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| nicht mehr aktiv Registriert seit: 21.01.2007 Ort: zwischen Wald und Wiese
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| Beziehungen zwischen Heilkräutern und Planeten Neben der antiken Vier-Elementen-Lehre und der Signaturenlehre, ist die Astrologie bis heute die tragende Säule einer hermetisch ausgerichteten Heilkunde unserer eigenen abendländischer Tradition. Der ägyptische Eingeweihte Hermes Trismegistos fasste den Grundgedanken der Astrologie mit den Worten zusammen: "Wie oben so unten, wie unten so oben". Makrokosmos und Mikrokosmos sind demnach ähnlich, oder anders ausgedrückt: Die Erde ist ein Spiegelbild der Himmelskräfte und jedes irdische Phänomen hat sein Ebenbild im Kosmos. In der Astrologie stehen alle Naturreiche mit den Sternbildern, den fünf Wandelplaneten und den beiden Lichtern Sonne und Mond in Beziehung. Dazu kommen inzwischen die neu entdeckten Planeten Uranus, Neptun und Pluto hinzu, die man als höhere Schwingungsebene (Oktave) der Planeten Merkur, Venus und Mars versteht, so dass die Astrologie immer noch von sieben Himmelskräften spricht. Die von ihnen verkörperten Qualitäten finden sich in Pflanzen, Tieren und Mineralien, aber auch im Menschen, seinen Organen, Organfunktionen und Krankheiten wieder. Die darauf basierende Lehre von den Entsprechungen oder Korrespondenzen zeigt, mit welchen Symbolen sich die Himmelskräfte in der Pflanzenwelt darstellen und welche Heilwirkungen sich davon ableiten lassen. Dabei können wir häufig feststellen, dass sich mehrere Planeten (mit unterschiedlicher Intensität) in einer Pflanze verkörpern. Ein grundsätzlicher Hinweis noch vorweg: Wundert euch nicht, wenn ihr bei verschiedenen Autoren unterschiedliche Zuordnungen findet – sie sind oft eine Frage der individuellen Wahrnehmung, Interpretation und Erfahrung. Richtig oder falsch sind in diesem Zusammenhang völlig ungeeignete Kategorien. Meine Quellen für die einzelnen Beiträge über die verschiedenen Planeten-Korrespondenzen (Sonnenpflanzen, Mondpflanzen etc... – ich mache dafür jeweils einen eigenen Thread auf, sonst wird das zu unübersichtlich) sind hauptsächlich: Olaf Rippe: "Pflanzen und ihre kosmischen Heilkräfte; ein Beitrag zum Thema Astrologie und Phytotherapie"; weitere Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin (http://www.natura-naturans.de/) und Siegrid Hirsch und Felix Grünberger: Die Kräuter in meinem Garten, erschienen im Verlag Freya (2002) Die einzelnen Beiträge stelle ich in nächster Zeit nach und nach ein ... LG Arianna
__________________ Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. . . |
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| Astrologische Kräuterkunde nach Nicholas Culpeper Nicholas Culpeper (1616 - 1654), der „englische Paracelsus“: In Deutschland ist sein Name nicht so geläufig, aber die britische Kräuterheilkunde verdankt ihm viel: Nicholas Culpeper hatte zunächst in Cambridge Medizin studiert, diese Ausbildung dann aber (aus privaten und finanziellen Gründen) nicht beenden können und schließlich bei einem Londoner Apotheker eine Anstellung gefunden. Später eröffnete er seine eigene Kräuterapotheke in einem Stadtviertel, in dem viele Arme lebten, und er verkaufte seinen Kunden nicht nur Kräuter, sondern behandelte sie auch medizinisch – oft kostenlos. Bemerkenswert ist nicht nur diese Großzügigkeit, sondern auch die Tatsache, dass Culpeper (im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen) den preiswerten einheimischen Heilkräutern den Vorzug vor den damals modernen exotischen Mitteln gab. Er übersetzte zudem verschiedene medizinische Werke ins Englische und verfasste selbst ein sehr erfolgreiches Kräuterhandbuch, das in Großbritannien heute noch hoch geschätzt wird (aber leider nie ins Deutsche übersetzt wurde). Wie viele Mediziner der damaligen Zeit war Culpeper zugleich Astrologe und berücksichtigte bei seinen Verordnungen auch den Stand der Planeten. Nach seinen Vorstellungen ist jede Heilpflanze einem bestimmten Planeten unterstellt und fast immer nur diesem einen (was die praktische Umsetzung in konkrete Rezepturen enorm vereinfacht). Mit diesem Planeten befindet das Arzneimittel sich in Sympathie, d.h. es verkörpert die guten Eigenschaften des jeweiligen Planeten und kompensiert durch die Anwendung bei einer Krankheit, die eben dieser Planet verursacht hat, das schlechte Wirken der Planetenkraft. Die überwiegende Mehrheit der planetaren Zuordnungen von Culpeper deckt sich mit den Angaben unserer Zeit. Sie wurden nach der Signaturlehre und der Anwendung in der Erfahrungsheilkunde festgelegt. Die jeweiligen Listen von Sonnenpflanzen, Mondpflanzen etc. nach Culpeper ordne ich in die entsprechenden Threads dieses Unterforums ein. Den Planeten selbst wurden folgende Eigenschaften zugeschrieben: Zitat:
Sympathische Behandlung Wann immer möglich bevorzugte Culpeper eine sympathische Behandlung erkrankter Organe. Beispiel Nierenerkrankung: Die Niere ist der Venus unterstellt, also verwendet man Venuspflanzen. Es ging ihm bei der sympathischen Behandlung allerdings nicht darum, ein Zuviel oder Zuwenig einer Planetenkraft auszugleichen, sondern er wollte den Einfluss des krankmachenden Gestirns qualitativ verbessern – vor allem bei chronischen Krankheiten. Bei dieser Therapie nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip ist größte Sorgfalt bei der Auswahl der Arzneimittel, der Dosierung und auch der Anwendungsweise nötig. Die Mittel müssen nach Planetenzuordnung und klinischen Eigenschaften ausgewählt werden – es reicht also nicht, eine Krankheit des Saturn mit beliebigen Saturnmitteln zu behandeln. Kombinationen der Mittel des Hauptplaneten mit Mitteln befreundeter Planeten sind erlaubt. (z.B. Saturn - kühlend, festigend + Mond - kühlend, festigend + Venus - kühlend). Mittel, die den schwierigen Planeten Mars und Saturn zugeordnet sind, müssen vorsichtig dosiert werden, um das Leiden nicht zu verschlimmern. Sie dürfen nicht zu oft verabreicht werden und man darf nicht zu viele sympathische Mittel mischen. Grundsätzlich bevorzugte Culpeper Einzelmittel. In seinem Kräuterbuch "The Herbal" beschreibt er auch, wie man eine Krankheit astromedizinisch behandeln kann, ohne das Horoskop des Patienten zu kennen. Aus dem Bild der Krankheit (Körperteil, Organ, auftretende Symptome) kann man darauf schließen, welchem Planeten das Leiden zuzuordnen ist und es dann sympathisch und/oder antipathisch behandeln. Antipathische Behandlung Bei der antipathischen Behandlung geht es darum, ein Zuviel einer Planetenkraft zu beseitigen. Starke Antipathien herrschen zwischen Venus und Mars sowie zwischen Sonne und Saturn. Eine akute hitzige Entzündung (Mars) lässt sich in diesem Sinne also mit kühlenden Venuspflanzen behandeln, die dann auch stärker dosiert werden dürfen (außer bei Giftpflanzen). Ein wichtiger Grundsatz der Astromedizin nach Culpeper lautet außerdem: Sorge immer dafür, dass das Herz in Ordnung ist, denn es entspricht der Sonne, die ja die Grundlage des Lebens ist; darum heilen Sonnenpflanzen alle Krankheiten, indem sie das Herz stärken. - Konkret und praktisch ist damit gemeint, dass Sonnenpflanzen im Verlauf jeder Therapie zusätzlich angewendet werden sollten.
__________________ Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. . . Geändert von Arianna Kräuterfrau (26.03.2007 um 17:49 Uhr) | |
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