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| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| I Ging "Jeder sollte ein Divinationssystem haben", dem Satz kann ich folgen, also fing ich an zu suchen: Astronomie - zu kompliziert / mathematisch, wenn man es richtig machen will Runen - sagen mir persönlich irgendwie gar nichts Pendelei - zuviel möglicher Einfluss des Un- oder gar Vorbewussten Tarot - "macht ja jeder" (nicht bös gemeint)Dann ewähnte mal jemand das Buch der Wandlungen, das vermutlich älteste Weisheitsbuch und Orakelsystem der Geschichte. In seinen Grundlagen lässt es sich 5.000 Jahre zurückverfolgen, in seiner sprachlichen Gestalt immerhin bis etwa 1.000 v.Chr. Sein Alter, seine Freiheit von jedweder christlicher, christlich-mystischer Tradition, die Tatsache, dass ich eh in vielen Dingen fernöstlich zu ticken scheine und (ich bin halt ehrlicherweise manchmal so *g*) die Tatsache, dass es anscheinend nicht allzuviele Menschen betreiben machen es für mich immerhin spannend genug, dass ich mich angefangen habe, mich da durch zu arbeiten. Gibt es hier vielleicht jemanden, der schon Erfahrungen mit dem I Ging hat und der darüber etwas berichten mag?
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca |
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| | #2 (permalink) |
| Der QuantenOnkel (TM) Registriert seit: 27.01.2007 Ort: in der Materialisation des Möglichkeitsfeldes
Beiträge: 550
| Grüße Dich, gelegentlich arbeite ich mit dem I Ging, wenn auch in großen Zeiträumen. es lässt einiges an Interpretationsspielräumen frei, zeigt aber dennoch einen möglichen Weg... Meistens machte ich die Erfahrung, dass im nachhinein die Dinge so liefen, wie es geschrieben stand. ich erinnere mich an die Antwort des "Reisens" auf verschiedene meiner Fragen innerhalb von 2 Jahren - was mich zunächst etwas unruhig und dann ungeduldig stimmte. Heute weiss ich, das es passte .Und irgentwie fühle ich seit einigen Wochen, dass jetzt die Zeit des Reisens vorbei ist... Heimat winkt ![]() Ist auch für mich an der Zeit, das Orakel auch endlich wieder mal zu nutzen. Es heisst, dass es mit der zeit eine Art Verbindung zu einem aufnimmt, und sogar etwas "sauer" ist, wenn es sich vernachlässigt fühlt. Es gibt mehrere Varianten der InterpretationsLiteratur - ich muss gestehen, dass ich Dir meine Version momentan nicht nennen kann ![]() Vergesslichkeit! LG TF
__________________ *** >> Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein << Nelson Mandela |
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| | #3 (permalink) | ||
| XVIII - Der Mond Registriert seit: 02.04.2007 Ort: keinen Festen, seit Sept. 2008 auf Reisen
Beiträge: 155
| Hallo Gaheris, Hallo Tagesfleiß, ich persönlich arbeite seit etwa sieben Jahren mit dem I Ging, besitze verschiedene Bücher dazu und empfinde das I Ging als eines meiner liebsten Systeme. Das Buch von Richard Wilhelm sollte man schon kennen, doch gibt es viele andere und einfachere Interpretationen. Ich benutze Wilhelm eher selten, habe aber dieses Buch einmal durchgelesen. Mein Lieblingsbuch zum I Ging ist das von Claus Claussen. Einfach, schön, klein und auf den Punkt gebracht. Leider aber vergriffen. Sehr zu empfehlen ist auch das:
Vor allem für Anfänger ist dieses Buch ein Schatz. Die Münzen sind auch gleich dabei. Dieses Buch macht den Einstieg ins I Ging sehr leicht. Gut lässt sich das I Ging im Vergleich zum Tarot erklären. Das Tarot arbeitet über die menschgesteuerte Momentaufnahme eines Gedanken. D.h. das Unterbewusste/Überbewusste zieht eine Karte zu einer Frage bzw. dem momentanen Gedanken. Somit wird hier direkt zwischen Mensch und Tarot eine Verbindung eingegangen. Das I Ging aber arbeitet universeller, da die drei Münzen geworfen werden, ist die Momentaufnahme eher kosmologischer zu sehen. Das Fallen der Münzen kann auch vom Untergrund oder vom Wind abhängen, also noch mehr an die natürlichen Umgebungsbedingungen angepasst als das Tarot. Aber dadurch verlangt das I Ging auch mehr Konzentration, denn man wirft die Münzen immerhin gleich sechs mal. So kann Unaufmerksamkeit und Ablenkung das ganze Ergebnis beeinflussen. Das I Ging ist ein Orakelsystem welches man sofort benutzen kann, ohne sich lange belesen zu müssen. Eine kurze Erklärung und Anleitung reicht aus und man legt los. Das philosphisch-taoitsche Weltbild hinter den Hexagrammen erfährt man nach und nach. Aber es ist von Vorteil den Aufbau und die Ursache der Yin-Yang-Linien zu kennen. Mein Fazit ist einfach nur, dass das I Ging eines der einfachsten aber komplexesten Divinationssysteme überhaupt ist. Das Tarot ist in seiner Symbolik viel tiefer, aber dadurch auch breiter in seiner Interpretationsmöglichkeit. Das I Ging kommt auf den Punkt, ermöglicht klare Ergebnisse und macht zu dem Spaß. Probiere es aus, es wird sich Dir öffnen und Du wirst erstaunliches erleben. ![]() Nachtrag: http://www.schuledesrades.org/public/iging/buch/?Q=5 Wenn Du Dir kein Buch kaufen magst, dann schau mal in der Schule des Rades nach. Klasse Seite mit Orakelmöglichkeit. Am Rande noch, die Münzen die Du benutzen willst sollten große Münzen sein. Ich beziehe mich hier auf den Geldmagischen Aspekt. Denn Zwei Euro-Münzen würden Dein Bewusstsein eher in eine Wohlstandsrichtung prägen als 5 cent-Münzen. Das durfte ich am eigenen Leibe erfahren und habe es auch schon von anderen bestätigt bekommen. | ||
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| | #4 (permalink) |
| Rauchender Alchemisten-Käfer Registriert seit: 11.06.2007 Ort: Diepholz / Hannover Alter: 37
Beiträge: 238
| Ich habe mich schon etwas damit befasst (anhand des Buches von Wilhelm) und finde es total spannend. Die erste (Probe-)Legung mit Streichhölzern war schon erschreckend präzise in der Darstellung, wie etwas ist, warum es so ist und wie es dahin kam! Ich werde sicher tiefer einsteigen und es zu "meinem" System machen, auch, weil mir das I Ging als Weisheitsbuch recht nahe ist.Was mir aber im Gegensatz zu den Münzen symphatischer scheint, ist das Schafgarbenorakel. Hier empfinde ich die Kombination aus "Zufall" und Einfluss meines Unbewussten am stimmigsten (abgesehen davon, dass es mir irgenwie richtig erscheint, mit natürlichen Materialien zu arbeiten und ich den Geldaspekt gerne ausschließen möchte *g*), wohingegen die Münzen vielleicht den größten Ausschluss des eigenen Unbewussten bieten. Was ich aber noch nicht gefunden habe ist eine Anleitung, die Schafgarbenstengel zu "ernten", ich habe nur gelesen, dass auch das eine magische Zeremonie sein soll - wie die aber aussieht, weiß ich leider nicht. Falls dafür jemand eine Quelle hätte ...
__________________ Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. (Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.) Seneca |
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| | #5 (permalink) |
| 'Tis some visitor Registriert seit: 09.04.2009 Ort: King's Forest Alter: 27
Beiträge: 162
| Ich bin sehr vom Buch der Wandlungen angetan und es ist seit vielen Jahren das Orakel, das ich am häufigsten konsultiere. Ich habe vor etwa 10 Jahren anhand eines Einsteigerbuchs angefangen und arbeite nun mittlerweile, immer wenn ich etwas nachlesen muss mit dem Buch von Wilhelm. Wo das Tarot mit den (eher westlichen) Symbolen arbeitet und die Runen mit der Ihnen innewohnenden Kraft/Symbolik, nutzt das I-Ging die asiatischen Zeichen und ist imho irgendwo dazwischen einzuordnen. Zum einen ist die bildhafte Sprache der des Tarot nicht unähnlich, zum anderen erschliessen sich die Be-/Deutungen der Hexagramme erst nach und nach im Laufe der Jahre, die man sich mit Ihnen beschäftigt, ähnlich wie bei den Runen. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die Präzision der Aussagen, selbst wenn da ebenfalls meist ein gewisser Deutungsspielraum vorhanden ist. Sehr empfehlen kann ich diese (englischsprachige) Seite, die sich auf interessante Art und Weise mit dem Yijing Dao beschäftigt. Yijing Dao - Reviews of Yijing books: contents page Ich persönlich habe im Laufe der Jahre eine ziemlich genaue Vorstellung von ebendiesem: Ein wenig altklug (wer wäre das nicht bei dem Alter?) aber stets Weise und auf den edlen Weg bedacht. Zusammenfassend kann ich nur empfehlen sich auf diese (lebenslange) Reise zu begeben... Was die Zeremonie angeht: Leider habe ich da auch keine konkreten Infos, wahrscheinlich werde ich die erst in China bekommen, wenn ich denn endlich mal hinziehe... aber ich würde es einfach machen, wie bei der Herstellung "eigener" Runen oder Werkzeuge generell... und 50 ist eine gute Zahl um einige zeit (Jahre?) damit zu verbringen jeden einzelnen Stab individuell anzufertigen, zu schnitzen, zu verzieren etc.
__________________ Is all that we see or seem but a dream within a dream? ~Poe |
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| | #6 (permalink) |
| Grossmeistergeier | Ich hab mal ne Zeitlang die Stengel von abgebrannten Räucherstäbchen gesammelt und damit das I Ging gefragt, nach der bei Wilhelm beschriebenen Methode. Inzwischen sind die Stäbchen verschütt gegangen (Umzüge...) und ich nehme die schlichten Münzen. Meine Erfahrung ist die: je größer meine Not, je wirklicher mein Anliegen, desto klarer die Antwort. Das hat wenig mit meiner Fragemethode zu tun, und sehr viel mit der Konzentration meiner Energie. Mit der, ja basst, 'altklugen Sprache', die ich in der Wilhelm-Übersetzung finde, habe ich lange Zeit wenig anfangen können. (Irgendwo habe ich auch mal gehört, Wilhem sei Anthroposoph?) Andere Übersetzungen, die ich mir angeguckt habe, mochte ich allerdings gar nicht. Den Kick hab ich dann einerseits durch die Autorin Christa Reinig bekommen, durch einen ganz kurzen Text "Zur Befragung des Orakels" (oder so...) wo sie sinngemäß sagt: wenn du den Spruch nicht verstehst, nimm ihn wörtlich. Wird ein Ledergürtel erwähnt, suche nach einem Ledergürtel. Dieser Tip hat mich aus meiner ehrfürchtigen Starre befreit. <|8) Auch noch hilfreich war ein Seminar bei Carol Anthony, die mir half mit Konzepten wie den "Gemeinen" und dem "Edlen" und der ewigen "Beharrlichkeit" mehr anzufangen. Und schließlich habe ich beschlossen, dass I Ging meine (unsere...) uralte, schnell genervte, strenge, liebende, no-nonsense Grandma ist. Und seitdem - bingo. <|8) Achja, und ich bleibe weiterhin der Wilhelm-Übersetzung treu. |
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