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Die Familie Hier sollen alle Fragen rund um das heidnische Leben innerhalb der Familie, die aufkommenden Probleme usw. besprochen und diskutiert werden

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Alt 17.07.2007, 16:22   #1 (permalink)
Asen- und Vanentreuer MOD
 
Benutzerbild von Germane
 
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Patenschaft - aber völlig unreligiös!

Heilsa!

Im Winter soll ja nun unser Nachwuchs das Licht der Welt erblicken und da mache ich mir dann auch Gedanken in Bezug auf z.B. die Patenschaft.
Meine Frau und ich hätten auch jemanden im Auge, der dies wohl auch übernehmen würde, aber all dies Prozedere, natürlich ohne einem religiösen Hintergrund.

So, meine Frage jetzt. Habt Ihr mit so etwas schon Erfahrung, wie dies in der Praxis von Statten geht? Muß dies notariell beglaubigt/beurkundet werden? Oder würdet/habt ihr das in einem Ritual/Zeremonie oder quasi nur mündlich beschlossen? Hat so etwas dann im Falle, das uns etwas zustossen würde auch rechtlichen Bestand (also die Sache mit dem Notar)?

Die kirchliche Taufe, bedeutet doch nur, dass man sein Kind im christlichen Glauben erzieht und das das Kind in die Kirche aufgenommen wird, oder noch mehr? Haben die kirchlichen Taufpaten mehr Rechte/Pflichten als einer der quasi als Vormund festgelegt wird?

Ich weiss, Fragen über Fragen. Aber, das ist halt alles extrem aufregend und in meinem Kopf ist zur Zeit das totale Chaos. Aber ein angenehmes und schönes ...

Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten

Die Götter mit Euch
Germane
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Alt 17.07.2007, 16:51   #2 (permalink)
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salut germane,

in erster linie haben wir das mündlich mit einem kleinen ritual gemacht. wenn ihr euch aber absichern wollt, z.b. auch im falle eures todes, würde ich euch einen besuch beim notar und das aufsetzen eines testaments dringend anraten.

lg,

amala
amala krähenfeder ist offline  
Alt 17.07.2007, 17:07   #3 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Selbst wenn man das aufsetzt beim Notar, als eine Art Testament, ist das im Todesfall nur als Anregung zu werten. Das Jugendamt trifft dann die endgültige Entscheidung.
Eine normale Patenschaft ohne Notar ist rechtlich in keiner Weise bindend - nur religiös.
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Lidania ist offline  
Alt 17.07.2007, 17:47   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Sternenwoelfin
 
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Richtig. Im Fall des Falles entscheidet das Jugendamt. Wenn aber ein notariell beglaubigtes Dokument vorliegt das Eure Wünsch diesbezüglich klar legt und das Kind eine gute Beziehung zum Paten hat kann das im, hoffentlich nie eintretendenn, Fall der Fälle hilfreich sei. Ein verbrieftes Recht lässt sich leider nicht ableiten.

Da ich ja welpenlos bin hat sich für mich die Frage nur auf andere Weise gestellt. Ich bin Patin meiner beiden Neffen. Diese wurde kirchlich getauft denn mein Bruder ist Christ. Witzigerweise gab es kein Vorgespräch mit dem Pfarrer und somit auch keine Probleme mit meinem Glauben. Ich war auch sehr erstaunt das ich gar nicht versprechen musste, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Ich sollte nur versprechen für es da zu sein und das konnte ich sogar ohne lügen zu müssen. Sollte der Fall der Fälle eintreten würde ich, auch ohne Patenschaft, für meine Neffe da sein. Das versteht sich in einem Rudel von selbst.

Ich könnte mir vorstellen das vielleicht ein kleines Ritual mit dem Kind, den Eltern und dem/den Paten eine gute Idee ist. Das unterstreicht die Wichtigkeit der Sache und markiert diese Veränderung (Pate übernimmt Verantwortung) für alle. Wie man das gestaltet ist wohl eine ganz persönliche Sache. Da kann man sich zusammenstellen was einem gefällt und wichtig ist.

Ich wünsch Euch beiden, vor allem aber Deiner Lady, alles Gute für die Geburt.

Liebe Grüße
Wölfin
Sternenwoelfin ist offline  
Alt 17.07.2007, 18:32   #5 (permalink)
Asen- und Vanentreuer MOD
 
Benutzerbild von Germane
 
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Ort: Im Lande Widukinds
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Beiträge: 358
Aloha!

Vielen Dank für die Antworten. Dann lag ich ja gar nicht so falsch.
Und vielen Dank für die Wünsche an meine Dame, werde ich ihr ausrichten.

Wir wollen auch, nach erfolgreicher Geburt, alle engen Freunde und Familie zum Essen einladen und somit dann offiziel den/die Kleine(n) willkommen heissen.


Der Götter Segen mit Euch
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Alt 17.07.2007, 18:51   #6 (permalink)
Milvus milvus
 
Benutzerbild von Eira Redkite
 
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Das ist eine sehr schöne Idee.

Bedenke aber: Macht es nicht kurz nach der Geburt! Drei Monate später sollte es auch ausreichen. Besonders die allererste Zeit mit dem neuen Erdenbürger ist sehr anstrengend, vor allem für die Mami. (Hab selber drei Senker und weiß, wovon ich rede ... )

Der Pate sollte aber - nach meinem Dafürdenken - von Anfang an mit dabei sein. Vielleicht nicht grad bei der Geburt, aber dann sogleich.

Eine Patenschaft einzugehen, heißt, Verantwortung zu übernehmen. Dafür, dass es dem Kind gut geht - aber auch dafür, dass das Kleine sich mal bei jemand anderem ausheulen kann, wenn Mami und Papi mal wieder soooo gemein waren

Patenschaft muss nirgends verschriftlicht werden, bei der christlichen Taufe wird im Kirchenbuch der Name des Paten schriftlich festgehalten.

Und: Meine Vorredner hatten Recht. Das Recht ist in Deutschland extrakompliziert, wenn es um Vormundschaft und Erbschaft usw. im Todesfall der Eltern geht ... Auch, was im Testament steht, findet nicht unbedingt seine Erfüllung - nicht einmal, wenn es notariell beglaubigt worden ist.

Insofern rate ich immer dazu, ganz zeitig mit einer Vorsorgeversicherung für diesen bösen Fall anzufangen. Damit es dem Kind wenigstens finanziell gut geht, falls was passiert. Lasst euch mal beraten bei eurer Hausbank.

Ich wünsche deiner Dame eine leichte Geburt und euch beiden ein Kind, das von der ersten Nacht an durchschläft! Alles Gute!

Eira Redkite
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Eira Redkite ist offline  
Alt 21.07.2007, 04:09   #7 (permalink)
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Servus!

Ich muß ja noch einmal kurz die Kindestaufe ansich ansprechen.
Ich weiß ja, daß diese, auch und vor allem in christlichen Kreisen "heiß" diskutiert wird. Aber weiß jemand, warum diese überhaupt eingeführt wurde? Hatte dies damals politische Gründe? Wenn ich mich recht entsinne, wurden die ersten Kindestaufen vollzogen, nachdem in Rom das Christentum im 4.Jahrhundert als Staatsreligion ausgerufen wurde.

Den Göttern zum Gruße
Germane
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Germane ist offline  
Alt 21.07.2007, 08:56   #8 (permalink)
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Meines Wissens hatte das mit der Säuglingssterblichkeit zu tun und der Überzeugung, dass jeder, der nicht getauft ist, in der Hölle schmoren muss, weil er nicht von Adams und Evas Schuld gereinigt wurde.
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Lidania ist offline  
Alt 21.07.2007, 12:38   #9 (permalink)
Drache vom Dienst (Admin)
 
Benutzerbild von StarFire
 
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Da gibt es einen guten Artikel in der Wikipedia dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kindertaufe

lg
SF
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Alt 25.07.2007, 16:57   #10 (permalink)
Draco Nobilis
 
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Meine Kinder haben erst im Alter von 4-6 Jahren Paten bekommen. Eigentlich hat es sich nur so lange hingezogen, bis wir uns recht klar darüber geworden sind. Aber es hat auch seine Vorteile, die Kinder waren sehr bewusst dabei, und sie haben sich die Paten teilweise selber ausgesucht, teilweise aber zumindest zugestimmt.

Bei uns war es jeweils ein richtig großes Ritual, über einen ganzen Tag hin, mit der ganzen (weiteren) Familie, so etwa 12 Anwesende, die Planung hatte sich über Wochen, und einige Treffen hingezogen. So hat es auch einen richtig großen Stellenwert für die Kinder. Letztens haben die 3 Kinder zusammen mit jeweils einem Paten einen Tagesausflug zum Paddeln gemacht, und die Kinder waren begeistert ... so etwas haben wir es uns erhofft.

BTW, diese Patenrituale waren mitnichten unreligiös, es waren viele naturreligiöse Elemente und Symbole dabei mit Anleihen von den alten Europäern.
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Grüße
Harser
Harser ist offline  
Alt 19.08.2007, 00:39   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von amala krähenfeder Beitrag anzeigen
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Apropos Notar. Hat hier Jemand schon Erfahrung in Bezug auf die Kosten, die die Beurkundung/Beglaubigung für eine Patenschaft, mit sich bringen würde?


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Alt 19.08.2007, 11:29   #12 (permalink)
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Die Beurkundung einer Patenschaft ist nicht sehr sinnvoll - ist für Jugendämter irrelevant. Verschwendetes Geld also.
Im Rahmen eines Testamentes kann man Personen seines Vertrauens nennen für solche Aufgaben. Die werden aber dann immer noch vom Jugendamt geprüft, wenn der Fall eintritt und es besteht keine absolute Garantie dafür, dass das Jugendamt der Empfehlung folgt.
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Lidania ist offline  
Alt 20.08.2007, 01:29   #13 (permalink)
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Sei geggrüßt Lidania!

Das keine Garantie besteht und das Jugendamt die Situation prüfen würde, ist mir bewusst.
Dann also würde es mich interessieren, wie es denn mit den Kosten für die Beurkundung eines Testamentes aussehen würde.

Mit sonnigem Gruß aus dem verregnetem Norden
Germane
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Alt 20.08.2007, 02:06   #14 (permalink)
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Was das heute kostet, weiß ich auch nicht - ich hab das vor etwa 20 Jahren gemacht und es war nicht besonders teuer. Aber ich glaube das richtet sich hierbei auch nach dem Vermögen, das es zu verteilen gilt - je höher der Wert desto höher die Kosten.
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Lidania ist offline  
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