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| Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) ) |
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| | #21 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
... nur leider ist m.E. die 1-E-Job Geschichte unter der Menschenwürde, denn ich selbst habe erlebt, dass Menschen unter dieser Bezeichnung "ruhig gestellt" werden und aufs Abstellgleis geschoben werden u. irgendwo ihre acht Arbeitsstunden "absitzen", damit sie aus der Arbeitslosenstatistik heraus fallen. Auch darf nicht vergessen werden, dass diese "billige" Arbeitskraft durchaus auch Kleinbetrieben den Job wegnimmt, wenn z.B. diese Grünflächenpflege nicht mehr an Gärtnerbetriebe vergeben ist und diese dadurch Einkommen verlieren, das sie bräuchten, um reguläre Arbeitsplätze weiterhin erhalten zu können. Auf den ersten Blick ist der 1-€-Job eine gute Sache, aber tiefer betrachtet ein Desaster. Auch geht dabei die Menschenwürde des Einzelnen vor die Hunde bzw. wird dabei umgangen u. untergraben. ![]() Womit wir beim Thema "Mindestlohn" angekommen wären!
__________________ Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt. Gautama Buddha | |
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| | #22 (permalink) | |||
| Skaldenmetbrauerlehrling Registriert seit: 08.01.2008 Ort: Südpfalz Alter: 46
Beiträge: 875
| Zitat:
Das ist dann deren Privatsache. Sehe ich auch so. Zitat:
![]() Zitat:
weggenommen bekommt. Den Menschen, der so ist, zu ändern, dürfte aber noch schwieriger sein. Bernd | |||
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| | #23 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.029
| Da habt ihr beide natürlich völlig recht. Ich kämpfe mit meinen Freunden seit Beginn dieser unsäglichen Hartz IV Geschichte beständig gegen diese menschenunwürdige Sache. Mir ging es bei meinem Beispiel nur darum zu zeigen, dass Arbeit auch noch andere Aspekte hat, als nur Geld verdienen. Zeitarbeitsfirmen, die mit Leiharbeitern die Löhne der anderen Beschäftigten in den Firmen drücken, sind ebenso unmöglich in meinen Augen. Aber hier bewegen wir uns stark in politisches Gewässer und das war nicht die Ausgangsfrage. Arbeit bedeutet eben auch, dass man stolz ist, auf das, was man hergestellt hat oder was man geleistet hat. Wenn man durch ein Bürgergeld oder Grundgehalt für Jeden - wie es mal von einigen angedacht wurde - von der Notwendigkeit für den Lebensunterhalt zu arbeiten entbunden wäre, würden die meisten Leute dennoch sich eine Arbeit suchen - eben wegen dieser positiven Rückmeldung und dem Gefühl, etwas leisten zu können.
__________________ Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist. Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten. |
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| | #25 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
Geht mir ja auch so, ich würde gerne arbeiten, wenn ich etwas finden könnte, was mir möglich ist... eben auch aus dem Grunde, etwas hergestellt zu haben, etwas gut gemacht zu haben... etwas zu leisten... u. dafür auch noch anständig entlohnt zu werden... ich find immer so bedenklich, wenn mensch sich rein über die Arbeit definiert (ist mir wichtig, darauf hinzuweisen!)... etwas herstellen und sich daran erfreuen, etwas geleistet zu haben, kann mensch ja auch ohne festen Arbeitsplatz... z.B. Brot backen, Klamotten nähen, Bilder malen, schreiben... was auch immer... und es betankt dazu noch mit Energie, weil selbst hergestellt ohne Druck zur Produktivität!... und mensch ist nicht abhängig in dem Sinne wie bei einem Arbeitgeber, wo reibungsloses "Funktionieren" vorausgesetzt wird... u. wenn das eben nicht der Fall ist, ein "Besserer" nachrückt. vll hab ich auch zuviele schlechte Erfahrungen mit Arbeitgebern gemacht... ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die einen festen Arbeitsplatz u. Spaß dabei haben, das Thema ganz sicher ganz anders betrachten!
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| | #26 (permalink) | |
| Ⓩ Ⓔ Ⓝ Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
| Zitat:
Ich bin durchaus dafür, dass der Arbeitswillige mehr Privilegien bekommt als der Faule, was der kapitalistischen Idee entspricht. Es gibt jedoch keinen Grund, den Faulen zu erniedrigen, weil seine Arbeitskraft nicht mehr notwendig gebraucht wird. Nicht zu vergessen, dass viele Menschen nur deshalb Arbeit wollen, weil sie die gesellschaftliche Demütigung nicht mehr ertragen. Schlimmer als Armut ist der Mangel an Respekt. Die kapitalistische Idee belohnt den, der arbeitet. Das funktioniert, solange es genügend Arbeit für jeden Bildungsgrad gibt. Aufgrund von Technologie und Auslagerung einfacher Arbeit in Billiglohnländer kann D heute nicht mehr allen Bildungsgraden eine Arbeit bieten, die sich selbst finanziert. Wer nichts bessers weiß, als einen 1-Euro-Job anzunehmen, der möge es mit Freuden tun. Mir fallen 1000 wichtigere Dinge ein, doch ich bin sicher nicht gerade das leuchtende Beispiel für einen niedrigen Bildungsgrad .
__________________ Wenn der Mensch edel ist, dann sind die Tiere Götter. Den Sklaven das Kreuz, den Heiden die Welt. Ein freier Geist ist unbesiegbar. | |
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| | #27 (permalink) |
| Forums Oma Registriert seit: 20.01.2007 Ort: Bergisches Städtedreieck Alter: 61
Beiträge: 3.029
| Das ist wohl wahr - aber für die meisten Menschen gehört die Anerkennung durch andere Menschen auch dazu. Wenn jemand nur für sich wunderschön malt, aber niemand das zu schätzen weiß, kann das auch sehr frustrierend sein..... Oh das bezog sich grade auf den Post von PachaMama - du warst schneller, Bock.....
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| | #28 (permalink) | ||||||
| Skaldenmetbrauerlehrling Registriert seit: 08.01.2008 Ort: Südpfalz Alter: 46
Beiträge: 875
| Zitat:
Wobei ich dann nur eine Mindestversorgung postulieren würde. Zitat:
Zitat:
wo der Arbeitende mehr bekommt als der nicht Arbeitende. Zitat:
aber schon vorstellen, dass auch das ein Grund sein könnte. Zitat:
Wer Arbeit zu vergeben hat, der soll gefälligst dafür bezahlen oder sie selbst erledigen! ![]() Zitat:
![]() Bernd | ||||||
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| | #29 (permalink) | |
| WaLDgRÜnLeBeNsFaRbenFroH | Zitat:
... das künstlerische Schaffen selbst ist der Weg und das Ziel... für mich...Ich hab schon verstanden, wie Du es meinst, Lidania.
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| | #30 (permalink) |
| Ⓩ Ⓔ Ⓝ Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Germania Magna
Beiträge: 736
| @Bernd: Für mich sind 1-Euro-Jobs ein Mittel, um Arbeitslosigkeit zu verschleiern. Dazu kommen die anderen Niedriglohn-Jobs, bei denen die Empfänger auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen sind. Das zeigt, dass der freie Markt ohne staatl. Eingreifen nicht mehr funktioniert. In dieser Situation die Vollbeschäftigung als erreichbares Ziel zu postulieren, wie Merkel es tut, halte ich für blanken Hohn. De facto werden Leute in Billig-Jobs gezwungen, von denen sie ohne zusätzliche Staatshilfe nicht mehr leben können. In dem Sinne - Gute Nacht! ![]() Der Bock
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| | #32 (permalink) |
| Grossmeistergeier Registriert seit: 27.01.2007 Ort: Oberbergisches Land Alter: 31
Beiträge: 342
| naja, beruf im sinne von berufung bzw. etwas was einem ein gefühl vermittelt etwas nützliches zu tun ... bei dem es nicht nur ums geld verdienen geht, aber von dem man trotzdem gut leben kann , wäre wohl das optimale.... ich glaube aber das es immer schwieriger wird so etwas zu finden..... den größeren konzernen geht es zunehmend immer mehr ums geld verdienen... qualität ist nur gefragt , wenn die rendite stimmt . am besten verkauft man den leutet (absichtlich etwas extrem dargestellt).... mist als gold.... so streicht man den größt möglichen gewinn ein. wie kann da ein angestellter, der für einen solchen konzern arbeitet , das gefühl haben etwas nützliches zu tun ? soziale verantwortung usw. wird nicht mehr wirklich groß geschrieben . bei vielen kleinen selbstständige unternehmen, mit anfangs vielleicht guten absichten, geht es oft schnell ums nackte überleben und wenns dann hart auf hart kommt , wird auch dort betrogen und alles dreht sich schnell nur noch ums geld und der spass an der arbeit geht verloren. klaro ,das mögen jetzt extrem- beispiele sein , aber es drifftet schon mehr und mehr in die richtung glaube ich... auch wenns uns hier rein geldmäßig wirklich noch verdammt gut geht alles im allem und global gesehen..... trotzdem machen mir die leute hier, zunehmens einen frustrierten eindruck was das berufsleben betrifft. warum wohl ? einen 1€ job würde ich nie machen... weil ich mir da ausgenutzt vorkommen würde.... da würde ich eher auf der strasse betteln gehen oder sonst was ! liebe grüße baboy |
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