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| Bücher über Heidentum, Esoterik etc. Bücher über Religion, Glaube und Esoterik im weitesten Sinne. Magie und Spiritualität |
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| | #41 (permalink) | |
| Wille zur Macht Registriert seit: 30.01.2007
Beiträge: 314
| Zitat:
und an welchen Stellen läßt sich das belegen ?
__________________ Warum ist so viel Leugnung, Verleugnung in eurem Herzen? so wenig Schicksal in eurem Blicke? Und wollt ihr nicht Schicksale sein und Unerbittliche: wie könntet ihr einst mit mir siegen? Und wenn eure Härte nicht blitzen, schneiden und zerschneiden will: wie könntet ihr einst mit mir schaffen? Alle Schaffenden nämlich sind hart. ~ F. Nietzsche | |
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| | #42 (permalink) |
| Tannhäuser Registriert seit: 25.01.2007 Ort: Bergisch Land Alter: 18
Beiträge: 247
| Belegen nicht wirklich, aber ich finde in dem Gemeinsamen Verhältnis zu Macht und dem Verneinen von Moral und Schwäche, lässt sich doch ganz gut ein gemeinsamer Nenner finden.
__________________ Und ich ging in den Wald, denn ich wollte bewußt leben Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen Und alles ausrotten, was nicht Leben war Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hätte. |
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| | #43 (permalink) |
| Ⓩ Ⓔ Ⓝ Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
| Ich habe das Buch inzwischen weiter gelesen. Die moralischen Ansichten sind unausgereift: Natürlich klingt es im ersten Moment gut, dem Menschen Genuß ohne Reue und Freiheit zu versprechen (ich habe mich etwas an Crowley's Thelema-Religion erinnert gefühlt). Allerdings erreicht man Genuß und Freiheit meist nur in Kooperation mit anderen, und dafür gibt's Regeln. Jeder, der diese Idee verstanden hat, wird also aus rein egoistischen Gründen Regeln befolgen. Letztlich landet man bei den Gesetzen, die einen Staat ausmachen. So gesehen ist die satanistische Freiheit von LaVey ein Blendwerk. Oder um es positiv zu formulieren: Wir leben schon längst in einer satanistischen Gesellschaft, ohne sie so zu nennen. ![]() Meine Internet-Recherche ergab, dass LaVey aus den beiden folgenden Büchern abschrieb:
Gegen andere nicht-christliche Religionen versucht sich LaVey ebenso oberflächlich abzugrenzen. Man merkt, dass er Buddhismus, Hexentum usw. nicht verstanden hat. Er argumentiert damit, dass es sich um wirre Mystik und unaufrichtige, weil nicht egoistische, Wunschvorstellungen handle. LaVey kann oder will einfach nicht verstehen, dass egoistische Motive durchaus mit gemeinnützigen identisch sein können. Ab dem "Buch Belial" wird's interessanter, denn das magische System wird nun erklärt. Man bekommt Instruktionen zur Erzeugung von Lust, Erfolg (im Buch wird das "Mitleid" genannt) und Vernichtung von Feinden. Die Rituale sind, im Verhältnis zu den mittelalterlichen, erfrischend einfach gehalten. Ich halte das System für brauchbar, auch wenn ich keine Feinde habe, die ich vernichten möchte (abgesehen von George W. Bush ). LaVey war Berater für viele Kinofilme, in denen es um Magie ging, und spielte auch in einigen davon kleine Rollen. Ich glaube, dieses Gebiet ist seine wahre Stärke.Die henochische Magie wird fragmentarisch eingeführt. Diese Magie ist aber viel komplexer, und ohne weiterführende Literatur hat man auf diesem Gebiet keine Chance! Im zweiten Teil des Buches, den "satanischen Ritualen", wird das magische System weiter verfeinert und Bezug auf die Mystik des Horror-Schriftstellers H.P. Lovecraft genommen. Dessen Götterwelt wird in die satanische Religion eingebaut. Fazit: Empfehlen kann ich das Buch Leuten, die Freude an der Provokation haben und eine Magie benutzen wollen, die klar und verständlich ist. Wegen der anti-christlichen Ideologie dürfte das Buch Vampyre interessieren. Schlußendlich wird auch mancher Lovecraft-Fan auf seine Kosten kommen. (Dreht man das Baphomet-Siegel auf dem Titelbild um, so kann man Cthulhu darin erkennen!) Eine ausgereifte Religion und philosophische Weisheit sollte man allerdings nicht erwarten.
__________________ Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter. Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt. Ein freier Geist ist unbesiegbar. |
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