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Alt 07.02.2007, 21:56   #1 (permalink)
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Beiträge: 320
Marspflanzen

Tierkreiszeichen: Widder, Skorpion
Metall: Eisen
Duft: Senf, Knoblauch


Mars verkörpert Willensstärke, Widerstandskraft, Triebhaftigkeit und Aggression als Willensimpuls zum Überleben. In der Antike verehrte man ihn als Kriegsgott Mars/Ares; auch die Göttin Athene und Helden wie Herakles oder Siegfried der Drachentöter zeigen marsianische Elemente.

Entsprechend ihrem himmlischen Abbild sind viele Pflanzen des Mars mit ihren Stacheln, Dornen oder Brennhaaren ebenfalls recht wehrhaft (Disteln, Weißdorn, Brennessel). Widerstandsfähige Pflanzen; leichte Giftbildung (dann meist auch Zuordnung zu Saturn und transsaturnalen Planeten). Einige sind hautreizend oder blasenziehend (Bärenklau, Giftsumach, Seidelbast). Brennend und scharf ist die Geschmacksrichtug vieler Marspflanzen (Rettich, Knoblauch, Meisterwurz); Rottöne dominieren (Aronstab, Gauchheil, Kaffeebohne).

Manche Marssignaturen wie Stacheln sind als Schutzsignatur zu verstehen. Einige Pflanzen wirken antibiotisch und antiviral (oft auch Mond, Sonne). Mars ist die niedrige Oktave des Pluto und ergänzt Merkur und Saturn.

Zu den Marspflanzen gehören u.a.:

Aronstab, Benediktenkraut (Sonne), Berberitze (Jupiter, Sonne), Brennessel (Venus), Brombeere (Venus), Christrose (Uranus), Echinacea (Sonne), Eisenhut (Saturn, Pluto), Eisenkraut (Venus, Jupiter), Eleutherokokkus (Uranus), Gauchheil (Sonne), Giftsumach (Uranus), Kaffee (Mond), Kapuzinerkresse, Kermesbeere, Knoblauch (Mond), Mahonie (Saturn, Sonne), Meerrettich, Meisterwurz (Sonne), Rettich, Rose (Venus, Merkur), Sanddorn (Sonne, Uranus), Schlehe (Mond, Saturn), Schöllkraut (Sonne), Seidelbast, Silberdistel (Mond, Sonne), Stechpalme, Stinkasant (Uranus, Mond), Thymian (Sonne), Wacholder, Weißdorn (Mond), Zaunrübe (Saturn, Jupiter).

Da auch Giftstoffe den Pflanzen zur Abwehr dienen, sind Giftpflanzen wie z.B. der Eisenhut häufig dem Mars unterstellt (vor Entdeckung der transsaturnalen Planeten unterstanden alle Giftpflanzen Mars und/oder Saturn). Nicht alle Marspflanzen sind also wohltätig und Vorsicht ist bei manchen durchaus angebracht.

Dennoch sind die meisten Pflanzen des Kriegsgottes relativ ungiftig und ihre Anwendungsgebiete gehören zu den wichtigsten in der Heilkunde: Einerseits stärken viele die Abwehr und die Lebens- bzw. Willensenergie (Schlehe, Eleutherokokkus, Echinacea); manche Marspflanzen fördern auch die Gallentätigkeit (Galle ist das Organ des Willens; Disteln, Schöllkraut).

Andererseits schützen sie den Körper vor Toxinwirkungen, bzw. leiten diese aus dem Körper aus (allg. Stachelsignatur zur Entgiftung), daher die Anwendungen bei chronischen Stoffwechselerkrankungen mit Erschöpfung, Rheuma, Gicht, Allergien oder Hautleiden. Ergänzend eignen sich für Entgiftungsrezepte Pflanzen der Venus und Sonne oder des Merkurs.

Manche Marspflanzen hängt man noch heute als schutzmagisches Amulett gegen Verhexung und Seuchen über die Tür, beispielsweise die Silberdistel, die mit ihrem animalischen Geruch (heißt auch Eberwurz) und ihrem Dornenkranz die Vitalität des Mars verkörpert. Sie enthält antibiotisch wirkende Stoffe - die volkstümliche Verwendung als Schutzamulett ist also durchaus begründet.
:Kräuterfrau:
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Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. . .
Arianna Kräuterfrau ist offline  
Alt 13.02.2007, 23:49   #2 (permalink)
Sammelndes Gropfemöpf
 
Registriert seit: 03.02.2007
Alter: 53
Beiträge: 21
WHOW!!!

kann ich da nur sagen.

Ich bin sehr beeindruckt von den vielen Informationen Arianna Kräuterfrau.
Habe sie zwar erst nur "quergelesen", werde mich aber am WE hinsetzen und genauer lesen.

Toll. Danke.
__________________
Behandle jedes Wesen so, wie Du selber behandelt werden möchtest
babajaga ist offline  
Alt 26.03.2007, 17:40   #3 (permalink)
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Ort: zwischen Wald und Wiese
Beiträge: 320
Marspflanzen nach Nicholas Culpeper:

Zitat:
Bachbunge (Veronica beccabunga), Basilikum (Ocimum basilicum), Benediktenkraut (Cnicus benedictus), Berberitze (Berberis vulgaris), Brennessel (Urticaria dioica), Eselsdistel (Onopordon acanthium), Estragon (Artemisia dracunculus), Echter Gamander (Teucrium chamaedrys), Haselwurz (Asarum europaeum), Hauhechel (Ononis spinosa), Hopfen (Humulus lupulus), Kiefer (Pinus silvestris), Knoblauch (Allium sativum), Leinkraut (Linaria vulgaris), Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Meisterwurz (Peucedanum ostruthium), Sanikel (Sanicula europaea), Sarsaparilla (Smilax aspera), Senf (Sinapis alba), Tabak (Nicotiana tabacum), Waldmeister (Asperula odorata), Wasserpfeffer (Polygonum hydropiper), Weg-Rauke (Sisymbrium officinale), Weißdorn (Crataegus laevigata), Wermut (Artemisia absinthium), Zaunrübe (Bryonia dioica, B. alba), Zwiebel (Allium cepa).

(Quelle: Max Amann: Nicolas Culpeper und die astrologische Heilkräuterkunde)
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Arianna Kräuterfrau ist offline  
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