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| Bücher allgemein Bücher, die ihr gerne lest. Buchtipps abseits von Fachliteratur. |
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| | #1 (permalink) |
| Lurikeen Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Saarland Alter: 43
Beiträge: 125
| Moinsen! Ich habe gerade Die Kinder Huriens fertiggelesesen. mir gefällt das Buch, trotzdem -oder gerade- weil es in einem etwas ruhigerem Stil geschrieben ist als man das von moderner Fantasy-Literatur kennt. Da wurde nicht versucht, einen bestseller in page-turner-manier zu schreiben oder Harry Potter nachzuahmen. Aber genau das scheint bei vielen Lesern ein großer Kritikpunkt zu sein. Da wird bemängelt, dass Die Kinder Huriens im Stil von Das Silmarillion abgefasst sei, schwer zu lesen und laaaangweilig ( Es gibt natürlich auch viele positive Stimmen). Mir scheint, dass moderne Fantasy-Leser wenig mit Tolkien anfangen können. Wie sehen die Fantasy-Fans unter euch das? gruß Mime
__________________ Fhtagn? Iä! Schab-Niggurath! |
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| | #2 (permalink) |
| Schaum auf der Ostsee Registriert seit: 21.01.2007 Alter: 26
Beiträge: 55
| Öh naja, soweit ich weiss, ist "Die Kinder Hurins" eine Teilgeschichte des Silmarillions und gehört damit zu einem Buch, das aus halbfertigen Manuskripten von Tolkien zusammengesetzt wurde und vllt nicht als solches erscheinen sollte, wenns nach ihm gegangen wäre. Da es sich also um keine fertiges Buch im eigentlichen Sinne handelt, fehlen natürlich Sachen wie ein Spanungsbogen usw usf, diese Zusammenstellung soll ja auch eher was für Leute sein, die noch tiefer in die Welt von Mittelerde eindringen wollen und nicht für die, die noch nie was davon gehört haben. Der Herr der Ringe und der Kleine Hobbit erfreuen sich schließlich immernoch großer Beliebtheit und da die beiden ja von Tolkien wirklich abgeschlossen wurden, denke ich nicht, dass der moderne Fantasy-Leser weniger mit Tolkien anfangen kann als.. (ja, als wer denn überhaupt?), sondern schlicht, dass eben Silmarillion/Kinder Hurins/Nachrichten aus Mittelerde und wie sie nicht alle heißen eben als das gesehen werden müssen was sie sind und nicht mit Hobbit und HdR in eine Reihe gestellt werden. Für mich persönlich ist der Inhalt auch absolut vorrangig, ich hab das Silmarillion noch öfter gelesen als den Herrn der Ringe und den Hobbit zusammen, einfach weil ich die ganzen Geschichten so faszinierend fand. Dass das Ganze dann doch eher chronologisch aufgebaut ist und mitunter etwas zusammenhanglos, hat mich bisher noch nie gestört, aber wie gesagt, sowas ist halt eher ein Buch für Mittelerde-Fans und nicht unbedingt für denjenigen, der sich zum ersten Mal damit beschäftigt. Und jetzt die Ironie in der Geschichte: Mit welchem Buch hab ich wohl angefangen die Welt von Mittelerde zu erkunden? Dem Silmarillion ![]() Gruß Tisaya
__________________ Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß. (G. Simmel) |
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| | #3 (permalink) |
| tapsiges Zuckergoscherl Registriert seit: 21.07.2007
Beiträge: 18
| Ich habe als 10jährige den "Hobbit" und "Der Herr der Ringe" bei einem Lesewettbewerb gewonnen und die Bücher bereits mehrmals gelesen bevor dieser ganze Hype losging. Ich kann mich da Tisaya nur anschließen. Das Silmarillion und die Kinder Hurins ist wirklich nur für diejenigen interessant, die tiefer in die Geschichten Mittelerdes eintauchen wollen. Die Kinder Hurins ist auch nicht einfach nur ein weiterer "Fantasyroman" sondern eher in einer epischen Erzählform geschrieben, was wohl einige Leser enttäuscht hat, die dachten sie hätten ein weiteres Buch im Stil von HdR vor sich liegen. Was mir ganz besonders gefällt, sind die vielen Illustrationen von Alan Lee, dem es wieder mal gelingt, die Stimmungen wunderbar einzufangen! Was genau sind denn "moderne Fantasyleser"? Ich liebe Fantasybücher und bin begeistert von J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin und Tad Williams. Das hält mich aber wiederum nicht davon ab Bücher von Bernhard Hennen oder Markus Heitz zu verschlingen. Mir kommt es oft so vor, dass die einzelnen Autoren viel zu oft miteinander verglichen werden und Aussagen wie "Das ist der neue J.R.R. Tolkien" nerven mich einfach nur. Jeder Autor hat seinen ganz eigenen Stil und es bleibt dem Leser überlassen, ob er die Bücher mag oder sie langweilig findet. Man darf auch nicht vergessen, dass J.R.R. Tolkien über Jahrzehnte an HDR arbeitete und es zu seinem Lebensinhalt machte. Von daher läuft Tolkien bei mir völlig außer Konkurrenz zu anderen Autoren - einfach weil man sie in meinen Augen nicht miteinander vergleichen kann. Genau so siehts glaub ich auch unter den Fantasylesern aus. Jeder ist ein Individuum und hat seinen eigenen Geschmack was Bücher betrifft. Ich glaube nicht, dass der Anteil der High-Fantasy-Leser weniger geworden ist - aber es gibt nur wenige wirklich gute Autoren. Und jedermanns Geschmack trifft halt "Die Kinder Hurins" einfach nicht. Das können noch so hartgesottene HdR-Fans sein... In diesem Sinne euch allen ein schönes WE! Nada |
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| | #4 (permalink) |
| Wille zur Macht Registriert seit: 30.01.2007
Beiträge: 314
| Ich habe den 'Herrn der Ringe', nebst 'Geschichten aus Mittelerde' und dem 'Kleinen Hobbit' schon als Kind gelesen, muß allerdings einräumen, daß ich mit T. Williams (Drachenbeinthron) und J.R.R. Martin (Lied von Eis und Feuer) heutzutage auch mehr anfangen kann. Das mag mit dem ganzen Merchandising-Rummel um Tolkien zusammenhängen und mit den schlecht gemachten HdR-Filmen, bei denen der Regisseur neben inhaltlichen Kürzungen auch auf die Möglichkeit eines düster-mythischen Epos zugunsten eines kinderfreundlichen Familienfilms verzichtete. Allleine die Darstellung von Hobbits und Elfen läßt mich immer noch schaudern.
__________________ Warum ist so viel Leugnung, Verleugnung in eurem Herzen? so wenig Schicksal in eurem Blicke? Und wollt ihr nicht Schicksale sein und Unerbittliche: wie könntet ihr einst mit mir siegen? Und wenn eure Härte nicht blitzen, schneiden und zerschneiden will: wie könntet ihr einst mit mir schaffen? Alle Schaffenden nämlich sind hart. ~ F. Nietzsche |
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| | #5 (permalink) |
| Schaum auf der Ostsee Registriert seit: 21.01.2007 Alter: 26
Beiträge: 55
| @ Hugin: Das mit dem Hype kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn um irgendwas soviel Trara gemacht wird, vergeht mir regelrecht die Lust mich überhaupt damit zu beschäftigen, einer der Gründe warum ich noch nie ein Harry Potter Buch gelesen hab, obwohl ich Fantasy sehr zugetan bin. Deswegen bin ich auch heilfroh, die ganzen Mittelerde-Bücher schon lange vor den Filmen gelesen zu haben, denn das ganze Tamtam hätte mich enorm abgeschreckt und ich hätte dadurch wunderbare Geschichten verpasst. Was noch das Problem page-turner-manier angeht, ist das wirklich was Schlechtes? Ich finds toll, wenn mich ein Buch dermaßen fesselt, dass ich überhaupt nicht schlafengehen mag und ich den ganzen Tag nichts anderes tun will, als weiterzulesen. Glaube auch nicht, dass Autoren gezielt darauf zu schreiben, sondern dass wenn eher Lektoren dahinter sind, die dann entscheiden an welcher Stelle eine Geschichte zu langatmig ist und umgeschrieben werden soll. Hier übrigens wieder interessant, dass Tolkiens HdR an einem heutigen Lektor niemals so wie wir es kennen vorbeigekommen wäre, allein wegen des eigenwilligen Aufbaus. Sowas finde ich dann schade, wenn ein paar eigenwilligere Konzepte wegen Marktforschung und Nutzerfreundlichkeit abgebürstet werden. HdR ist nach wie vor die Mutter der Fantasy-Literatur und ich glaub über diesen Aspekt hat sich noch niemand beschwert, nur die sogenannten Experten rollen da mit den Augen, aber das ist mir als Leser doch ziemlich Wurst. Gruß Tisaya
__________________ Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß. (G. Simmel) |
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| | #8 (permalink) |
| madadh na h-oidhche :) Registriert seit: 23.01.2007 Ort: Ebudes
Beiträge: 1.542
| Ich müsste wohl noch mal bei "A game of thrones" anfangen, wenn das neue dann endlich rauskommt, weil ich die ganzen Details schon wieder vergessen habe. Zwischendurch war ich ja sogar mal eine ganze Zeit lang auf 'nem Fan-Forum, wo den lieben langen Tag über die Familiengeschichten der Figuren spekuliert wurden
__________________ omnia mutantur ~ nihil perit ~ mare aeternum est |
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| | #9 (permalink) |
| 'Tis some visitor Registriert seit: 09.04.2009 Ort: King's Forest Alter: 27
Beiträge: 162
| *lach* Ja, stimmt. Ich habe schon alle Bände zweimal durch und denke ich müsste Sie dann trotzdem nochmal lesen, wenn endlich Dance with Dragons rauskommt. Ich habe schon beim zweiten mal vieles fast wie "neu" empfunden, weil ich es einfach in der Detailfülle vergessen hatte... Achja das Silmarillion ist ansonsten mein Lieblingswerk von Tolkien.
__________________ Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe |
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| | #10 (permalink) |
| Wiccander | Meiner Meinung nach kann Tolkiens Silmarillion nur begrenzt mit dem HdR verglichen werden. Das Silmarillion ist eher ein "Geschichtsbuch". Es legt die Grundlagen für den HdR. Wenn ich mich richtig erinnere, sind Teile davon ja auch älter als der HdR oder Hobbit. Der Medienrummel war mir eigentlich egal. Ich hab die Bücher davor gelesen gehabt und finde die Verfilmungen für sich alleine gesehen, nicht ein mal so schlecht! Dass sie das Buch nie ersetzten können, dürfte allen klar sein. Zu anderer Fantasy-Literatur muss ich sagen, dass ich da auch so fast alles verschlinge, was mir in die Finger kommt. Allerdings hat die Qualität auf weiten Gebieten nachgelassen, was ich bis zu einem gewissen Grad auf den Medienrummel um Fantasy zurück führen will. Es gibt aber immer noch Autoren, die gute Arbeit anliefern. Hier seien nur mal die Bücher von Markus Heitz genannt. Die Autoren Tolkien und Heitz mit einander vergleichen zu wollen, halte ich für falsch! Hinter beiden steckt eine andere Motivation, ein anderer Gedanke, was dabei rauskommen soll. Ich würde eher die "modernen" Autoren miteinander vergleichen, wobei das auch wieder schwierig und Geschmackssache ist.
__________________ Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst Bernhard von Clairvaux |
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