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Die Familie Hier sollen alle Fragen rund um das heidnische Leben innerhalb der Familie, die aufkommenden Probleme usw. besprochen und diskutiert werden

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Alt 01.08.2007, 20:00   #1 (permalink)
Fluffy Bunny
 
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Kirchenaustritt ...

Hallo zusammen!
Ich hatte letztes mal wieder eine schwere Diskussion mit meiner Mutter und meiner Freundin.Ich selber sehe mich als Heide an und möchte gerne aus der Kirche austreten. Nur leider ist das in Bayern nicht ganz so leicht.Meine Familie ist sowie die Familie meiner Freundin komplett katholisch und sie stehen auch alle zu ihrem Glauben.
Meine Familie weiss seit langem,dass ich aus der Kirche austreten will , sie sagen aber immer , dass ich das nicht machen soll. Nun habe ich letztes mal wieder mit dem Thema angefangen und musste mich gleich wieder auf eine heftige Diskussion einlassen.Meine Mutter meinte dann immer was es mir denn bringt aus der Kirche auszutreten, da ich ( student) keine Kirchensteuer zahlen muss und es mir doch auch nicht schadet einfach passives Mitglied zu sein. Austreten könnte ich später immer noch es muss nicht sofort sein.
Meine Freundin kommt immer mit dem gleichen Argument,dass sie befürchtet, dass ich die '' Ungunst von oben'' auf mich ziehe und unserer Familie vielleicht Unheil passieren wird wenn ich austrete.
Nun muss ich natürlich immer mit mir selber kämpfen. Einerseits würde ich gerne aus der Kirche raus,da ich die Ansichten der katholischen Kirche nicht vertrete und möglichst schnell ''frei'' sein möchte.Andererseits hab ich ein schlechtes Gewissen meiner Freundin gegenüber die sich wie die meisten Frauen eine Hochzeit in weiß in der Kirche wünscht ...
Ich würde mich freuen ein paar Worte von euch zu hören
Suchender Wolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2007, 20:18   #2 (permalink)
vandrer
 
Benutzerbild von Regroth
 
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Hmm, schwierige Situation. Ich denke, da kann dir hier nicht wirklich jemand helfen.

Du mußt halt für dich selber entscheiden, ob das Gefühl überwiegt, das du aus der Institution raus willst oder ob du dich damit arrangieren kannst, weiter passives Mitglied zu bleiben, so dass der Rest deiner Familie glücklich ist.


Um mal von mir auszugehen, hätte ich, wenn der Familiensegen wirklich so sehr daran hängen würde, nicht wirklich ein Problem damit, passives Mitglied zu sein/bleiben. Allerdings wirklich passiv, so dass es auch dann für mich niemals in Frage käme, kirchlich zu heiraten (wovon du ja auch sprichst im Zusammenhang mit dem schlechten Gewissen deiner Freundin gegenüber).
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Alt 01.08.2007, 20:49   #3 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
Benutzerbild von Nachtwölfin
 
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Ich weiß nun nicht, wie alt du bist. Ab dem 14. Lebensjahr ist man religionsmündig, d.h. deine Familie kann sich auf den Kopf stellen, rechtlich bist du frei in deiner Entscheidung. Andererseits ist die Frage, wieviel Konflikt du ertragen magst und wie wichtig dir die Familienharmonie ist.

Was meiner Meinung nach gar nix bringt, ist das Thema immer wieder auf den Tisch zu bringen, aber zu keinem Ergebnis zu kommen. Entweder du entscheidest dich, trittst aus der Kirche aus, und sagst es deiner Familie hinterher. Oder du lässt es bleiben, fängst aber auch nicht immer wieder an, darüber zu diskutieren.
Deine persönliche Weltanschauung und dein spiritueller Weg, den du für dich gehst, hängt eh nicht von diesen Formalitäten ab.

Was deine Freundin betrifft, wenn ihr Hochzeitspläne und sowas habt, würde ich das Thema aber doch mal ernsthaft ansprechen - unter vier Augen, nicht mit deiner Familie zusammen! - denn wenn ihr euer Leben zusammen verbringen wollt, dann müsst ihr ja einander respektieren, gerade in Bezug auf so persönliche Dinge wie die Religion.
Ist deine Freundin denn christlich gläubig, oder macht sie nur aus Familientradition mit? Will sie bloß wegen dem Kleid in der Kirche heiraten? Das wäre ja etwas oberflächlich... man kann am Standesamt genauso im schicken Kleid heiraten.
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Alt 01.08.2007, 21:10   #4 (permalink)
Fluffy Bunny
 
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Ich weiss , dass mein spritueller Weg nicht davon beeinflusst wird ob ich jetz in der Kirche bin oder nicht , jedoch stört es mich und gibt mir ein gewisses Gefühl der Enge und Zerrissenheit.
Ich denke meine Freundin ist sowohl christlich gläubig als auch dass sie der Familientradition folgen will , obwohl sie Ersteres nie wirklich zugibt
Sie will denke ich auch deshalb kirchlich heiraten , da sie das traditionelle Ambiente mag als auch Hochzeit im weissen Kleid.
Wie gesagt , es ist eine schwierige Sache die mir seit langem zu denken gibt
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Alt 01.08.2007, 22:05   #5 (permalink)
)° Mondlichttänzer °(
 
Benutzerbild von Myriad
 
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Zitat:
Zitat von Suchender Wolf Beitrag anzeigen
ein gewisses Gefühl der Enge und Zerrissenheit.
na das sagt doch schon alles, oder ?
wenn du dich bei dem gedanken nicht wohlfühlst, sei es auch wenn du nur papier-christ bist, dann wage den schrittzum k.austritt.
und wegen hochzeit :
wie nachtwölfin schon sagte . man kann im standesamt auch wunderschöne kleider tragen, zudem gibt es die möglichkeit ein christlich angehauchtes handfasting oder sowas in der art zu machen. immerhin : wenn du in der kirche heiratest besteht zwangsläufig irgendwie die geschichte mit . zu/auf gott schwören etc.
dies fände ich persönlich äußerst unangenehm, aber das muss jeder für sich selber entscheiden...

ich würde es "heimlich" machen und dann auf nette und freundliche art auf den tisch bringen :
ich habe mich etschlosse, aus der kirche auszutreten, weil :
ich mich nicht damit identifizieren kann...ich einen anderen weg gehe...etc...
alles ruhig und in einem menschlichen ton.

gerade die familie sollte verständniss dafür aufbringen, dass man andere wege geht... die zeit ist reif für alte wege ( um mal amala´s signatur zum besten zu geben *gnihi*)

im endeffekt liegt die entscheidung jedoch ganz allein bei dir, du musst wissen was am besten für dich ist !
viel glück !
Sketoa
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~ Aus Sketoa wurde Myriad ~
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Alt 01.08.2007, 22:20   #6 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
Benutzerbild von Nachtwölfin
 
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Zitat:
Zitat von Suchender Wolf Beitrag anzeigen
Ich denke meine Freundin ist sowohl christlich gläubig als auch dass sie der Familientradition folgen will , obwohl sie Ersteres nie wirklich zugibt
Sie will denke ich auch deshalb kirchlich heiraten , da sie das traditionelle Ambiente mag als auch Hochzeit im weissen Kleid.
Na, das klingt aber doch arg danach, als wären da mal ein paar gemütliche klärende Gespräche zwischen euch beiden nötig, wie ihr eure Religion bzw. Glauben so versteht und was ihr jeweils vom Partner erwartet und was ihr euch für die Hochzeit vorstellt...
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Alt 01.08.2007, 23:24   #7 (permalink)
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nun ja, ich kenne mit im katholizismus nicht gut genug aus, aber könnt ihr nicht auch dann kirchlich heiraten, wenn halt ein ehepartner ausgetreten ist? eine cousine von mir (katholisch) hat ihren mann (evangelisch) bei ner ökumenischen trauung geheiratet. das ging auch. kommt vielleicht auch darauf an, wie offen der pfarrer ist. wer weiß, wie streng das in bayern so ist

ich halte glauben für etwas ganz privates, persönliches, das wirklich jeder für sich selbst entscheiden muß. beziehungen und ehen unter andersgläubigen stellen in meinen augen bei der nötigen toleranz und dem entsprechenden respekt kein problem dar. ob du den schritt des kirchenaustritts gehst, mußt du selbst entscheiden, aber genau wie die nachtwölfin denke ich, daß es keinen wirklichen wert hat, das thema immer wieder auf den tisch zu bringen und es dann in einer fruchtlosen debatte enden zu lassen.

vielleicht könnte es helfen, wenn du deiner liebsten mal genau erklärst, wie du empfindest und wie du die sachen siehst, wie dein glaube so ist, was ihn ausmacht. mit offenen, ehrlichen gesprächen kann man am besten die möglichen ängste nehmen.
wenn deine und ihre familie wirklich angst vor einem donnerwetter ihres gottes haben, wäre es vielleicht ganz gut, wenn ihr mal in eurem umfeld nach ehen suchen würdet, wo es auch ökumenisch oder christlich-atheistisch o.ä. zugeht - also positivbeispiele dafür, daß da auch keine sieben heimsuchungen hereinbrachen....

lg,

amala
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2007, 10:17   #8 (permalink)
Milvus milvus
 
Benutzerbild von Eira Redkite
 
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Ich würde Nägel mit Köpfen machen. Was nützt es denn, wenn du nicht an das glaubst, was die Institution, in der du Mitglied bist, vorgibt? Das gilt für das Christentum ebenso wie für alle anderen Religionen.

Ebenso könntest du von deiner Freundin verlangen, auszutreten, wär auch genau dasselbe - halt andersrum. Ausserhalb der Kirche würde sie sich dann nicht wohl fühlen, so wie du innerhalb.

Niemand kann dich zwingen zu bleiben. Entscheide aus dem Bauch heraus - eigentlich hast du deine Entscheidung ja schon gefällt. Deine Familie weiß, dass du nicht glaubst - mach einfach kein Primborium, geh hin aufs Amt, bezahl die 20€ (bei mir war es soviel) und du bist frei.

Sollte irgendwann die Sprache wieder drauf kommen, kannste sagen: Bin schon ausgetreten. Wieder eintreten geht dann nicht so einfach. Dafür müsstest du erst wieder ins Katechumenat...

Die Wogen werden sich legen.

Tu es aber nur, wenn du dir wirklich hundertprozent sicher bist, dass du nicht in die Kirche passt.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, ich komme zwar nicht aus Bayern, aber als ich aus der Kirche ausgetreten bin, habe ich sehr viele "Freunde" verloren. Da hat sich erst gezeigt, wer an mir als MENSCH interessiert ist.

Christentum hat auch viele guten Seiten. Aber man behält das Kleid nicht an, was einem nicht passt, nur um der Familie zu gefallen oder Freunden und "Freunden"...

Viel Glück!
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Dw i ar fy ngwyliau yma!
("Ich mache hier Urlaub!")
Eira Redkite ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2007, 22:13   #9 (permalink)
liest immer noch ;)
 
Benutzerbild von Morpheus
 
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Ich denke, deine Freundin und dein Familie sollten so viel Verständnis aufbringen, dass du dich nicht länger ins Korsett der Kirche zwängen willst. Allerdings ist kirchlich heiraten für manche Frauen ja schon fast Pflicht, was ich aus Gesprächen geglaubt habe rauszuhören. Wenn du nun also das Für und Wider immer aufs Neue abwägst, dann wird sich die Situation nicht verbessern können. Ich würde dir demnach auch raten, einfach auszutreten. Und wenn deine Freundin deswegen mit dir Schluss machen würde...uh je...dann ist sie verdammt oberflächlich und dann soll es so sein

Hm, wenn ich grad an dieser Stelle meine eigene kleine Geschichte erzählen darf: ich bin immer noch auf dem Papier evangelisch. Der Grund dafür ist lediglich, dass ich nächstes Jahr zum 2. Mal Patenonkel werden möchte, was ja konfessionslos nicht möglich ist. Sobald das eingetreten ist, trete ich aus. Es ist doch sehr schade, wie man allein durch stupide Bürokratie immer wieder Dinge befolgen muss, die einem selbst so unnötig erscheinen *seufz*
Meine Familie hat allerdings kein Problem damit, dass ich aus der Kirche austreten werde. Meine Freundin will in weiss heiraten, aber nicht zwingend in der Kirche. Von daher hab ich's dann doch ein wenig einfacher als du, Wolf
Morpheus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 01:03   #10 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Ja, die Evangelen nehmen das etwas genauer als die Katholen...
Ich hatte als nie getauft gewesene Atheistin ein katholisches Patenkind.
Meine Freundin (katholisch wie ihre ganze Familie) bat mich, Patentante für ihren Sohn zu werden, weil sie zu mir Vertrauen hatte, dass ich mich um das Kind kümmern würde, wenn ihr was passieren sollte. Der Kaplan, den sie gefragt hatte, hatte ihr gesagt, das ginge - es würde genügen, wenn nur einer der Paten katholisch sei. Der zweite Pate war der Bruder ihres Mannes (ebenfalls katholische Familie).
Die Taufe nahm ihren Lauf und später im Kreise der Familie, äußerte ich, dass ich es schön finde, dass es wegen mir keine Probleme gab. Da fing der zweite Pate auf einmal schrecklich an zu lachen: "Jetzt hat das arme Kind gar keinen christlichen Paten - ich bin nämlich schon seit Jahren aus der Kirche ausgetreten und dachte, du wärst katholisch."
Nun war das Gelächter in der Familie groß - aber keiner hat irgendwas übel genommen.....
__________________
Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist.
Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten.

Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 13:32   #11 (permalink)
Trancetanzbär
 
Benutzerbild von Jera
 
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Das mit der kirchlichen Hochzeit verhält sich zumindest in Niedersachsen so, dass man auch in der Kirche heiraten kann, wenn der eine Partner nicht getauft oder irgendetwas anderes ist. Dann fällt nur die Kommunion (= nach vorne gehen, Hostie essen) flach. Meine Cousine ist katholisch und ihr Mann ist nie getauft worden, völliger Atheist usw. Er wollte ihr zu Liebe eigentlich vor der Hochzeit in die Kirche eintreten bzw. sich taufen lassen, aber die wollten ihn nicht *g*
Naja wie gesagt, Hochzeit ging trotzdem.

Eigentlich wär das ja ein ganz guter Kompromiss. Du könntest austreten, aber deine Freundin würde trotzdem ihre kirchliche Hochzeit bekommen.
Jera ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 14:02   #12 (permalink)
madadh na h-oidhche :)
 
Benutzerbild von Nachtwölfin
 
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Ehrlich gesagt fände ich es respektlos, den Partner dazu zu überreden, religiös zu heiraten, wenn er/sie dieser Religion nicht angehört. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinem Mann eine "heidnische Hochzeit" nach meinen persönlichen Sitten und Bräuchen aufzudrängen, weil das für ihn keinerlei Bedeutung oder Wert hätte.
Meiner Meinung nach ist eine Hochzeit ein ganz wichtiger Punkt, wo die Partner einander entgegenkommen sollten. Setzt sich da einer von beiden mit seinem persönlichen Geschmack und Wünschen durch, steht die Beziehung unter keinem guten Stern, finde ich.
__________________
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Nachtwölfin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 14:14   #13 (permalink)
vandrer
 
Benutzerbild von Regroth
 
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Zitat:
Zitat von Nachtwölfin Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt fände ich es respektlos, den Partner dazu zu überreden, religiös zu heiraten, wenn er/sie dieser Religion nicht angehört. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinem Mann eine "heidnische Hochzeit" nach meinen persönlichen Sitten und Bräuchen aufzudrängen, weil das für ihn keinerlei Bedeutung oder Wert hätte.
Meiner Meinung nach ist eine Hochzeit ein ganz wichtiger Punkt, wo die Partner einander entgegenkommen sollten. Setzt sich da einer von beiden mit seinem persönlichen Geschmack und Wünschen durch, steht die Beziehung unter keinem guten Stern, finde ich.
Da geb ich dir zu 100% Recht!

Da ich finde, das Religion was ganz persönliches ist, sollten zu einer Hochzeit (bei der 2 Menschen zueinander finden sollen) nur religiöse Rituale durchgeführt werden, denen beide eine Bedeutung zu sprechen.

Ich würde mich niemals irgendjemandem zu liebe irgendwelchen Ritualen unterziehen, obwohl es mir eigentlich widerstrebt.
Sicher gibt es auch die Fälle, bei denen ich mich mit gewissen mir fremden Ritualen anfreunden kann, allerdings bekommen sie ja so für mich auch eine Bedeutung.

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob diese Rituale heidnisch, christlich oder sonst was sind.
Regroth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 12:36   #14 (permalink)
Freundin der Steine
 
Benutzerbild von Melania
 
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Beiträge: 22
Ich finde auch, das man sich für andere nicht verbiegen sollte...

Ich bin auch aus der kath. Kirche ausgetreten. Ich glaube eh nicht an die Bibel und finde vieles an der Instutition Kirche sehr widersprüchlich.
Was mich aber am meisten nervt, ist diese "Mitgliedsgebühr" die K-Steuer.
Willst Du "mitmachen" sollst du zahlen. Nee.

Ich denke, das der Glaube und die Kirche eh zwei unterschiedliche Schuhe sind.Jeder sollte es für sich entscheiden dürfen und können.

Mein Mann würde an sich auch gern austreten. Aber da seine liebe Mamma im Vorstand der ortsansässigen Kirche ist und sie ihn ständig bekniet, das nicht zu tun, kuscht er. Einmal haben wir es sogar bis zur Austrittserklärung geschafft, allerdings scheint das Kirchenbüro ein Bermuda-Dreieck für dieserlei Anträge zu sein.....Das nervt mich an. Bei mir hat sie es auch versucht, aber auf Granit gebissen.

Streitthema ist auch unsere kl. Maus. Die soll nach ihrer Volljährigkeit selbst entscheiden, ob nun Christ oder nicht.Bis dahin bleibt sie wie ich - raus. Unmöglich für den Schwiegerdrachen-Kirchenvorstand.

Aber ich hab l(eider) bisher immer nur sog. Schein-Heilige Leute getroffen.Auch als ich 2 Jahre im Brstattungsinstitut meines Pappas gearbeitet habe, war das Bild der Kirche durchweg negativ.

Daher sehe ich meinen Austritt immer noch irgendwie als kl. Befreiung aus einen (für mich) widersprüchlichen Verein.

Das heisst nicht, das ich nicht glaube. Nur halt nicht so, wie es die Instutition vorgibt.
Melania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 12:44   #15 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.09.2007
Ort: Frankfurt
Alter: 37
Beiträge: 161
ich bin auch getauft und habe mich bei meiner Tochter bewußt dagegen entschieden. Sie soll selber entscheiden ob sie und wennja an wen oder was sie glauben möchte..hatte erst viele Diskussionen mit meinen Eltern etc. aber am Ende habe ich mich durchgesetzt.. Ich persönlich halte überhaupt nichts von Kindstaufungen..
Caillan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2007, 11:18   #16 (permalink)
die Seelenreisende
 
Benutzerbild von Brigida
 
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Alter: 49
Beiträge: 79
Das Thema Kirche ja oder nein, ist ein schwer belastetes Thema. Hat es doch die Instition Kirche seit langer Zeit geschafft, den Menschen glauben zu machen, dass davon sein Seelenheil abhinge. Das steckt vielen bestimmt unbewusst in den Knochen, besonders katholisch geprägte Gegenden.
Meine Kinder sind alle getauft und inzwischen fast alle erwachsen. Ich war damals von meiner Handlung überzeugt. Nun bin ich vor über einem Jahr ausgetreten, nicht wegen der Insitution an sich (jede Gemeinschaft macht große und kleine Fehler und in 2000 Jahren sammelt sich einiges an)oder weil mir Christus und seine Botschaft dagegen geht, sondern weil mir klar wurde, dass ich aus meinen Grenzen austreten muss, Neues kennenlernen, andere Kulturen und ihre Religionen. Ich fand überall tiefe spirituelle Einsichten.
Religiöse Gemeinschaften bergen immer die Gefahr der Exlusivität, besonders monotheistische Religionen. Das führt zur Ausgrenzung. Das kann nicht der Sinn sein. Drum will ich offen sein für alle Menschen und ihren religiösen Überzeugungen und kann mir nicht vorstellen je wieder einer Gemeinschaft beizutreten.
__________________
Draußen ist, was ich drinnen lebe,
und hier und dort ist alles grenzenlos
Rilke
Brigida ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2007, 14:52   #17 (permalink)
Suchende
 
Benutzerbild von Tyrs Tochter
 
Registriert seit: 21.10.2007
Ort: Wr. Neustadt
Beiträge: 30
Hallo du,

ich kenne dein Problem.

Ich habe vor zwei Monaten meinen Kirchenaustritt bekannt gegeben, meine Mutter hatte nichts dagegen, jedoch der Rest meiner Family und auch mein Beruf hat sich da ein wenig dagegen ausgesprochen.
Die Kirche macht mir nun Probleme wegen meiner Patenschaft und will mir diese aberkennen. Ok, gut. Wenn sie meint.Für die Kleine bin ich weiterhin da, denn ich bin und bleibe ihre Tante und übernehme im Notfall die Verantwortung für sie.

Ansonsten muss ich sagen, auch wenn ich nun das Gespött in der Arbeit bin, ich habe meine Überzeugung den "alten" Weg gehen zu wollen und stehe hinter meiner Entscheidung und meiner Überzeugung.

Außerdem geht es mir seit dem sehr gut und mache immer einen großen Bogen um jegliche Kirchen etc.

Du musst für DICH entscheiden was du willst. Der Kirchenaustritt an sich ist keine große Prozedur. Du kommst aus Bayern, ich aus Tirol, also im Grunde kommen wir aus dem gleichen Freistaat ( ).... ich bin zur Bezirkshauptmannschaft, hab meine Nummer und meinen Pass mitgenommen, vorgezeigt, unterschrieben und die Sache hatte sich.
Für mich war das Ganze ein großer Schritt, denn somit hab ich auch gegenüber den Staat meinen Glauben abgesagt(von dem abgesagt das ich nie wirklich Christ war) und bin nun bereit die Lehren des Asatru in mich aufzunehmen, zu studieren und mich dem "alten" Weg zu widmen.

Ob es für dich so ähnlich ist... das weißt nur du...

ein havideri aus Tirol

Geändert von Tyrs Tochter (01.11.2007 um 14:58 Uhr)
Tyrs Tochter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 13:37   #18 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von svart
 
Registriert seit: 04.06.2007
Ort: Kölle
Beiträge: 91
soweit stimme auch ich den leuten zu.
machs doch einfach heimlich, is zwar *******, aber dem familienfrieden halber laße sie ruhig im glauben das du nicht ausgetretten bist. sobald du pläne für die hochzeit hast kurz eintretten und danach wieder raus (meines wissens nach geht sowas). is zwar alles nicht so das dollste und es untergräbt deine gefühle, aber es währe ein weg wo du dem haussegen nicht schädigst. ansonsten wie schon erwähnt stelle deiner freundin die frage wie sie es empfinden würde wenn sie aus der kirche wegen dir austretten solle.


grütze svart
svart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2007, 22:39   #19 (permalink)
Setian
 
Benutzerbild von Daelach
 
Registriert seit: 17.11.2007
Ort: Hamburg
Alter: 35
Beiträge: 129
Da Kirchen als christliche Organisationen direkt gegen heidnische Religion antreten in allem, was Heidenthum ausmacht, halte ich selbst passive Mitgliedschaft nicht zahlender Heiden für einen Verrath an sich und dem Heidenthum. Man lese nur in derem heiligen Buch, was sie von Vielgötterei halten, von Magie, von Wahrsagerei! Kann man als Heide Mitglied bleiben in einer Glaubensmafia, die die Ausrottung des Heidenthums zu verantworten hat, und die auch heute noch nicht im mindesten daran denkt, heidnischen Glauben als ebenbürtig zu akzeptieren?! Nein..!

Kirchliche Heirath kommt da schon gar nicht in Frage. In Deutschland ist ja glücklicherweise das Standesamt als neutrale Instanz für alle da, ob Heiden, Christen, Atheisten oder sonstwas.

*winks* Daelach
__________________
~ xeper ~
Daelach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 13:42   #20 (permalink)
Freundin der Steine
 
Benutzerbild von Melania
 
Registriert seit: 31.10.2007
Ort: Bad Essen-Dahlinghausen bei Osnabrück
Alter: 32
Beiträge: 22
da stimme ich Dir voll zu.
Ich finde zudem, man sollte endlich auch mal Staat und Kirche von einander trennen.
__________________
...das Leben ist kein Wunschkonzert....
Melania ist offline   Mit Zitat antworten
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