 Engel und Heiligen, die die Katholiken anstelle von Göttern haben (-> verkappter Polytheismus)? Oder auf die inbrünstige Verehrung Mariens anstelle der heidnischen Muttergottheit?
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Cyanea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2007, 11:24   #34 (permalink)
Eichelhäher
 
Benutzerbild von scréachóg
 
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Zitat:
Zitat von Ascarys Beitrag anzeigen
Wie meinst du das? Beziehst du das auf die 10 000 Engel und Heiligen, die die Katholiken anstelle von Göttern haben (-> verkappter Polytheismus)? Oder auf die inbrünstige Verehrung Mariens anstelle der heidnischen Muttergottheit?
Ja. Und darauf, das alles, was es an Überresten von heidnischen Bräuchen noch gibt, nur deshalb noch da ist, weil es sich die katholische Kirche einverleibt hat... . Natürlich: umgedeutet, uminterpretiert und in ein dualistisches (gut-böse) Weltverständnis gepresst. Aber als Ahnung immer noch vorhanden.

Gruss

scréachóg
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der firno situ - alte sitte schweiz
scréachóg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2007, 00:16   #35 (permalink)
Fauler Sack
 
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Mh .

Eigentlich habe ich nie einen wirklichen Anfang oder ein Wirkliches Ende in meinem Glauben gesetzt aber ich glaube ich weis wann ich den ersten grossen Kontakt zu ihr hatte..

Woran ich mich noch erinnere ist dass ich unter einem über Jahre sterbenenden Baun sass . Kerzen brannten vor mir und in meiner Hand brannte eine geklaute Kippe von meinem Vater (die erste wage ich zu sagen ohne es zu wissen) . Gefleht habe ich um irgendwas.... naja. Als ich "fertig" war , da war ich anders.

Es ist leider so lange her dass ich an wirklichen Erinnerungen nichtmehr viel habe aber bis heute brennt die Erinnerung in mir wie eine Notiz in Stein gemeisselt die ich erst entziffern muss.


Was ich neutral betrachtet interessant finde ist dass ich ein Ritual abgehalten habe ohne jemals etwas davon gelesen zu haben.


(rechtschreibung ist aufgrund übermässigen alkoholkonsums heute leider eingeschränkt)
Mino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2007, 00:22   #36 (permalink)
Fauler Sack
 
Benutzerbild von Mino
 
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Ort: Lucilinburhuc
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Beiträge: 125
Zitat:
Zitat von Sign Beitrag anzeigen
.........denn oft beobachte ich wie menschen die sich als heiden ausgeben, eigentlich nur christen in der gewandung von heiden sind. bis auf die götter oder eine "göttin" nehmen die sich nicht viel.
Im Glauben der wirklichen Christen ist jemand der den Glauben derart abwandelt kein Christ mehr .

...und ich habe diese Erfahrung nicht mit altmodischen Katoliken gesammelt sondern mit recht "freidendenkenden" Evangelisten.
Mino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2007, 21:21   #37 (permalink)
Fluffy Bunny
 
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Ort: Heim der Heiden / BaWü
Alter: 34
Beiträge: 2
Christentum oder Heidentum?

Bei mir war es nicht so einfach, bin erst mit 15Jahren hierher gekommen, d.h. ich habe in Italien gelebt, Freitag Kathechismus (ich hoffe meine Schreibweise stimmt), Samstag Beichte und Jugendtreff in der Kirche; Sonntag Gottesdienst, meine Freizeit durfte ich unter Nonnen verbringen da meine Eltern beide berufstätig waren (Mittagsbetreung), und deshalb schwer sich vom Glauben zu lösen in den man aufwachsen ist, oder Ihn in frage zu Stellen . Erst als wir hierher kamen , fand ich die Möglichkeit alles in Frage zu stellen, Wie ? Mein Gott war ein Gott der Bestrafung, alles ging um Sünde und Sühne, wo war die Liebe, wo war das Licht? Die Fand ich, in der Natur, Tiere, Sonne, Bäume , Mond.....(Wenn ich traurig war habe ich einen Baum umarmt, wenn ich mich allein gefühlt haben den Mond und die Sterne mir Gesellschaft geleistet und mich angehört). So fing ich an , wie genau ich diesen Weg gefunden habe, weiß ich bis heute noch nicht.Oder besser gesagt der Weg hat mit gefunden. Und jetzt fühle ich mich Zufrieden, Ruhig und das alles wichtigste mit der Natur verbunden. Einfach gesagt ein Teil dieser Welt.

Liebe Grüße
morwenna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2007, 21:46   #38 (permalink)
Tius Erbe
 
Benutzerbild von Nordger
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: Süd-deutschland
Alter: 17
Beiträge: 93
Bei mir war es so

ich war noch nie ein richtiger christ, aber ich habe mich von kleinauf für unsere vorfahren interessiert vor ca einem jahr hab ich den metal gefunden (denkt trotzdem bitte net das ich nur deswegen da bin) dort stoßte ich auf den begriff
viking / pagan metal ich dachte mir was heißt pagan (ich glaub das ich nicht der einzige war und viele mit dem wort nichts anfangen können) ich hab in google gesucht und bin auf unser altes forum gestoßen, da ich sowieso gerad überhaupt nicht an gott geglaubt habe da ich ihm nicht mehr vertraute und ich bestärkt war das es leute wie euch gibt bin ich auch in der paganismuss gekommen.

ich weiß ist nen bischen komisch geschrieben
... und bitte das mit der musik hört sich vielleicht komisch an aber war net der hauptauslöser und ich glaub bei vielen von euch hatt das auch etwas nachgeholfen ..... gluab net das ich der eiinzige bin der so was hört
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Ist ja Heidengeil
Nordger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2007, 19:37   #39 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
Benutzerbild von Solveig
 
Registriert seit: 25.01.2007
Ort: Bayern
Beiträge: 225
Zitat:
Zitat von kaliyanei Beitrag anzeigen
[I]Sagt mal, kann es sein, dass Fantasybücher/musik viel Einfluss auf eine Mehrheit hier hatte? (Die Fanatiker entfachen schon die Feuerchen ;-) )Sollte man sich dafür schämen? ich denke nicht.
Denke ich auch nicht. Mit klammheimlicher Freude habe ich gelesen, dass es im Forum eine grössere Zahl bekennender Harry Potter Fans gibt, den "Herrn der Ringe" kennen viele hier ebenso genau wie den "Krieg der Sterne" oder MZB.

Gerade darin sehe ich den grossen Verdienst der Fantasy-Welle, dass sie eine breite Bevölkerung begeistern und viele davon zum Nachdenken anregen. Damit ebnen sie unbeabsichtigt den "alten" Göttern und den magischen Zünften den Weg für ihre Auferstehung. Die Spiritualität und die Magie kehren zurück in die moderne Welt, auf das aus dem Alten etwas Neues wachsen möge.
Solveig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2007, 15:04   #40 (permalink)
Erdentochter
 
Benutzerbild von Serena
 
Registriert seit: 01.02.2007
Ort: Bielefeld (aber eigentlich bin ich Schwabe)
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Beiträge: 124
Zitat:
Zitat von Lidania Beitrag anzeigen
Ich bin atheistisch erzogen worden und hab das eigentlich auch nie in Frage gestellt. Habe immer ein Faible für Sagen und Märchen gehabt und bin dadurch auch mit vielen Religionsbereichen in Kontakt gekommen. Ich habe mit Menschen aus allen möglichen christlichen und islamischen Kreisen freundschaftlichen Kontakt. Auf ihre Fragen, was ich denn glauben würde, konnte ich nur immer sagen, was ich nicht glaube - nämllich nicht an einen persönlichen, womöglich noch männlichen Gott und auch nicht an ein Leben nach dem Tode.
Ich hatte dann auch irgendwann die Ayla - Bücher in der Hand und war fasziniert - wie auch von den Avalon Geschichten von MZB. Hier fand ich besonders interessant, dass die Artussage, die ich schon in verschiedenen Ausführungen gelesen hatte, einmal aus einem völlig anderen Blickwinkel beleuchtet wurde. Manches konnte ich nachvollziehen - als Frau.
Im Moment ist es so, dass ich eigentlich immer noch Atheistin bin und mich dennoch zu einer Art Muttergöttin hingezogen fühle - wobei ich nicht sicher bin, ob es nicht einfach deshalb so ist, weil ich als Frau eben weiblich fühle.
Ganz sicher bin ich aber in dem Bewusstsein, dass ich ein Teil des Gesamten Großen Ganzen bin das mich umgibt und Pflanze, Tier, Gestein - eben alles zu "Geschwistern" macht. Schwierig zu formulieren - aber ich sehe die Menschen ebenso als Teil der Gesamtheit, wie alle Wesen und Dinge. Jedes hat seinen Platz innerhalb der Gesetzmäßigkeiten - ist als Individuum für das Ganze völlig unbedeutend und doch für sich und die es umgebenden Wesen als Individuum einzigartig und wichtig.
Das kann ich sehr gut auch unterschreiben.
So richtig wo angekommen fühle ich mich noch nicht. Ich bin immer noch eine schwer Suchende. Ich fühle mich als Teil des großen Ganzen und bete zur Göttin, aber manchmal wünsche ich mir mehr Nähe-Gefühl zu ihr.
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Serena ist offline   Mit Zitat antworten
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