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| Die Familie Hier sollen alle Fragen rund um das heidnische Leben innerhalb der Familie, die aufkommenden Probleme usw. besprochen und diskutiert werden |
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| Trancetanzbär Registriert seit: 10.03.2007 Ort: Witten Alter: 30
Beiträge: 38
| Hallo zusammen, bevor ich meine Frage zur Diskussion stelle, möchte ich kurz erzählen wie ich dazu gekommen bin. Ich bin 27 Jahre alt und seit sieben Jahren mit meiner Partnerin zusammen. Wir haben uns bei einer Pfadfinderaktion kennengelernt und schnell und lange ein Herz und eine Seele, dass viele sich gewundert haben, wie lange wir ausschließlich uns selbst genug waren... Krisen gab es äußerst selten, eigentlich nur eine wirklich heftige (wenn man von der aktuellen Situation absieht). Wir haben sofort "gewußt", dass wir für immer zusammen bleiben und heiraten wollten. Vor etwas mehr als zwei bis zweieinhalb Jahren ist sie krank geworden, wodurch sie sehr geschwächt wurde (dass ich manchmal sogar vefürchtet habe, ich verliere sie). Ich habe die ganze Zeit zu ihr gehalten, will heißen, dass ich fast den ganzen Tag bei Ihr gewesen bin, wenn sie im Krankenhaus lag, zu Hause versucht habe ihr das Leben möglichst schön zu machen und mich selbst und meine Bedürfnisse total zurück zu nehmen, dazu gehört, dass ich eineinhalb Jahre auf körperliche Liebe verzichtet habe (falls man das hier so schreiben darf). Dadurch ist sie immer mehr zu meinem Einzigen Lebensinhalt und ihr Wohlergehen zu meinem höchsten Ziel geworden. Seit letztem Frühsommer haben die Ärzte endlich die richtigen Medikamente gefunden um sie zu behandeln und es geht ihr seit dem immer besser. Im letzten August haben wir dann geheiratet. Einen Monat später hätte ich eigentlich, nach langer erfolgloser Suche eine Traumarbeitsstelle in Süddeutschland antreten sollen, die ich aber nicht annahm, weil ich nach so langer Zeit, endlich das Gefühl hatte, ein richtiges Eheleben führen zu können... Seit Dezember hat sie Kontakt zu einem neuen Freundeskreis (einem Fanclub einer bekannten Mittelalterband) und hat sich seit dem immer weiter von mir entfernt. Sie ist fast jedes Wochenende unterwegs gewesen und wenn sie zu Hause war, hat sie fast immer mit den Leuten gechattet oder war im Forum... Trotzdem habe ich versucht, sie immer zu unterstützen und weiter für sie da zu sein, bis ich das irgendwann nicht mehr geschafft habe, da ich dafür nichts von ihr bekommen habe (Nähe, Aufmerksamkeit). Das hat dazu geführt, dass ich mich selbst verachtet habe, weil ich mich immer wieder so erniedrigte. Es hat ein paar erfolglose Versuche gegeben, die Situation zu klären, aber die haben aus meiner jetzigen Perspektive nicht die wesentlichen Punkte berührt. Ende Februar habe ich dann versucht ihr klar zu machen, dass ich nicht mehr für sie da sein kann, wenn sie mir jeden Tag zeigt, dass ich ihr anscheinend egal bin. In dieser Woche, habe ich alles, was ich sonst noch für sie gemacht habe, eingestellt (was nebenbei gesagt eine echte Qual für MICH war, weil es mir wie gesagt immer mein oberstes Bedürfnis war, sie glücklich zu machen). Am Ende der Woche (sie war mal wieder unterwegs) habe ich versucht ihr einen Brief (email) zu schreiben, weil ich dass Gefühl hatte, dass ich mich so besser verständlich machen könnte, in dem ich versucht habe ihr klarzumachen, was ich fühle und was ich in der Beziehung brauche. Zwei Tage später kam die Antwort in der sie unter anderem schrieb, dass sie mich geheiratet hätte, weil sie das Gefühl gehabt hätte, dass alle das von ihr erwarten und weil sie gehofft hat, dadurch die Beziehung zu retten, da sie die schon seit mehreren Jahren als Krampf und Beengung empfunden habe. Sie müsse jetzt erstmal nur das tun, was sie wolle und dass sie durch ihre neuen Freundinnen gelernt habe, dass es Leute gebe, die so leben... Außerdem glaube sie, dass sich die Beziehung nicht in den nächsten Monaten wiederherstellen ließe und dass sie nicht wüßte, ob wir in ein bis eineinhalb Jahren vielleicht wieder einen Weg zueinander finden würden, vielleicht würde ich aber auch jemanden finden, der besser zu mir passt... Insgesamt hat sie mir eigentlich keine Wahl gelassen, als auszuziehen. Am dem Abend hat sie bei ihrem "besten Freund" Trost gesucht und ist mit ihm im Bett gelandet... Das alles hat mir echt den Boden unter den Füßen weggezogen. Seit dem wohne ich jetzt bei meinen Eltern und habe ihr ein Ultimatum von zwei Monaten gestellt, in der sie sich entscheiden soll, ob sie wirklich all das wegwerfen will, was uns verbindet, oder ob sie bereit ist, für eine Beziehung zu arbeiten. Danach werde ich selber die Konsequenzen ziehen, alle meine Sachen und Schränke zusammenpacken und versuchen mir ein neues Leben aufzubauen. Im Moment schwankt meine Gemütslage zwischen stark depressiv und einigermaßen stabil. Ob sie wirklich nachdenkt, weiß ich nicht - ich befürchte nicht. Ich weiß auch selber nicht mehr, ob ich ihr alles, was sie gemacht hat, verzeihen kann... So nun zu der Diskussion, die ich eigentlich führen wollte. Mein Vater und ich haben vor einigen Tagen über Ehe in der heutigen Zeit diskutiert (meine Eltern sind verheiratet, seit sie ca. 20 waren). Ich habe geäußert, dass ich echt Angst habe, niemanden zu finden der meine Vorstellungen von Beziehung/Ehe teilt, wenn sich das mit meiner Frau nicht retten läßt, weil meinem Gefühl nach, heute der Großteil der Menscheheit nur nach persönlicher Entfaltung und Befriedigung strebt und ein dauerhaftes Eheleben nicht durchhält, da es in jeder Beziehung auch mal kritische Phasen gibt, in denen man zusammen arbeiten muss um ein Fortbestehen zu erreichen. Außerdem wird immer mehr das Kribbeln im Bauch beim Verliebtsein hochstilisiert, als die einzig wahre Liebe (noch etwas, dass meine Frau mir vorgeworfen hat - das die Unbeschwertheit vom Anfang verloren gegangen sei...). Will denn keiner mehr wissen, was danach kommt? Ist die lebenslange Beziehung zugunsten von kurzfristigem Nervenkitzel zum Tode verurteilt? Bin ich ein Auslaufmodell, wie mich meine beste, und derzeit einzige Freundin am Freitag nannte? Wie sieht das die heidnische Gemeinschaft: Ehe mit Liebe und Arbeitswillen, dafür aber auch Sicherheit und Vertrauen oder Kurzzeitbeziehungen mit Verliebtsein und Trennung, wenn's zur Arbeit wird So, jetzt bin ich mal gespannt, wie andere darüber denken und ob ich wohl noch eine neue Chance bekommen könnte, meinen Lebenstraum zu verwirklichen... PS: Wem die Einleitung zu lang war, sollte sich vor Augen halten, dass das immer noch die stark gekürzte Version ist |
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| | #2 (permalink) |
| Waräger Registriert seit: 24.02.2007 Ort: nähe Heidelberg
Beiträge: 56
| Holla, das is ja wirklich hart... Ich wünsch dir viel Kraft, das Ganze durchzustehen. Also ich kann leider nichts zur Ehe sagen, aber kann sagen, dass ich ne zeitlang nur sehr kurze Beziehungen hatte und diese dann, wenn es etwas komplizierter wurde schnell beendet habe. Ich bin damit aber nie glücklich geworden. In meiner jetzigen Beziehung, versuche ich Probleme schnell gemeinsam zu lösen und ich werde auch für diese Beziehung arbeiten. Von daher wähle ich die erste von dir angegebene Option: Beziehung mit Liebe und Arbeitswillen, dafür aber auch Sicherheit und Vertrauen. Meiner Meinung nach die eindeutig bessere. Mögen die Götter dir beistehen, Gruß Matthias
__________________ Hugin und Munin müssen jeden Tag Über die Erde fliegen. Ich fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; Doch sorg ich mehr um Munin. (Grímnismál) |
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| | #3 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 09.03.2007 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 47
| Ich würde das nicht so als entweder...oder ... formulieren. Klar gibt es auch heute noch Beziehungen, die ein Leben lang halten. Diese sind dann aber nicht nur durch Arbeit sondern insbesondere durch Respekt für den anderen, Toleranz und Akzeptanz geprägt. Jeder geht seinen eigenen Weg, dass man dennoch miteinander läuft, ist wohl nicht immer ganz so einfach. "Das von der Ehe angestrebte Ziel ist eine spirituelle Vereinigung, die über die physische hinaus geht. Die menschliche Liebe, verkörpert durch die Ehe, ist eine Etappe auf dem Weg zur göttlichen oder universellen Liebe." (Gandhi) Ich selbst muss allerdings zugeben, dass ich für diesen Weg bisher auch nicht taugte... und es vorziehe, allein zu leben. Das richtige Maß an Nähe und Distanz ist nicht so einfach.Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel Kraft! |
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| | #4 (permalink) |
| Z.Z. away (Admin) | Hallo Gwydion, erst einmal, auch wenn es vielleicht nicht das ist, was Du Dir erhoffst, würde ich Dir raten wegen Deiner Depression professionelle Hilfe aufzusuchen. Das was Du schreibst kenne ich ziemlich gut, ist mir auch so gegangen... Du hast mein Mitgefühl und Verständnis, und auch ich wünsche Dir viel Kraft. Deine Frau ist schwer krank geworden, Du hast Dich für sie aufgegeben, Dein Lebensinhalt drehte sich nur noch um sie und jetzt geht es ihr besser, aber Eure Beziehung leidet darunter. So scheint es. ABER: Zum einen möchte ich sagen, dass ich auch Deine Frau verstehen kann. Ich weiss nicht, was sie hatte, aber wenn Du schreibst, dass Du zeitweilig Angst hattest, sie zu verlieren, interpretiere ich es mal so, dass sie wirklich sterbenskrank gewesen ist. Das ist natürlich nicht nur für Dich eine schwere Belastung, sondern auch für sie! Vermutlich wird sie das Verlangen und das Bedürfnis haben aufholen zu müssen, was sie bisher versäumt hat. Ich kann das durchaus verstehen. Ist sie genauso alt wir Du? Schwere Krankheiten verändern einen Menschen oft, grade wenn der Tod zum Greifen nahe ist, oder einen schon umklammert hielt. Da wird einem bewusst, was man vielleicht noch alles hätte tun wollen. Warum ich dies schreibe? Was das für Dich für ein Trost sein soll? Ein Trost wird es, das ist mir bewusst, nicht sein, aber der Versuch, Dir verständlich zu machen, warum sie sich so verändert hat. Und dass es mit DIR absolut nichts zu tun hat. Das Problem, was ich sehe ist (und woran Du unbedingt arbeiten solltest!), dass DU Dich über diese Zeit total vernachlässigt hast. Dass DU total zu kurz gekommen bist und angefangen hast, Dich über Deine Hilfe für sie zu definieren. Vielleicht hast Du auch ein kleines bisschen das Gefühl, dass sie undankbar Dir gegenüber ist? Wo Du alles für sie getan hast? Ja sogar eine super Gelegenheit FÜR DICH und DEINE/Eure Zunkunft hast flöten gehen lassen? Vielleicht bist Du auch (auch wenn Du Dir das nicht unbedingt eingestehen möchtest) wütend auf sie? Lass Dir gesagt sein: "Das ist vollkommen in Ordnung!" Du darfst wütend, enttäuscht, sauer, traurig und sonst etwas sein. Bitte tu Dir selbst einen Gefallen, und lasse diese Gefühle raus, egal wie. Sonst zerstörst Du Dich noch weiter. Und ich persönlich denke, dass Du auch in der Hinsicht die ganze Zeit über immernur geschluckt und geschluckt hast und dass eine ganze Menge in Dir "brodelt", was unausgesprochen geblieben ist. Wenn Du das Gefühl hast, mit Ihr darüber nicht reden zu können, dann schreib einen Brief, den musst Du ja nicht abschicken, wenn Du das Gefühl hast, sie damit nicht belästigen zu wollen! Pack ihn entweder weg oder zerreiss ihn oder übergib ihm dem Feuer... Alles ist erlaubt. Mir erscheint es wichtig, dass Du erst einmal wieder zu Dir selbst findest. Oder willst Du weiterhin alles für sie tun? Verstehe es nicht falsch, es ist ein "ehrenwertes" Verhalten, dem Partner (grade wenn es ihm schlecht geht) alles abnehmen zu wollen und alles für ihn zu tun. Aber hast Du die andere Seite betrachtet? Dass durchaus (wenn der Mensch wieder gesund geworden ist) dieses Verhalten als "Einengung" verstanden werden kann? Sprich, wenn Du ihr alles abnimmst, was sie jetzt schon wieder machen kann, wenn Du ihr ständig die Tüten vom Einkaufen abnimmst, weil Du meinst, dass sie das noch nicht kann, wenn Du sie überall hinfährst, oder tust und machst, weil Du der Meinung bist, dass sie dazu noch nicht in der Lage ist, ist vielleicht irgendwann ein Gefühl bei ihr aufgekommen, dass Du ihr nichts zu traust und das Du sie bemutterst. Und das hat dann dazu geführt, dass sie sich eingeengt in Eurer Beziehung fühlte. Ich hoffe, Du verstehst mich richtig, bei dem, was ich schreibe. Wie gesagt, dass was Du schreibst, kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Etwas ähnliches ist mir mit einem Partner von mir (allerdings waren wir noch nicht verheiratet damals und wenn ich darüber nachdenke, ist es auch ganz gut, dass unsere Beziehung damals in die Brüche gegangen ist) auch passiert... Mir ist damals meine ganze Welt zusammen gebrochen und ich war ebenfalls tief in einer Depression drin... Das gesamte Denken, das gesamte Handeln dreht sich nur um den Partner, man tut alles erdenkliche für ihn, reisst sich den Hintern auf und dann... wird man einfach "fallen" gelassen-Und die Welt bricht zusammen. Man stellt sich selbst in Frage und man scheint den Sinn des Lebens verloren zu haben. Aber weisst Du... Sich über einen anderen Menschen und dessen Liebe zu einem zu definieren, ist eine unglückliche Sache. Tu Dir selbst einen Gefallen: Finde Dich selbst! Und heile Dich erst mal! Du hast in all der Zeit für sie getan und gemacht, was in Deiner Macht stand, bis hin zur Selbstaufgabe, alles für (oder sollte ich eher sagen "wegen"?) sie (ihr). Auch nachdem sie gesund war. Eine Beziehung besteht immer aus einem Geben UND Nehmen. Natürlich ist es eine lange Zeit schön, alles vom Partner zu bekommen, jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird, welche Frau mag das nicht? Aber andererseits kann dies nach einer Zeit auch "nervig" oder "langweilig" werden (und das nicht nur für Frauen, das Gleiche gilt übrigens auch für Männer!!!-Jedenfalls nach meiner Erfahrung, und da ich nun mal eine Frau bin, kann ich nur aus dieser Erfahrungsperspektive schreiben... Frauen interessieren mich nicht ) und dass man sich dann, wie gesagt bemuttert und eingeengt fühlt.Bei aller Nähe, Liebe und dem Gefühl, eine Einheit zu sein, darf nie vergessen werden dass beide, Mann und Frau, Individuen in ein Beziehung sind, die ihre Freiräume (durchaus auch ohne Partner) brauchen, die ihren eigenen Weg haben. Vielleicht solltest Du auch noch mal über Deine Definition oder Dein Bild von Ehe nachdenken? Eine Ehe (oder auch einfach nur eine feste und ernste Beziehung) bedeutet in meinen Augen kein Gefängnis, wo der andere dem anderen Vorschreiben kann oder muss, was der andere zu tun oder zu lassen hat. Auch in einer Ehe MÜSSEN Freiräume da sein. MUSS Platz für einen gemeinsamen UND unterschiedlichen Freundeskreis sein. Es MUSS auch Platz für gemeinsame UND unterschiedliche Hobbies dasein. Und jeder muss seine Rückzugspunkte haben, ansonsten geht man sich früher oder später auf die Nerven Selbst wenn man ein Herz und eine Seele ist, vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes ![]() Tja, Ehe als "Zeitabschnitt" oder "fürs Leben"... Hmmm... Ich glaube unsere Vorstellung von Ehe ist sehr vom christlichen Verständnis von Ehe geprägt, sprich: Eine Ehe MUSS auf Teufel komm raus bis ans Lebensende durch "gute und schwere Tage" bestehen. Ich persönlich denke: "Nö!-Auf gar keinen Fall!" Wenn ich mit meinem Partner nicht über Probleme reden kann, wenn er mich verprügelt, vergewaltigt oder anderweitig "missbraucht" (das schließt auch seelischen Missbrauch mit ein) oder ähnliches, dann gehe ich. Was interessiert mich im anbetracht meines körperlichen und seelischen Wohles dann noch mein Eheversprechen? Ich habe mich ähnlich wie Du, Jahre lang für die Bedürfnisse anderer Menschen Grenzen-los eingesetzt und darüber hinaus mich selbst verleugnet, und mich über "Resonanz" anderer definiert. Das ist kein Leben, das ist ein "gelebt werden". Und eine Ehe ist in meinen Augen ein GEMEINSAM MITEINANDER leben. Kann man dies nicht, weil man feststellt, dass man doch zu verschieden ist, oder weil man denkt, jetzt, wo man offiziell miteinander Verheiratet ist muss man den "Normen" entsprechen und sich eben wie ein "altes Ehepaar" verhalten, in dem jeder halt seinen Part hat und man nur noch zusammen etwas unternimmt, aber dies nicht den Vorstellungen entspricht, dann sollte man durchaus getrennte Wege gehen, wenn man in der Hinsicht keine Veränderung zustande bringt. Ehe als "Bund fürs Leben" funktioniert in meinen Augen nur dann richtig, wenn zum einen beide Seiten etwas dafür tun, aber gleichzeitig auch jeder seine Freiheiten hat. Daher mein wirklich gut gemeinter Rat: Suche Dir professionelle Hilfe. Guck mal HIER rein. Da haben wir ein paar Anlaufstellen aufgelistet. Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke Siat
__________________ Ich bin zur Zeit selten online, bei wichtigen Dingen bitte eMail schreiben oder StarFire anschreiben! Von den Hohen erschaffen zu lernen, zu lehren, zu wachen Geboren in der Sterne Welten Wandern und wandeln sie Die Drachen ©Siat Forenregeln Unsere MemberMap |
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| | #5 (permalink) |
| filia irata is back;) MOD Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Leverkusen Alter: 53
Beiträge: 1.306
| Au weh.... das klingt nicht gut. Zunächst mal zu Deiner Frau: Sie hat durch die frühe schwere Krankheit, die sie in ihrer persönlichen Freiheit doch stark eingeschränkt hat, höchstwahrscheinlich so etwas wie einen Nachholbedarf in Sachen Ellbogenfreiheit. Sie war lange Jahre auf Menschen angewiesen, insbesondere auf Dich und das kehrt sich jetzt gerade in's Gegenteil um. Ich vergleiche das immer gerne mit einem Pendel, das, wenn es zur einen Seite stark ausgeschlagen hat, dies zur anderen Seite auch tut. Ich glaube noch nicht mal, dass Deine Frau Dir absichtlich weh tut, sondern dass sie einfach nicht darüber nachdenkt und ihre neu gewonnene Freiheit als ihr volles Recht ansieht. In dieser Situation möchte sie sich von dem "Pfleger", den sie vielleicht inzwischen in Dir sieht, lösen. Sie sieht zur Zeit in Dir wohl eher nicht mehr den Ehemann. Dazu kommt noch, dass Du Dein Leben ganz in den Dienst des ihren gestellt und Deine eigenen Bedürfnisse völlig zurückgestellt hast. Sie hat also während der schweren Zeit nie Rücksicht auf Dich nehmen müssen. Und jetzt tut sie es auch nicht. Das klingt alles ganz furchtbar - ich weiß. Aber........... Lieben besteht nun mal aus Geben UND Nehmen, aus Vertrauen und Empathie. Liebe ist das, was zwei Menschen tief miteinander verbindet, wenn die VERliebtheit vorbei ist, dieses - wie Du so schön gesagt hast - "sich selbst genügen". Bei der echten Liebe (nach der Verliebtheit) steht nicht das Äußere und Körper im Vordergrund, sondern der Mensch mit seiner ganzen Persönlichkeit. Nun aber zur Ehe an sich: Ich finde sie eine sehr gute Einrichtung, um Hals-über-Kopf-Entscheidungen noch mal zu überdenken, das soziale Miteinander immer wieder neu zu üben und vor allem dann, wenn Kinder in die Beziehung geboren werden. Allerdings habe ich am eigenen Leib erleben müssen, dass meine erste Ehe nach 21 Jahren nicht mehr das war, was wir uns darunter vorstellten. Also trennten wir uns. Meine Kinder sind alle erwachsen und ich bin in einer neuen, wunderschönen Beziehung und auch wieder verheiratet. Ehe ist für mich eine besondere Form der Bindung, wenn man liebt. Verantwortung übernehmen und Kompromisse schließen können gilt für jede Beziehung, aber in der Ehe bekommen diese Fähigkeiten mehr Gewicht, finde ich.
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| | #6 (permalink) | ||
| Z.Z. away (Admin) | Zitat:
Zitat:
Du sprichst mir wiedermal aus der Seele
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| | #7 (permalink) |
| Amalas Wikinger Registriert seit: 21.01.2007 Ort: im blanken Loch Alter: 37
Beiträge: 322
| Ich kann mich der Bergtrollin und Siat nur anschliessen. Mit dem "Eingesperrt sein" und "Einsperren", dem Anspruchsdenken und den Forderungen aus Kränkung und Ungerechtigigkeit heraus beginnt das Unglück. Das hatte ich teilweise auch erlebt und es frisst einen von innen her auf. Das kannst und solltest Du auf keinen Fall mitmachen. Denn daran kann man nur kaputt gehen. Zur Ehe: Eine Ehe ist auch aus meiner Sicht ein sichtbares Symbol für den Wunsch dauerhaft zusammen zu bleiben, aber sicher keine Garantie oder eine Fessel. Ob das ein/mehrere Leben lang hält? Ja, so hoffe ich immer inständig für alle. Aber erzwingen kann und sollte das (wie man an der Scheidungsrate sieht) eben niemand. Zu Deiner Situaltion: Vielleicht hilft es Dir, Deine Gefühle und ja, auch Deine Vorwürfe mal ganz ungefiltert auf sie zu schleudern und Du wirst überrascht sein, was sie zu antworten hat. Sie hat dazu sicher auch eine Menge zu sagen. Denn falls es noch etwas zu reden gibt, wäre jetzt der Zeitpunkt davon zu sprechen, oder es endgültig zu lassen, so meine ich. Und sollte es eben keine Phase von ihr sein (so interpretiere ich das mal), sondern eine Entscheidung, dann wird dieses offene Gespräch zwar viele negative Gefühle/Aspekte auflösen und klären können, aber die Enscheidung wird es höchstwahrscheinlich nicht verändern. Das sollte Dir klar sein. Man kann nur in den seltensten Fällen einen wilden Vogel überreden in einen Käfig zurückzukehren. Ich weiss, ich habe jetzt keine besonders tröstende Worte gesagt und es wird Dir wahrscheinlich sehr herzlos und hart vorkommen. Es ging mir aber dabei wirklich nicht darum Dich zu verletzen oder Deine Gefühle zu verunglimpfen. Vielmehr wollte ich Dich aufrütteln und es sollte Dir klar sein, dass Du Dich zuerst selbst wiederfinden musst, damit Du wieder frei entscheiden und Dein Leben wieder aufnehmen kannst. Sie macht das gerade (soweit ich das verstanden habe). Du solltest das auf alle Fälle auch tun. Nur so kann ein Schuh daraus werden (mMn). Und wer weiss, was vielleicht einige Zeit später noch passieren mag ... Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und Selbstvertrauen loszulassen, wenn das die Entscheidung sein sollte. Ein Sprichwort sagt: Wer seine Hand fest verschließt, besitzt nichts. Wer die Hand öffnet, hält die ganze Welt in seiner Hand. der mutmachende Haigal
__________________ Von Insel zu Insel steuernd jeden Tag eine neue Welt entdecken und nun endlich angekommen. |
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| | #8 (permalink) |
| Heidschnuckel Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Cork, Irland Alter: 23
Beiträge: 60
| Erstmal Viel Glück und Stärke um diese Situation zu meistern! Ich muss gestehen das ich in der Vergangenheit immer diejenige war, die eine Beziehung irgendwann beendet hat weil es mir nicht genug war, Langeweile und Alltag einkehrte und irgendwann nicht das da war was ich gesucht hab. Nach meiner letzten Beziehung war ich der Meinung das ich eben einfach noch nicht so weit bin und den richtigen halt auch noch nicht getroffen habe. Um ehrlich zu sein war mir in jeder Beziehung bisher von vornherein klar das sie "bald" zu Ende sein würde, ich wusste das es nichts von Dauer ist, und das obwohl ich richtig "altmodisch" eingestellt bin. Ich will heiraten, Kinder und irgendwann auch meine Goldene Hochzeit feiern (und wohlgemerkt zu dem Zeitpunkt noch immer glücklich in meiner Ehe sein )Heiraten ist für mich persönliche eine endgültige Sache an der beide Partner arbeiten müssen und sollten, auch wenn es bedeutet das einer seine persönlichen Wünsche auch mal zurückstecken muss für den den man liebt. Trotzdem weiß auch ich, das man nie eine Garantie für die Liebe hat. Aber dran arbeiten, was dafür tun, bereit sein sich auch mal kurzfristig aufzugeben, das kommt einer Garantie manchmal schon recht nahe, finde ich. edit: Versteht sich von selber das diese Punkte auf beide Partner bezogen sind. Wenn nur einer was für die Beziehung tut ist das zum Scheitern verurteilt.
__________________ How sweetly lies old Ireland emerald green beyond the foam awakening sweet memories calling the heart back home -Irish Proverb- |
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| | #9 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| hallo gwydion, zunächst einmal möchte ich dir mein mitgefühl aussprechen. es tut weh, wenn sich die menschen, die wir lieben, von uns entfernen. ich wünsche dir sehr, daß sich alles zum besten wendet - für euch alle. manchmal erscheint uns eine situation so ausweglos, daß wir verzweifeln mögen, aber ich möchte dir darin auch mut machen. das, was dich jetzt belastet, kann eines tages dein größtes glück werden. ich glaube, ich darf behaupten, daß ich eure situation ziemlich gut nachvollziehen kann. ich war selbst zwei jahre krank und knapse daran noch immer herum. mein ehemann hat sich in dieser zeit, in der ich extrem lange im krankenhaus lag, aufopfernd um mich gekümmert, worunter er natürlich auch sehr litt. vieles blieb liegen, er hatte kaum zeit, etwas zu tun, das ihm gut getan hätte, unsere familie litt darunter (unser sohn lebt seit ausbruch meiner krankheit bei den schwiegereltern). kurzum, alles war (und ist noch) ziemlich heftig. bei uns ist jetzt der punkt erreicht, wo wir zaghaft (und auch erst seit ein paar tagen - ist alles sehr frisch) beginnen, uns ein neues-altes leben aufzubauen. die krankheit und das lange eingesperrtsein (körperlich, geistig und seelisch) hat uns beide verändert, mich allerdings wohl noch mehr als meinen ehemann. unsere beziehung war 12 jahre...nun ja...mehr oder weniger monogam definiert. ich sage mehr oder weniger, weil ich die freiheit von meinem ehemann geschenkt bekommen habe, meine bisexuelle seite auszuleben, wenngleich diese beziehung zu meiner ex-freundin scheiterte. jedenfalls spürte ich, bereits als ich noch im krankenhaus lag, daß sich 'irgendwas' in mir geändert hatte, konnte es aber nicht benennen. als ich wieder daheim war, spürte ich es umso mehr, hatte keinen namen dafür und ja, es machte mir auch ein wenig angst - wie man eben oft angst vor neuen dingen hat, die sich nur vage ankündigen. und dann passierte etwas, was einschlug wie eine bombe. ich fand einen menschen (wieder), der mich absolut komplett macht. wir übersprangen die phase des verliebtseins - es war direkt liebe. von anfang an ließ ich meinen ehemann daran teilhaben, denn für uns sind die basis einer ehe die folgenden drei dinge: liebe, vertrauen, kommunikation. ich hätte nichts hintenherum mauscheln können - er hätte es bemerkt. obendrein ging es dabei nie um die abreaktion irgendwelcher triebe. ich sage es mal knallhart: eine affäre hätte ich echt einfacher haben können. und auf einmal stand ich da wie vom blitz gerührt, als mir aufging, daß ich - die ich mich immer für total monogam hielt! - zwei männer liebe. das seltsame für mich war, daß ich damit nie ein problem hatte. und auch meine männer haben damit kein problem, mal abgesehen von gewissen ängsten, die ich aber für sehr natürlich halte. ich kann nicht sagen, warum sich die fessel der monogamie plötzlich von meinem ehemann und mir löste, aber ich vermute, daß es damit zu tun hat, daß wir alle spüren, daß es so und nicht anders richtig ist, allen pseudomoralischen gesellschaftlichen konventionen zum trotz. was ich damit sagen will: die ehe ist für mich ein zeugnis absoluter lieber und absoluten vertrauens. ja, sie ist etwas heiliges! meine ehe bin ich eingegangen, weil ich mir sicher war (und bin!), daß ich mit diesem mann alt werden und mein leben teilen will, in guten und schlechten zeiten. ich würde wohl alles für meinen mann / meine männer tun. und jetzt kommt das aber ![]() eine ehe ist kein gefängnis und darf auch keines sein. die liebe soll einen frei machen, sie soll beflügeln, heilen, glücklich machen, erfüllen und alles schenken (ja, auch die vermeintlich negativen dinge). für viele menschen ist ehe gleichbedeutend mit monopolisierung und freiheitsberaubung - und das finde ich unendlich schade. ich bin meine ehe bewußt und aus freiem willen eingegangen, aber ich habe meine persönlichkeit, mein ego, nicht am eingang abgegeben. ich bin immer noch ich. und das ich kann sich ändern - es muß sich sogar ändern, ansonsten wäre jeder tag eine gleichförmige wiederholung und die liebe würde sterben. liebe hat viel mit arbeit zu tun und ich weiß, daß es schwer sein kann, loszulassen, wenn man das gefühl hat/te, daß man sich am anderen festhalten muß, um stehen zu können. aber genau das darf ehe / "liebe" nicht sein: definition der eigenen persönlichkeit. es muß (mindestens ) zwei starke ichs geben, damit es ein starkes wir geben kann. ich kann sehr gut verstehen, wie du dich jetzt fühlen mußt. du hast dich aufopfernd um deine frau gekümmert und es verletzt dich, daß sie gerade die freiheit sucht. aber ich kann auch gut verstehen, wie sie sich fühlt. durch ihre krankheit war sie eingesperrt und der duft der freiheit ist sehr verlockend (und das ist auch gut so...). der einzige weg, den ich für euch sehe, ist der: sprich mit ihr (keine mails). setzt euch zusammen und redet miteinander, schält nach und nach die ganzen panzer von euch, bis ihr euch gegenübersitzt und euch nicht hinter verletzungen, enttäuschung oder anderen dingen versteckt. seid offen miteinander. ich kenne weder dich noch deine frau, aber womöglich liebt sie dich doch noch genau wie am anfang und ist schrecklich irritiert über ihren wunsch nach freiheit. die gesellschaftlichen konventionen ("ehe = monopol", "man kann und darf nur einen menschen lieben", "ehe heißt besitzen und besitz-sein" etc.) liegen tief in uns verankert und oft reflektieren sie unsere ängste. redet über eure befürchtungen und eure wünsche, eure hoffnungen und eure gefühle. in harten zeiten kann sich viel müll ansammeln, den man beseitigen muß, ehe man einen weg finden kann. vielleicht noch ein tip aus persönlicher erfahrung: sperr sie nicht ein. je verzweifelter du das versuchst, desto mehr wird sie ausbrechen wollen. ich selbst bin ich stark freiheitsbedürftiger mensch - wenn man mich einzusperren versucht, breche ich aus, aber wenn man mir alle freiheit läßt, will und brauche ich sie nicht und bleibe freiwillig. was das verhalten deiner frau ganz deutlich zeigt, ist, daß eine phase des umbruchs gekommen ist. sie hat angefangen, sich nicht nur über dich bzw. eure ehe zu definieren und ich halte es für wichtig, daß auch du beginnst, dich als eigenständigen menschen zu erkennen. ja, ich weiß - das kann wehtun, aber es lohnt sich. ich wünsche dir und euch alles gute! liebe grüße, amala |
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| | #10 (permalink) |
| Fliegevieh Registriert seit: 30.01.2007 Ort: Nähe Freiburg Alter: 20
Beiträge: 219
| Um neben den ganzen (sehr guten) Ratschlägen auch noch was zu dem Titel-Thema zu sagen: Du bist kein Auslaufmodell mit deiner Vorstellung von Ehe und einer "ernsteren" Beziehung. In meiner Generation sehe ich ständig Menschen, die immer so 2-Wochen-Beziehungen führen, damit aber nie glücklich werden. Ich und meine Freundin brauchen einen "Anker" im Leben, und wir wissen beide, dass eine "offene" Beziehung, wie sie in unserem Alter normal ist, uns nichts nützen würde, sprich wir sind selbst mit 17 schon auf nem Level, auf dem wir uns nach sowas wie einer Ehe oder etwas entsprechendem sehnen, bzw. es zumindest akzeptieren und uns der Herausforderung stellen wollen. Ich bin auch der Meinung, dass man letztendlich mehr Freude an etwas hat, was einen viel Herzschmerz gefordert hat, es aufzubauen. Und dass es sich lohnt, einen Menschen nicht erst zwei-drei Wochen zu kennen sondern vielleicht drei-vier Jahre, bevor man den nächsten großen Schritt wagt. Ehe als Zeitabschnitt (mit einem bestimmten Nutzen)? Nein, denn dann wird sich die volle Wirkung nie erschliessen ^^
__________________ Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht? |
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| | #12 (permalink) |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.398
| Das meiste wurde wohl schon gesagt. Was mir noch bleibt ist auf einen Punkt hinzuweisen der irgendwie unterzugehen scheint. Die Antwort Deiner Frau auf Deine Mail sagt recht deutlich das Eure Ehe, jedenfalls von ihrer Seite aus, aus völlig falschen Voraussetzungen geschlossen wurde. Es mag hart klingen aber ein gewisses Maß an Realität ist, gerade in emotional schwierigen Situationen, sehr wichtig. Ich glaube nicht, dass die Krankheit Deiner Frau etwas mit Eurer Trennung zu tun hast. Es scheint mir eher ein Vorwand zu sein, sich aus einer Ehe zu schleichen die sie wohl gar nicht wollte. Vorher war es ihr nicht möglich aber jetzt, wo sie wieder gesund ist, kann sie es und nun tut sie es auch. Ich habe ein ähnliches Verhalten schon öfters erlebt. Sicherlich verändert man sich durch eine Krankheit aber es gibt keinen Grund deshalb eine Ehe aufzugeben denn keine Krankheit der Welt kann Liebe verändern und Freiheit ist etwas, das man in sich selbst findet. Dazu braucht es keinen von Außen. Ich finde, Du hast sehr gut reagiert. Auszuziehen war wichtig. Ebenfalls das Ultimatum. Jetzt ist es an der Zeit, an Dich zu denken. Trauere um Deine Ehe und wenn die Zeit der Trauer vorbei ist, mach Dich auf wieder zu leben. Da draussen gibt es viele, die denken wie Du und die ganz ähnliche Vorstellungen von Liebe und Ehe haben. Ich habe die Erfahrung gemacht das man sich findet, auch unter vielen, die anders denken. Es gibt die Frau, die Deine Werte und Vorstellungen teilt und sie wartet auf Dich. Nimm Dir die Zeit diese Beziehung abzuschließen und dann öffne Deine Augen. Vielleicht steht sie schon in ein paar Monaten neben Dir im Bus, der Disko oder fällt im Wald über Deine Füße. Die Aussage mit dem Auslaufmodel finde ich sehr bezeichnend. Ist man ein Auslaufmodel wenn man eine feste Beziehung möchte, Sicherheit und Liebe? Ist man dann old fashioned? Wenn dem so wäre dann müsste ja dieses Konzept der Beziehung veraltet sein und nichts taugen. Nun, wenn man sich die Mühe macht sich die Menschen genauer anzusehen, die diese neue Art von Beziehungen leben, diese offenen, unverbindlichen, just-for-fun-Beziehungen ohne Verantwortung für und Ansprüche an den anderen dann wird man finden dass all diese Menschen sehr unglücklich sind und in der Tiefe ihres Herzens genau das suchen, was sie so als old fashioned bezeichnen. Insofern ist ein Auslaufmodell zu sein in diesem Zusammenhang wohl eher ein Kompliment und spricht für Dich und die Qualität dessen, was Du zu geben bereit bist und ich bin mir ganz sicher, das es viele Frauen dort draussen gibt, die genau das zu schätzen wissen. Ich wünsche Dir alles Gute. Liebe Grüße Wölfin |
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| | #13 (permalink) |
| Chaot von Dienst Registriert seit: 11.02.2007 Ort: in meiner kleinen Oase Alter: 26
Beiträge: 45
| Hallo Gwydion, Ich möchte dir mein tiefes Mitgefühl aussprechen. Das muss die Hölle auf Erden sein. Ein bisschen kann ich dir das nach empfinden. Ich habe 4 Jahre lange eine Beziehung geführt, für die ich mit 18 Jahren hunderte von Kilometern von meinen Eltern und Freunden weg gezogen bin (was mir sehr sehr schwer gefallen ist) und wir dachten beide das sie auch im Hafen der Ehe (wie es so schön heißt) eines Tages ankommen würde. Er war nicht nur der Mann den ich mal heiraten wollte, sondern auch mein bester Freund. Ungefähr das letzte Jahr dieser Beziehung lief dann nicht mehr so gut. Ich habe gekämpft (liegt in meiner Natur), sehr viel zurück gesteckt und auch mich auf diese Beziehung fokusiert, vorallem als ich merkte,das mein damaliger Freund immer mehr von mir entfernte. Das Ende vom Lied war, dass er mich betrogen hat (2 Monate lang)und nicht mal den Mum hatte es zu zugeben sondern ich von ihr erfahren habe. das hat mir das Herz in viele kleine Teile zerbrochen. Wir haben dann noch 3 monate zusammen gewohnt (wegen der kündigungsfrist der wohnung) und dann bin ich ausgezogen. Ich hatte nicht nur meinen freund verloren sondern auch noch meinen besten Kumpel, den ich so in dieser situation brauchte. ABER ich möchte dir eins sagen. Ich bewundere sehr was du für sie getan hast. Aber ich habe gelertn das es nie gut ist, nicht für dich, nicht für sie und nicht für euch, wenn man sich aufgibt. erlebe dich wieder, verfolge deine Interessen und entdecke dich neu! versuche wieder zu dir zu finden. Glaub mir das ist ein so unheimlich gutes gefühl!!! Ich bin mir sicher ,dass sie dir nicht weh tuen will, aber wie meine Vorredner glaube ich auch, dass sie nach der harten Zeit die sie, die ihr, hinter euch habt, wieder Leben muss, und spüren was es heißt wieder zu leben. Das aufholen, was sie verloren hat. Menschen verändern sich. Vorallem wenn sie so was durch machen ...ich will dir nicht weh tun, ich möchte dir nur zeigen, dass es weiter geht, und das es auch wieder gut werden kann, vielcith nur nicht auf die Art und weise, wie du es dir erhoffst. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich versuchen mir wieder ein Leben aufzubauen, ganz viel trauern, denn das is unheimlich wichitg, dass man seine gefühle raus lässt, auch wenn man denkt das man es nicht aushalten kann, es is besser als alles in sich reinzufressen, denn dass frisst einen irgendwann auf, und versuchen wieder mit ihm/ihr ne Freundschaft aufzubaun, wenn die zeit dafür reif ist. das gibt ihr den freiraum den sie jetzt braucht, udn euch die chance euch eventuell wieder anzunähern. Bei mir hats geklappt. Er und ich haben zwar unsere Beziehung verloren, aber uns verbindet immer noch ein tiefes Band der Freundschaft... und das kann auch unheimlich viel Kraft geben... zum Thema: Auch wenn ich ehr zu den Jüngeren gehöre mit meinen 23 Jahren, möchte ich sagen, dass du nicht allein stehst mit deiner Auffassung. Ich strebe auch danach den Deckel für meinen Topf zu finden, möchte ihn heiraten und mein Leben mit ihm verbringen. Hatte noch nie was übrig für kurze Beziehungen ohne gefühl, dementsprechend dauert es auch lange bis ich mich verliebe. Aber Fakt ist, das man nie wissen kann wie viel zeit einem Zusammen bleibt. Menschen verändern sich und das ist gut so. Ich glaube die Kunst ist, in einer Beziehung sein ICH nicht zu verlieren und das WIR zu finden. Man muss sich Freiräume geben. Dann bekommt man auch Nähe… Ich finde man sollte für eine Beziehung kämpfen... wenn sie es wert ist... … Das ist was ich gelernt habt… und glaube mir es geht weiter… irgendwann wirst du wieder lieben können… wann und wen wird sich zeigen, aber es wird passieren und zwar dann wenn du es am wenigstens erwartest (so ging es mir- warum solls dir nicht auch so gehen können) *knuddel* Jarnauga
__________________ "Das Schönste, das wir erfahren können, ist das Rätselhafte. Es ist die Quelle aller wahren Kunst und Wissenschaft.Wem die Emotion fremd ist, wer nicht mehr innehalten kann, um zu staunen und von Ehrfurcht erfüllt dazustehen, ist so gut wie tot; seine Augen sind verschlossen." Albert Einstein |
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| | #14 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 10.03.2007 Ort: Witten Alter: 30
Beiträge: 38
| Erstmal Danke! für die vielen Ratschläge und offenen Meinungen! Was die professionelle Hilfe angeht, da habe ich Dienstag einen Termin. Ich habe in den knapp zwei Wochen, seit meinem Auszug aber auch so schon viel über mich gelernt, was mir vorher nicht klar war, z.B. was Siat sagte, dass sie sich allein schon durch meine "Bemutterung" eingeengt fühlte und dadurch, dass sie mein einziger Bezugspunkt geworden ist (All das, was mir inzwischen klargeworden ist, steht auf mittlerweile 50 Seiten eines Tagebuchs, dass ich seit Montag schreibe...). Daran mich selbst wiederzufinden und zu einer starken Persönlichkeit zu werden arbeite ich ebenfalls. Das Problem ist, dass ich seit meiner Schulzeit eher introvertiert bin und einen gewaltigen Mangel an Selbstbewußtsein habe (das was ich besessen habe, habe ich immer aus der Beziehung zu ihr geschöpft), so dass das noch ein gutes Stück Weg werden wird. Mit dem mit ihr reden ist das so eine Sache, da sie sich im Moment total von mir zurückgezogen hat, nicht mit mir reden will und auch keine mails beantwortet. Auch zuvor waren Gespräche immer schwierig, weil wir es irgendwie immer geschafft haben, das gleiche sagen zu wollen, aber es dem anderen so vermittelt haben, dass beide sich mißverstanden fühlten. Ich kann im Moment nur darauf warten, dass sie von sich aus gesprächsbereit ist und mich bis dahin darum kümmern, (wieder) ein "Selbst" aufzubauen. Noch mal speziell an Siat: Viele von den Dingen, die Du gesagt hast, habe ich mittlerweile auch selbst erkannt, sowohl im Bezug auf mich, als auch was Ihre Motive angeht. Ich glaube ich gehe da sogar noch ein Stück offener ran, als meine Eltern. Das mit der Wut ist so eine Sache. Ich wünschte manchmal, ich könnte endlich Wut für sie empfinden, aber im Moment ist da (noch?) nur Verletztheit und Endtäuschung... Ich glaube Wut würde vieles leichter machen, aber (leider) brauchte es immer schon einiges um mich wütend zu machen. Vielleicht ist es auch immer noch die Vorstellung, dass ich an all dem Schuld sei, das es mir nicht möglich macht, wütend zu werden. Sie ist übrigens 25. Danke nochmal für die vielen Antworten, Ratschläge und Sichtweisen, jetzt ist es erstmal Zeit für mich schlafen zu gehen, deswegen schaffe ich jetzt auch keine weiteres Schreiben mehr... |
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| | #15 (permalink) |
| Fliegevieh Registriert seit: 30.01.2007 Ort: Nähe Freiburg Alter: 20
Beiträge: 219
| Ich meinte eher die "jugendliche" und "erwachsene" Beziehungsart. Mit ersterem meine ich diese 2-Wochen-Beziehungen, die beendet werden, sobalds mal kompliziert wird oder ein bisschen kracht. Mit "erwachsen" meine ich, dass die Bedürfnisse dann nicht mehr so einseitig sind wie in der Jugend, dass man eine Gemeinschaft will und nicht nur körperliche Befriedigung und ein wenig Abwechslung (ja, ist jetzt überspitzt ausgedrückt), und dass man sich aufgrund diesem Wunsche nach Gemeinschaft eben auch um diese kümmern muss.
__________________ Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht? |
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| | #16 (permalink) |
| Gesperrt Registriert seit: 20.01.2007 Alter: 32
Beiträge: 2.370
| danke, tanael, das klingt gut für mich....ich hätte nämlich echt protestiert, wenn du offene beziehung mit "alles ist easy, weil man sich nicht umeinander schert" gleichgesetzt hättest. wenn die gefühle echt und tief sind, ist es das nicht... |
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| | #17 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| @ Tanael: Ich denke aber, in der Jugend ist das ganz normal, da man gerade dabei ist, sowohl sich selber als auch das Thema Liebe und Beziehung für sich zu entdecken, und viele Leute verändern sich in dem Alter sehr schnell und sprunghaft... Auch hat man zwischen Schule, Ausbildung, Elternhaus etc. meist noch nicht so die Ruhe, sich auf eine Beziehung einzulassen, vieles bleibt oft so in der Luft hängen. @ Gwydion: Alles Gute für dich! Viel zum Thema hinzufügen kann ich gar nicht mehr. Ich denke immer, es gibt für jeden Menschen irgendwo einen optimalen Weg... man muss sich nur finden lassen
__________________ omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est |
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| | #18 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 10.03.2007 Ort: Witten Alter: 30
Beiträge: 38
| Nachtrag zu den von mir gesagten Dingen... ich habe gerade noch mal alles, was bis jetzt geschrieben wurde sorgfältig gelesen (gestern nach 9 Stunden Sauna mit meiner Familie war ich ziemlich geschafft und habe eigentlich nur noch das Bedürfniss nach meinem Bett und meiner Schlaftablette gehabt). Dabei ist mir aufgefallen, dass mein Ehebild vielleicht ein wenig falsch rübergekommen ist, möglicherweise auch dadurch, dass ich es gar nicht konkret definiert habe... ![]() Das möchte ich nachholen, da ich das Gefühl habe, der eine oder andere hat mich als zu besitzergreifend empfunden. Also für mich ist es im Grunde ebenso wichtig, dass in der Ehe beide Partner als Persönlichkeiten bestehen bleiben (oder nach der Phase der Verliebtheit wieder von einander abgrenzen). Jetzt wird der eine oder andere sagen, dass ich das selber nicht getan habe - das ist mir mittlerweile auch klar geworden, in der entsprechenden Situation hatte ich nur dummerweise nicht die Bestrebungen noch eigenen Interessen nachzugehen, zumindest nicht mehr als ein paar... Ich bin jemand, dem es sehr schwerfällt, auf andere Leute zuzugehen und besonders Freundschaften zu schließen, was wahrscheinlich zum großen Teil in meiner eigenen Unsicherheit begründet liegt, aber ich schweife ab... Also ich finde schon, dass sich jeder in der Ehe, bzw. auch anderen Langzeitbeziehungen seine Identität behalten sollte, aber wenn man diesen Schritt geht, sollte man auch nach gemeinsamen Interessen suchen und diese zusammen wahrnehmen und nicht jeder irgendwann ausschließlich nur noch auf seine persönliche Entfaltung bauen, ohne etwas in die Ehe einzubringen. Ich habe ja schon versucht zu sagen, dass ich gerade am Anfang immer hinter ihr stand und sie in Ihrer Persönlichkeits(wieder)findung zu unterstützen. Aber das Problem war, dass sich das auf Aktivitäten ausgedehnt hat, die unser beider Interessengebiet war (Mittelaltermärkte und -musik). Dieses Gebiet ist momentan fast oder sogar vollständig von ihren neuen Freundinnen belegt, aber ich schweife schon wieder ab... Mir ist klar, dass es immer Situationen gibt, in der eine Ehe auch mit dem besten Willen nicht mehr tragbar ist, dazu gehören Misshandlungen ebenso wie wenn man sich wirklich derart auseinander gelebt hat, dass es keine gemeinsame Basis mehr gibt (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob Menschen sich so sehr ändern und von einander entfernen können, oder ob das nicht in einem "vorher zu kompromissbereit sein" begründet liegt... ich möchte mir aber dazu keine Meinung bilden, da ich noch nicht in so einer Situation war - zumindest aus meiner Perspektive). Ich finde nur, dass wenn man sich für eine Heirat entscheidet (und es war bei uns, abgesehen von dem Zeitpunkt letzten Sommer weiß Gott keine spontane Entscheidung, da wir das eigentlich schon lange geplant hatten, uns nur das Geld für eine größere Feier gewünscht hätten), man dann auch gewisse Versprechen gibt, so zum Beispiel nicht einfach so sein Ding durchzuziehen ohne vorher einen gemeinsamen Weg zu suchen. Außerdem denke ich sollte man zumindest einen gewissen Grad an Egoismus und Egozentrik abzulegen bereit sein, weil man eben nicht mehr NUR ein Individuum ist, sondern auch eine Gemeinschaft. Das bedeutet aber im Gengenzug, dass da immer jemand ist, mit dem man eine Verbindung teilt, die doch noch irgendwie einzigartig ist und auf den man sich vorbehaltlos verlassen können sollte. So weh mir das tut, und so viel ich ihr damit vielleicht Unrecht tue - im Moment habe ich das Gefühl, dass sie nur noch sich selbst im Kopf hat (was sie im Grunde ja auch in der mail geschrieben hat). Das finde ich nich angemessen, nachdem man sich ein Versprechen gegeben hat. Andererseits hat sie meine Aufmerksamkeit ihr gegenüber, was Hilfe und Fürsorge angeht auch bis zum Schluss immer weiter fleißig (aus)genutzt. Sie war schon immer eher der nehmende Teil und ich der gebende, was Zuwendung und Fürsorge angeht, wenn man mal von der ersten Zeit unserer Beziehung absieht... Darüber hinaus war sie schon immer ein Mensch, der in bestimmten Situationen panisch, bzw. hysterisch (über)reagiert hat, von daher weiß ich auch nicht, ob das, was sie in der mail geschrieben hat alles wirklich so ist, oder ob es ihr im Moment nur so scheint, weil die letzte Zeit so übel war (solche Tendenzen habe ich schon manchmal bemerkt). Wenn es aber wirklich so ist, wie sie geschrieben hat, hätte ich mir aber ein ernsthaftes Gespräch zu einem weit früheren Zeitpunkt auch noch vor der Hochzeit gewünscht. Aber bis auf die wirklich letzte Zeit hat sie auch immer noch Pläne mit mir gemacht, was die Zukunft und Aktivitäten angeht... Whow, jetzt habe ich wieder viel über meine Beziehung geschrieben und nur zwischendurch etwas über meine Auffassung von Ehe. Eine Frage brennt mir jedoch immer wieder in der Seele, wenn es um Scheidungsraten geht. Ist es so, dass sie so hoch sind, weil eine dauerhafte Beziehung eine Wunschvorstellung ist und erst heute die Menschen die Möglichkeit haben, sich aus einer Ehe zu lösen (intelektuell wie rechtlich), oder hat sich die Einstellung der Menschen zur Zusammengehörigkeit so geändert, dass mittlerweile die persönliche Entfaltung wichtiger ist, als einen gemeinsamen Weg und die gemeinsame Entfaltung zu finden? Ach ja ich habe gerade noch etwas von Forderungsdenken gelesen - dass das nichts bringt, sollte onehin klar sein. Wenn man etwas bewegt, kann man das nur bei sich selber tun. Vorderungen bringen Enge und den Wunsch auszubrechen. Deswegen kann ich auch nur darauf hoffen, dass sie ihre Einstellung aus sich heraus überdenkt und vielleicht feststellt, dass sie (möglicherweise) dem auch für sie falschen Pfad gefolgt ist... Geändert von Gwydion191 (12.03.2007 um 14:45 Uhr) |
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| | #19 (permalink) | |
| ____________________ Registriert seit: 21.01.2007
Beiträge: 1.398
| Zitat:
Die Ehe wird wohl immer unpopulärer nicht, weil sie ein Versprechen ist, sondern eher weil sie 24/7 die Möglichkeit bietet am Verhalten des Partners zu überprüfen ob dieses Versprechen aus ehrlichen Herzen kommt oder nicht. Glücklicherweise gibts da immer noch die, die dieses unpopuläre Ding namens Ehe zu schätzen wissen und bereit sind, sich auch einzubringen und aktiv mit dem Partner an der Ehe zu arbeiten. Daher bitte nicht den Mut oder die Hoffnung verlieren. Es geht immer was. Das Leben steckt voller Überraschungen und unverhofften Wendungen und was heute noch ganz unmöglich erscheint ist schon morgen blühende Realität. Liebe Grüße Wölfin | |
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| | #20 (permalink) |
| Trancetanzbär Registriert seit: 10.03.2007 Ort: Witten Alter: 30
Beiträge: 38
| @ Sternenwölfin: Ich tendiere auch zu Deiner Sichtweise, wobei das eher ein subjektives Empfinden ist, als Erfahrung. Allerdings verstehst Du es gleichzeitig Hoffnung zu machen auf was auch immer die Zukunft bringen mag... ![]() Nur, dass mir die Liebe in der Disco über den Weg läuft ist eher unwahrscheinlich, da ich mich da noch nie für begeistern konnte, dann schon eher im Wald oder auf einem Mittelaltermarkt (wenn der nicht mehr mit sovielen negativen Emotionen vorbelastet ist)... Danke! |
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