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| Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) ) |
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| Bragitru | Loyalität vs. Versprechen Zitat:
Folgendes Problem: Man hat jemanden ein Versprechen gegeben, dass vielleicht nicht explizit als Versprechen genannt, aber so aufgefasst wurde. Durch spätere Ereignisse, oder Informationen, einer anderen Person oder Gruppe, zb. Freunden, betreffend, sieht man sich jedoch in einem Konflikt: Das Versprechen gegenüber dem einen Menschen einerseits und die Loyalität gegenüber dem Anderen anderseits, weil es keine Möglichkeit gibt beides zu tun: Loyal zu sein und sein Versprechen zu halten. Was wiegt schwerer, Wort oder Loyalität? Möglichkeit 1: Man hält das Versprechen obwohl man nicht will und entscheidet sich gegen die Loyalität seinen Freunden gegenüber, weshalb man sich vielleicht wie ein Verräter fühlt, zumindest aber ständig daran denken muss und man sich damit selber weh tut. Möglichkeit 2: Man missachtet das Versprechen und entscheidet sich für die Loyalität den Freunden gegenüber, weshalb man sich vielleicht schuldig fühlt ein Wort gebrochen zu haben und demjenigen weh tut. Zu 2: a.) Da die Loyalität als schwerer wiegend gesehen wird, wird das Wort im Grunde nicht gebrochen, es ist bloß unmöglich zu halten. b.) Da die Loyalität als schwerer wiegend gesehen wird, wird das Wort dennoch gebrochen, da Loyalität eine freiwillige Entscheidung ist und kein Zwang. c.) Da das Versprechen als Zwang gesehen wird, wird die Loyalität als Legitimation genutzt sich von dem Versprechen zu lösen. d.) Kobayashimaru?* Gibt es eine Lösung für dieses Problem? Ist es überhaupt ein Problem? Wie seht ihr das? Wie ich es auch drehe und wende, jede Möglichkeit hat einen fahlen Beigeschmack... Liebe Grüße Thalion ______ *Im Star-Trek Universum gibt es an der Sternenflottenakademie den sogenannten "Kobayashimaru-Test". Die Kobayashimaru ist dabei ein fiktives Schiff in militärisch neutraler Zone, das einen Notruf geschickt hat. Der Captain, der den Notruf aufgenommen hat, gerät dabei in den Konflikt einerseits die Crew des havarierten Schiffes zu retten, was nur durch verletzen der Neutralen Zone möglich ist, oder sie nicht zu retten und damit dem Tod zu überlassen. Entscheidet er sich für die Rettung, wird er unweigerlich von einer feindlichen Übermacht angegriffen, die ebenfalls auf dem Weg zu dem havarierten Schiff ist. Der Test sieht keine Lösung dieses ethischen Problems vor, sondern stellt den Captain vor eine ausweglose Situation.
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "There are no ordinary moments." [Dan Millman - The Way of the Peaceful Warrior] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] | |
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| | #2 (permalink) |
| Heid- SChnüggel Registriert seit: 26.10.2009 Ort: Schweiz Alter: 24
Beiträge: 118
| Loyalität vs. Versprechen, vs. (Treue) Ah ein wunderbares Thema zum Todphilosophieren So wie ich es allgemein auslegen würde (auf die Schnelle): 1) Loyalität ist für mich etwas, was nicht explizit ist. Es ist klar, dass ich meiner Famillie gegenüber loyal bin. Ich muss meiner Famillie theoretisch nichts dazu sagen oder zeigen. Die Loyalität kann aber abnehmen, z.B wenn mein Vater mich schlägt und ungerecht ist, oder zunehmen, wenn durch bestimmte Ereignisse und Tatsachen ein Band enger geschmiedet wird. Loyalität ist also etwas Schwammiges und Relatives, das mal mehr oder mal weniger sein kann und nicht explizit ausgesprochen wurde (ev. z.B aber von der Ethik her beeinflussbar, also doch absolut ist . 2) Ein Versprechen ist für mich etwas Absolutes. Ich selbst habe etwas versprochen. Wenn ich die Worte nicht gut gewählt habe, gibt es Spielräume. Ich unterscheide hier zwischen absoluten Versprechen (Ich werde mein ganzes Leben keinen Alkohol mehr trinken) und relativen/ interpretativen Versprechen (Ich werde nicht mehr Alkohol trinken (-> Interpretation von „nicht“ = frei) Das ganze ist natürlich ein Problem der Sprache und könnte noch weiter todgetrampelt werden. Rechtlich gesehen könnte man sagen, dass ein Versprechen ein Konsens zwischen zwei Vertragsparteien darstellt und die Loyalität etwas mit der Erfüllung der Forderungen zu tun hat. Wenn man also mit einem Vertrag (Versprechen) eine Loyalität verletzt, dann könnte man sagen, dass die Loyalitä wichtiger ist. (Z.B ein Angestellter zu einer andern Firma) Manchmal folgt auf ein Versprechen Loyalität: „Ich schwöre dir, ewige Treue“ (vgl. Lehenseid)… Aber auf Loyalität muss kein explizites Versprechen folgen. (Ergo… könnte ein Versprechen wichtiger sein…) Zeitlich würde ich ein älteres Versprechen immer als schwerer beurteilen als ein jüngeres, da man beim jüngeren seine alten Verpflichtung noch präsent haben sollte. So könnte man das auch mit der Loyalität sehen. Ist sie früher erwachsen, dann kann man sich verpflichtet fühlen und so schliesst die Loyalität die Erfüllbarkeit eines neuen Versprechens aus. (Wenn man davon ausgeht, dass ein Versprechen von vorneherein nicht erfüllbar gilt, wenn es im Konflikt zu anderen Versprechen oder Loyalitäten sieht). Vielleicht ist aber auch die Stärke bzw. der Inhalt oder die Möglichkeit etwas Wichtiges. Ist es möglich das Versprechen zu halten? (Bsp: Ich hole dir die Sterne vom Himmel) Was ich sagen möchte ist, dass man den Inhalt, die Schwere des Versprechens mit der Schwere der Loyalität wägen muss (der innere Wert sozusagen). (z.B Loyalität dem eigenen Staat bzw. den Menschen gegenüber, gegen das Versprechen um einen Gefallen. Später ist der Gefallen ein Auftragsmord. (Gut da stellt sich auch die Frage, ob auch unmoralische Versprechen gelten sollen…) Rein „objektiv“ gesehen wiegt für mich ein Versprechen mehr. Es kann aber sein, dass die Loyalität subjektiv gesehen wichtiger ist. 1. Weil sie Moralische Werte beinhaltet, die mit einem Versprechen schwerwiegend Schaden nehmen könnte 2. Weil das Versprechen unmöglich/unerfüllbar ist 3. Weil die Einforderung des Versprechens nicht rechtens oder überrissen ist. (Wenn ich dir diese Blume Schenke, dann musst du mir versprechen, dass ich einen Wunsch frei habe… und dann folgt ein unmoralischer, unerfüllbarer, unsachgemässer, unverhältnissmässiger Wunsch) 4. Die Loyalität aus einem Versprechen gilt 5. weil die Loyalität gegenüber eigener Ethik verpflichtet. Ich für mich muss also immer abwägen. Wenn ich ein Loyalitätsbruch begehe, der schwerwiegender ist, als ein Versprechen, dann bin ich ein Verräter. Wenn ich ein Versprechen breche, das wichtiger als Loyalität ist dann bin ich ein Eidbrecher. Die Schwere des Inhalts ist subjetiv, also wird man immer entweder ein Eidbrecher oder ein Verräter genannt. Zumindest von den „Geschädigten“. Wenn du also ein Beispiel machen könntest, dann könnte ich zeigen, was ich meine… Greetz Meph
__________________ In der Welt zu leben, ohne sich ihrer Bedeutung Bewusst zu werden, ist wie in einer grossen Bibliothek herumzuirren ohne die Bücher anzurühren. http://andragon.wandlungen.org/ |
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| | #3 (permalink) | |
| freeflying stardust Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 393
| Für mich ist es mit der Loyalität so wie mit einer These: wenn meine Erkenntnis fortschreitet, und die Loyalität ad absurdum führt, muss ich meine Position neu überdenken. Ich denke, ich würde - wenn möglich - das Gespräch suchen und die Beteiligten über meinen neuen Standpunkt informieren. In Folge würde ich versuchen, mit ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden. Sollte sich kein Konsens finden, müsste jeder der Beteiligten einen ihm gemäßen Weg suchen. Kurz gefasst, Holle
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| | #4 (permalink) | |
| ~~~~~~~~~~~ | Zitat:
Ich würde, wie Holle schon sagt, das Gespräch suchen und denjenigen, der das Versprechen einfordern will, darüber aufklären, dass es so nicht gedacht war.
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| | #5 (permalink) | |
| Trancetanzbär Registriert seit: 14.12.2009
Beiträge: 31
| Zitat:
Sorry, aber das musste mal so radikal gesagt werden... Zur Sache: Wenn das Versprechen dem einen gegenüber der Loyalität dem anderen gegenüber in dem Ausmaß entgegenstrebt, dass derjenige, dem deine Loyalität gilt, davon Schaden nehmen könnte, dann solltest du denjenigen, dem du das Versprechen gegeben hast, darüber aufklären und ihm ein entsprechendes Ultimatum stellen. Schlägt er dieses in den Wind, würde ich mein Versprechen damit als hinfällig betrachten bzw. mich nicht mehr daran gebunden sehen. Ich weiß nicht, ob das irgendwie verständlich war... | |
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| | #6 (permalink) |
| Gesperrt | Also erstmal würde ich abwägen, was mir in dem Fall wichtiger ist. Das Wort oder die Loyalität. Das käme auch auf die Situation an und worum es in beiden Fällen explizit geht. Sollte ich eines von beidem nicht einhalten können, würde ich der Gruppe/Menschen, dem gegenüber ich loyal sein möchte oder/und dem Menschen gegenüber dem ich mein Wort nicht brechen möchte, meine persönliche Situation und meine Beweggründe für die Entscheidung erklären. Oft ergibt sich daraus auch, das ich beides nicht einhalten werde weil ich ungern zwischen zwei Stühlen sitze. Bis jetzt hab ich bei so was nie Probleme gehabt und bei Gesprächen waren beide Parteien meist Verständnissvoll und haben es verstanden. Ich wäge auch nicht ab zwischen ich habe gesagt, das ich etwas mache oder es versprochen, denn wenn ich etwas sage dann wiegt es für mich genausoviel wie ein Versprechen. Das ist genauso wie das Prinzip, wer zu erst kommt malt zuerst. Es gab ne zeitlang Personen in meinem Bekanntenkreis, die selber nichts mit einander zu tuen hatten aber am gleichen Tag Geburtstag. Da wäge ich auch nicht ab, wen ich lieber hab, sondern, wer mich zu erst einlädt hat die Zusage. |
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| | #7 (permalink) |
| ~~~~~~~~~~~ | boah Waldi, bevor Du hier durch die Decke gehst: LIES doch mal was Thalion oben geschrieben hat! Denn für mich steht da oben zum einen ganz klar der Fall, in dem ein Versprechen missverständlich als solches aufgefasst wurde. Und DANN geht es um die generelle Diskussion um Loyalität vs. Versprechen. Ich hab mir die Frechheit herausgenommen nur auf den ersten Punkt eine Antwort zu geben *uiui* Ich hab keine Ahnung warum Du meinst den großen Zeigefinger schwingen zu müssen. Das ist die Art wie ICH mit der Sache umgehen würde und so wie ich es wahrnehme, ist es richtig für mich. Für Dich mag es da ganz anders aussehen, eine allgemeine Antwort gibt´s da nicht. Alter Schwede...
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| | #8 (permalink) |
| Bragitru | @Waldi Nein, Centaurea betreibt da keine Haarspalterei. Sie pflückt da nur meinen Gedankengang auseinander, der mich den Satz so schreiben ließ, wie ich ihn schrieb. Wenn du jemanden also Haarspalterei vorwerfen möchtest, dann mir.^^ @Mephist0pheles Du siehst einen Schwur als ein Versprechen an? Ich weiß nicht, für mich ist ein Schwur noch um ein Vielfaches bindender, als ein Versprechen, das zwar auch bindend ist, aber dennoch mehr Freiraum lässt, als ein Schwur. Bei Sachen wie "Ey, schwör mal..." oder "blablabla, ich schwör!" bekomm ich irgendwie Zustände.^^ Deswegen würd ich auch, wenn überhaupt, nur bei ganz raren Gelegenheiten einen Schwur ablegen. Dass aber auch Versprechen nicht leichtfertig gegeben werden sollten, versteht sich von selbst. Sollte zumindest... ___ Also, um die Sache nun doch etwas konkreter an einem Fall festzumachen, hier also nun worum es eigentlich geht: Im April hab ich mich mit einer Frau getroffen, zu der ich vorher, und hinterher, nur lockeren Kontakt hatte. Bei diesem Treffen passierte mehr, als wir vorher dachten, und uns war beiden klar, dass es nur bei diesem Wochenende bleiben wird. Ich sagte ihr, dass wenn wir uns das nächste mal treffen, ich nach Schwerin kommen werde. Im Mai klappte das finanziell nicht und im Juni auch nicht. Dann ebte der Kontakt langsam ab, sie hatte eine Beziehung angefangen. Irgendwann so im Oktober meldete sie sich wieder und wollte nach Hamburg kommen, ich dachte nagut ok. Aber das scheiterte nun daran, dass sie kein Geld hatte. Dann wollten wir uns wieder treffen, aber sie wurde krank. Da ich, was Sylvester angeht, dieses Jahr entgegen den letzten Jahren in meinem Freundeskreis nichts planen wollte, wartete ich ab ob irgendwer was vorschlägt oder ob die meisten, wie die letzten Jahre, woanders feiern wollten. Zwischen ihr und mir kam dann die Idee auf, dass wir uns dann doch an Sylvester treffen könnten, und da in meinem Freundeskreis nur ein kleiner Haufen vage andeutete vielleicht was zusammen machen zu können, willigte ich ein. Sie machte dabei ziemlich deutlich, dass da wohl wieder mehr laufen wird. Prinzipell hatte ich da auch nichts gegen... Nur gestern habe ich dann erfahren, dass sich praktisch alle aus meinem engeren Freundeskreis (bis auf drei, die in anderen Städten wohnen) Sylvester treffen werden - auch die die die letzten 4-5 Jahre nicht dabei waren. Ich brauchte keine 2 Sekunden um zu fühlen, dass ich lieber hier bleiben möchte. Ist das doch genau das, was ich die letzten Jahre immer wieder versucht hatte auf die Beine zu stellen, dass wir endlich mal wieder alle zusammen Sylvester feiern - und ich sollte als einziger nicht dabei sein? Irgendwie tat der Gedanke weh! Der Gedanke, dass ich in Schwerin bin und mit meinen Gedanken ständig hier bei meinen Freunden in Hamburg bin, die ich zT. lange nicht mehr wirklich gesehen habe. Selbst unser kleines Mauerblümchen, dass sich die letzten Jahre lieber mit ihren WoW-Freunden zu Sylvester getroffen hat und ansonsten kaum noch raus ging, ist dabei und freut sich darauf mal wieder richtig Party zu machen... Ich hatte versucht mit ihr, der aus Schwerin, darüber zu reden. Ich hab ihr gesagt wie es ist, dass ich da in einer Zwickmühle hänge und eben viele Freunde lange nicht gesehen habe. Aber was zurückkam war nur Wut, Unverständniss, der Vorwurf ein Versprechen gebrochen zu haben und jetzt vor einer halben Stunde, als ich noch einmal versucht hatte es anzusprechen, die ziemlich klare Botschaft, dass sie mich dann nie mehr sehen will. Was bleibt ist einerseits das Gefühl irgendwie die richtige Entscheidung getroffen zu haben, andererseits aber auch die Zweifel wegen der Sache mit dem Versprechen... Denn grundsätzlich find ich es mies, wenn jemand Versprechen nicht einhält. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es in diesem Fall gut war, es nicht zu tun. Das ist seltsam und ich bekomm diesen Konflikt irgendwie nicht aufgelöst... Liebe Grüße Thalion
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| | #9 (permalink) | |
| Gesperrt | Zitat:
Solche Situationen kenn ich auch aus ihrer Position heraus. Ich tick nicht gleich aus und bin wütend. Ich sage dann zwar das ich verärgert und traurig bin es aber auch nachvollziehen kann. Ganz ehrlich Leute die so reagieren wie sie, sind meist egoistisch, denn im Gegenzug würde sie sich die so eine Entscheidung wie du sie getroffen hast auch für sich rausnehmen und auf dich wenig Rücksicht nehmen, wenn du ihr erklären würdest, wie du dich dabei fühlst. Meist kommt dann ein:"Tja. Da kann ich nichts dran ändern! Ich geh hier feiern und werde Spaß haben. Und das wird sie ohne schlechtes Gewissen. Jemanden schon mit solchen Drohungen einzuengen, das man jemanden dann nicht mehr sehen will, ist schlicht weg lächerlich. Oft sind solche Menschen auch dazu geneigt in einer Beziehung ihrem Freundeskreis und ihrer Familie den Vorzug zu geben und sich nicht für den Freundeskreis des anderen zu interessieren. | |
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| | #11 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 62
Beiträge: 3.105
| In einem solchen Konflikt ist mir erst einmal wichtig, was sich für mich wirklich richtig anfühlt. Wenn ich mir darüber im Klaren bin, muss ich mit allen Beteiligten darüber sprechen und möglichst einen Konsens finden. Wenn kein Konsens möglich ist, treffe ich meine Entscheidung und stehe offen dazu. Schließlich muss ich - egal wie ich mich entscheide - den Rest meines Lebens damit klarkommen.
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. |
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| | #12 (permalink) | |
| freeflying stardust Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 393
| Ich denke, ich hätte auch so gehandelt wie du, Thalion... vielleicht hätte ich noch, um ihr ein Stück entgegenzukommen, den Vorschlag gemacht, doch nach HH zu kommen..... aber ich glaube, nach solch einer - aus meiner Perspektive überzogenen - Reaktion wäre das nur sehr halbherzig und aus falscher Loyalität wegen des schlechten Gewissens meinerseits geschehen. Jedenfalls war das - für mich - ein ganz schön tiefer Einblick in einen Teil ihres Charakters.
__________________ Zitat:
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| | #13 (permalink) |
| Mondtochter | Für mich (ohne auf Loyalität und Versprechen näher einzugehen) hätte mich für die Freunde entschieden. Vor allem wenn das "Versprechen" nur einer Bekannten gegeben wurde. Ich für meinen Teil bin da sowiso recht schmerzfrei wenn es um solche Entscheidungen geht. Du hast das schon richtig gemacht und die Reaktion sollte Dir dann auch zeigen dass Sie es nicht wert gewesen wäre, wenn Du Deinen Freunden abgesagt hättest. |
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| | #14 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 62
Beiträge: 3.105
| Ich finde auch, dass du dich richtig entschieden hast, Thalion.
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| | #15 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
Bedenke: es gibt auch eine sogenannte Loyalität, die gar keine ist bzw. eine solche, in die Du aufgrund der Berechnungen eines Gegenübers hinein manipuliert wirst. Ich will jetzt damit nicht sagen, dass die junge Dame aus Schwerin dazu gehört. Aber diese Variante der "Loyalität" sollte im Reigen der Definitionen nicht übersehen werden. Du beschreibst: ... uns war beiden klar, dass es nur bei diesem Wochenende bleiben wird. [...] Dann ebte der Kontakt langsam ab, sie hatte eine Beziehung angefangen. [...] Sie machte dabei ziemlich deutlich, dass da wohl wieder mehr laufen wird. Prinzipell hatte ich da auch nichts gegen... Da stellt sich mir u. a. auch die Frage, was die junge Frau aus Schwerin denn eigentlich von Dir will? Erst seid Ihr Euch einig, dass es eine einmalige Sache war, dann hat sie plötzlich ne Beziehung angefangen und dann wiederum möchte sie Dich wiedersehen und verspricht ihrerseits bereits Dinge. Will sie was oder will sie nix? Bist Du nur ein Spielzeug für sie, ein Lückenbüßer, weil grad kein anderer da ist? Und was willst DU eigentlich von ihr? Ich denke, Du solltest aufpassen, Dich nicht an Dinge anzupassen, die gar nicht Deiner eigenen Intention entstammen. Aber Du bist erwachsen und in der Lage, eigenverantwortlich zu handeln. Deshalb ist es (mir) so wichtig, dass Du auf Dein Bauchgefühl vertrauen solltest. Manchmal ist es in solchen Konfliktsituationen angeraten, erst einmal für sich selbst zu entscheiden, was man selbst am liebsten möchte. Du schreibst ja ganz offen, dass Du Dich aus vielerlei Gründen für Deine Freunde entschieden hast. Das ist doch ne gute Entscheidung! Sie passt ja für Dich und das ist das einzig Wichtige. Bei solchen Dingen wirst Du selten Lösungswege finden, mit denen alle zufrieden sind. Manchmal ist eben auch ein gewisser gesunder Egoismus angebracht. Nachtrag: Wichtig ist dabei m.E. auch, die Loyalität zu sich selbst nicht außer Acht zu lassen. Schöne Grüße | |
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| | #16 (permalink) |
| ~~~~~~~~~~~ | ob und inwieweit man in der Lage ist ein Versprechen einlösen zu können, kann sich ändern. Und wenn es einen triftigen Grund gibt, dass man einem Versprechen nicht nachkommen kann, ist das eben so. Viel blöder als ein nicht gehaltenes Versprechen finde ich es, wenn jemand auf biegen und brechen darauf beharrt. Also Thalion, die Reaktion der Dame gibt wie ich finde eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob Du Dich in der Sache richtig entschieden hast oder nicht ![]() Ich kann es zwar verstehen, dass sie enttäuscht war, nachdem es schin mehrere Male mit dem Treffen nicht geklappt hat, aber so eine Reaktion ist unpassend.
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| | #17 (permalink) | ||||||
| Bragitru | Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Liebe Grüße und nochmals Danke Thalion
__________________ "Yesterday is history, tomorrow is a mystery. But today is a gift. That is why it is called the present." [Master Oogway - Kungfu Panda] "There are no ordinary moments." [Dan Millman - The Way of the Peaceful Warrior] „Take only memories, leave nothing but footprints.“ [Chief Seattle] | ||||||
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| | #18 (permalink) | ||
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
Schöne Grüße | ||
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| | #19 (permalink) |
| crazy Registriert seit: 17.10.2009 Ort: bei Freiburg Alter: 32
Beiträge: 82
| Der Kobayashimarutest soll verdeutlichen, dass man in einer ausweglosen Situation eine angemessene Entscheidung treffen kann, auch wenn diese nicht dem eigenen Idealbild entspricht. Ich würde sagen, Test bestanden. Erst mal hast Du eine Verantwortung dir selbst gegenüber, dann erst kommen andere. Und meiner Meinung nach, spielt das Mädel mit Dir, ich für meinen Teil, würde so eine Beziehung abbrechen.
__________________ Mutter Gaia ist unser aller Mutter, und es liegt an uns sie zu schützen. Nur durch Gemeinsamkeit können wir dies erreichen. Der Göttin ewig treu, und in Gemeinsamkeit verbunden. In Var us same |
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| | #20 (permalink) |
| Waldschrattel Registriert seit: 02.03.2010 Ort: Bayrischer Wald Alter: 56
Beiträge: 7
| Seid gegrüsst! Auch auf die Gefahr hin, das man mich vielleicht für etwas altbacken halten könnte: Ich bin der Meinung, das ein Versprechen ein gegebenes Wort bedeutet, so das derjenige, dem ich dieses Versprechen gegeben habe, mich jederzeit beim Wort nehmen kann. Dies gilt jedoch nur, wenn dieses Versprechen klar formuliert gegeben wurde. Im vorliegenden Fall ist dies ja wohl nicht so erfolgt. Ich kann und will mich nicht damit anfreunden, das ein Versprechen, je nach Situation, nicht mehr zu halten sein soll. Dann soll man vorher genau überlegen, was man verspricht, und sich, bevor man dies tut, über mögliche Folgen eines so gegebenen Wortes klar werden. Früher bedeutete es u. U. das Überleben mehrerer, wenn ein Wort gegeben wurde und man sich darauf verliess und handelte. Heutzutage wird meiner Meinung nach das Ganze ziemlich lax gehandhabt. Dabei wäre es gerade in der heutigen Zeit wichtig, wenn das Wort eines Mannes oder das einer Frau wieder den Wert bekäme, den es mal hatte. Lieber Thalion, das geht nicht an Deine Adresse! Sich in "Krisenzeiten" aufs Bauchgefühl zu verlassen, kann ich da nur unterstreichen! Ich war nur der Meinung, das diese Gedanken hier vielleicht auch ein Plätzchen haben sollten. Ganz lieben Gruss - Rinka
__________________ "Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt selbst keine Spuren" (Che Guevara) |
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