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| Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) ) |
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| Drache vom Dienst (Admin) | Fanatiker und Fundamentalisten Fundamentalisten sind wohl die selbstlosesten Menschen die es gibt. Sie sind bereit ihre eigenen Regeln zu brechen um DICH zu retten - nämlich um Dich zu zwingen, auf ihrem Weg zu gehen, den sie als den einzigen richtigen ansehen. Gleichzeitig sind Fundamentalisten die Menschen, mit den größten Scheuklappen. Es geht ihnen um Sicherheit. Für Sicherheit geben sie alles auf - vor allem das selber denken und die Freiheit. Fundamentalisten lassen denken - vor allem aber vorbeten. Fundamentalisten lassen sich instrumentieren. Sie sind von ihrem Guru/heiligen Buch/politischen Führer, von ihrer Überzeugung, sehr leicht zu lenken, da sie davon ausgehen, daß alles, was ihnen gesagt wird, alles, was sie glauben (wollen) wahr und richtig ist. Da das, was sie selbst glauben unzweifelhaft wahr ist, müssen auch alle anderen dran glauben (pun intended) - auf welche Art auch immer. Der Fundamentalist hat panische Angst, daß "sein Himmelreich" nicht kommt, wenn nicht alle anderen das glauben, was er glaubt. Dafür geht er dann über Leichen - sogar über seine eigene. Denn als Märtyrer kommt er ja sofort in sein persönliches Paradies. Das ist der zweifelhaften Existenz als erfolgloser Missionar vorzuziehen. Die Triebkraft eines Fanatikers ist Angst - Angst, die von seinen Führern oder seinen Glaubenssätzen geschürt und am brennen gehalten wird. Sterben für den Glauben oder für ein Ideal wird als Lösung propagiert. Entweder wird das Opfer (zwangs-)missioniert, oder der Ungläubige, oder der Missionar, stirbt - in allen Fällen ein Erfolg für den Fanatiker. lg SF
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |
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| | #2 (permalink) |
| Brachial-Drache Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
| Wunderbar gesagt, Starfire. Vollkommen zutreffend. Hinzuzufuegen waere eigentlich nur noch, dass diese Leute unsozial, ignorant was die Wuensche anderer angeht und die Verkoerperung all dessen darstellen, dass mir den Magen umdreht. Ich verachte Glaubensegoismus, besonders verbunden mit Ignoranz und einem an Stupiditaet grenzenden Sendungsbewusstsein. Wie man mit Ihnen umgeht? Nun dass muss jeder fuer sich entscheiden. Man kann solchen Leuten entweder aus dem Weg oder man steht gegen sie auf! PadDraig |
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| | #3 (permalink) | |
| Gesperrt Registriert seit: 12.01.2008 Ort: Ennepe-Ruhr-Kreis Alter: 41
Beiträge: 265
| Zitat:
Ich halte es für nötig, echte Gegengewichte zu schaffen: Eine andere Art von Umgang aktiv vorzuleben. Als Beispiel fällt mir hier eigentlich nur Mahatma Gandhi (sich nicht unterwerfen, aber deutlich erkennbar und friedlich Kontra leben) ein... Doch, noch ein Beispiel: Schindler | |
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| | #4 (permalink) |
| Ewiger Zweifler Registriert seit: 03.03.2007 Ort: Marburg Alter: 30
Beiträge: 52
| Hallo, @whyatt: Hm, Gandhi wird im Westen ja oft als das Phänomen des gewaltlosen Widerstands genommen, aber von der Persönlichkeit her ist er glaube ich etwas schwieriger einzuordnen, gerade im Kontext diese Threads. Ich kann nicht mehr mit Quellen aufwarten, zu lange her dass ich das gelesen habe, aber ich meine mich zu erinnern, dass er sehr zur Askese neigte, Bedürfnislosigkeit propagierte und auch seinen Körper nie schonte. Das ist dann eine andere Art von Fanatik: eine, die sich gegen sich selbst bzw den eigenen Körper richtet. btt: ich finde Fanatiker und Fundamentalisten auf ihre eigene Art höchst faszinierend, vor allem die Echten. Damit meine ich diejenigen, die wirklich aus tiefstem Herzen und mit vollster Hingabe glauben. Als Ursache bei den anderen, die Starfire beschrieben hat, kann man wohl psychologisch von einem schwachen Selbst und einer sog. Inflation sprechen, wo also das nur wenig ausgeprägte Ich unter der "Lehre" oder dem Glauben begraben wird, und mann quasi zum Werkzeug seiner Überzeugung wird. Aber es gibt ja auch die charismatischen Anführer dieser Richtungen, die solche Extreme formulieren und die Fanatiker dann um sich scharen, und ich halte es für zu oberflächlich, diesen nur noch etwas mehr Machtwillen und Ehrgeiz zu unterstellen. Was geht in solch einem Menschen vor, dass er sozusagen die Wahrheit verkünden kann. Wo rührt bei denen die Gewissheit her? Gruß, Theoderich
__________________ "Ich glaube, die Erschlagenen [Toten] kümmert es wenig, ob sie schlafen oder auferstehen werden." (irgend so ein alter Grieche) "Audiatur et altera pars." (ein alter Römer) "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern. (Adenauer, ein alter Rheinländer)) |
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| | #5 (permalink) | ||||
| Gesperrt Registriert seit: 12.01.2008 Ort: Ennepe-Ruhr-Kreis Alter: 41
Beiträge: 265
| @Theoderich: Ja, man kann Gandhi vielleicht 'fanatisch' nennen - sicher aber nicht in der Weise, in der Starfire das gemeint hat... Er trat gegen eine andere Art von Fanatismus auf: Die Hab- und Machtgier der (britischen) Besetzer und deren 'Rassenwahn' (genau - nicht einmal in diesr Hinsicht kann man Hitler einen 'Erfinder' nennen!). Ich glaube, für die Abschaffung der Apartheid war er fast wichtiger, als Nelson Mandela - denn Gandhi hat den Keim gelegt, Mandela konnte ernten. Hätte es Gandhi nicht gegeben, wäre das im Bürgerkrieg eskaliert und als 'Reaktion' auf die 'bösen ******, Kaffer und Kulis' wäre statt Apartheid ein Völkermord draus geworden..! Ich persönlich nenne Gandhis 'Fanatismus' Heldenhaftigkeit, und kann auch nicht nachvollziehen, wie man das anders nennen kann! Zitat:
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| | #6 (permalink) |
| Brachial-Drache Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
| Nun, ich bleibe bei meiner Meinung: "Aufstehen" ist dass Mittel um gegen solche Leute vorzugehen. Ich habe nichts von GEWALT geschrieben, denn dass Aufstehen kann auch Massnahmen des zivilen Ungehorsams beinhalten. Und da jeder Art von! ![]() Erst dann, wenn alle anderen Mittel erschoepft sind, erst wenn es wirklich keine anderen Moeglichkeiten gibt ODER man sein eigenes Leben (& dass seiner Familie) schuetzen muss, DANN ist Gewalt als Mittel des Widerstandes zu rechtfertigen. Gruss! PadDraig |
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| | #7 (permalink) | ||
| Ewiger Zweifler Registriert seit: 03.03.2007 Ort: Marburg Alter: 30
Beiträge: 52
| @whyatt: Na ja, ich gestehe Gandhi ja durchaus zu, dass er ein großer Mann war, aber im Westen wird er wesentlich stärker als Heilsfigur gehandelt als in Iondien selber. Da ist es vor allem Neru, der als in der Folgezeit auch zeimlich nationalistisch agierender Staatslenker in Ehren gehalten wird. Zitat:
Zitat:
Mein Statement war, dass es unterschiedliche Arten des Fanatismus gibt, die sich auch gegen unterschiedliche Dinge richten, nach Innen wie nach Außen. Vielleicht bin ich ja auch zu sehr ein Genießer der schönen Dinge dieser Welt, aber Selbstkasteiungen, wie sie zum Beispiel von mittelalterlichen Mönchen oder von bestimmten schiitischen Gruppen zu Alis Todestag vorgenommen werden, sind Ausdruck eines gewissen Fanatismus. Auszusehen wie ein Skelett à la Gandhi ist es auch. @Padraig: Der Preis, gegen solche Menschen aufzustehen ist extrem hoch, betrifft oft auch die eigene Familie und Freunde und kann zu einem vorzeitigen Ableben führen, meist von Schmerzen begleitet. Wer in einer Gegend wie dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet progressive Meinungen vertritt, lebt gefährlich. "Wehret den Anfängen" ist für unsere Breitengrade sicherlich richtig, siehe Thema Neonazis, doch wo die Jungs mal den kritischen Punkt der Kontrolle erreicht haben, muss man selbst schon wieder fanatisch an seinen Rechten und Freiheiten festhalten wollen, und wie gesagt unter Umständen dafür viel opfern.
__________________ "Ich glaube, die Erschlagenen [Toten] kümmert es wenig, ob sie schlafen oder auferstehen werden." (irgend so ein alter Grieche) "Audiatur et altera pars." (ein alter Römer) "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern. (Adenauer, ein alter Rheinländer)) | ||
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| | #8 (permalink) |
| Brachial-Drache Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
| Zutat von Theoderich:>>>> @Padraig: Der Preis, gegen solche Menschen aufzustehen ist extrem hoch, betrifft oft auch die eigene Familie und Freunde und kann zu einem vorzeitigen Ableben führen, meist von Schmerzen begleitet. Wer in einer Gegend wie dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet progressive Meinungen vertritt, lebt gefährlich.<<<< Jo. Aber wie heisst es so schoen "Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!". Am Anfang einer Widerstandsbewegung mag man alleine darstehen - mitsamt der eigenen (Re-)Aktion auf Unfreiheit und Unterdrueckung. Doch was geschieht, wenn der Unfreien und Unzufriedenen immer mehr werden? Es ist imer der Anfang der gemacht werden muss... Vor dem (physischen) Tod habe ich keine Angst (mehr), auch nicht vor Schmerz: der Mensch kann viel aushalten wenn er muss! >>>>"Wehret den Anfängen" ist für unsere Breitengrade sicherlich richtig, siehe Thema Neonazis, doch wo die Jungs mal den kritischen Punkt der Kontrolle erreicht haben, muss man selbst schon wieder fanatisch an seinen Rechten und Freiheiten festhalten wollen, und wie gesagt unter Umständen dafür viel opfern.<<<< Was Du sagst stimmt. Kern dabei ist, dass man zu verhindern sucht, dass dieser Punkt vollstaendiger Kontrolle erreicht wird. Einzuschreiten, bevor diese kritische Masse der Unterdrueckung erreicht wird. Freiheitsliebe ist ja auch eine Art von Fanatismus . Unfreiheit eine Vergewaltigung des eigenen Ich's. Und wenn Du hier vom Tod sprichst: ab einem gewissen Punkt ist es besser auf den Fuessen zu sterben, als auf den Knien zu leben!Auf jeden Fall ist es notwendig, dass man die Augen offenhaelt und sich, wenn es notwendig ist, einbringt. Als ich damals die ersten Bilder der Montagsdemonstrationen sah und hoerte, wie die Leute "WIR sind dass Volk!" riefen, war mir klar, dass dies das Ende der so fest zementierten Unfreiheit war. Persoenlicher Mut und leidenschaftliche Freiheitsliebe, verbunden damit, dass die Leute dieses System/Regime bis oben hin satt hatten, waren der Garant fuer den Erfolg. Und daran, dass das Ganze ohne Blutvergiessen vonstatten ging, kann man sich immer ein Beispiel nehmen! LG; PadDraig |
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| | #9 (permalink) |
| Panta rhei Registriert seit: 21.01.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 396
| Was für`n Thema ![]() Aus ihrer Sicht sagen Fundamentalisten genau dies. Selbstlosigkeit einer Sache wegen. Ob nun politisch oder religiös orientiert geht es um eine Form der Manipulation (wie SF schon schrieb) und die Rückführung einer ideologischen Ansicht, die sich folgendem nicht stellen kann, nämlich der Veränderung. Überdies werden Weltbilder geschaffen, die eindeutig in Gut - Böse, Freund - Feind, Richtig - Falsch aufgespalten werden. Und zwar in extremster Weise. Dies dient schließlich in jeder Hinsicht dem eigenen Selbstwertgefühl, insofern ist die sog. Selbstlosigkeit ein getarntes Spiel – denn es geht um den unumstösslichen Akt, Wahrheit zu sprechen - im Recht zu sein und für Wahrheit eine Stellvertreterrolle einzunehmen. Der Fundamentalist, der glaubt, dass die Fundamente, auf denen er sein Weltbild errichtet hat, zu bröckeln voranschreiten und daher zu Mittel der Gewalt greift – im Extremfall zu körperlicher Gewalt – aber vor allem Psychologischer – Der alle Dinge “von Aussen” als Angriff deklariert und somit noch eine Bedrohung konstruieren kann, um eines zu verhindern, nämlich die Reflektion über fest zementierten Annahmen. Eines der besten Beispiele z.B aus dem Islam ist die Entstehung der Strömung der Wahabiten Wahhabiten - Wikipedia Wo man bei Fundamentalismus von einem Bezug zu einem Recht(sanspruch) aufgrund von Tradierung mit Anspruch auf Echtheit, politischer Verhältnisse und Ideologien sprechen kann, ist der Fanatismus meiner Meinung nach wesentlich breiter gestreut. Die fanate Blickrichtung auf das Objekt/Subjekt der Begierde, die leidenschaftliche Vereinnahmung einer Angelegenheit, darin der Besitzanspruch durch das in diesem Spiegel entsprechende taugliche Mittel, das Ziel zu erreichen.. und hierzu sind alle Mittel und Wege nur “gerecht”, nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Zweck heiligt die Mittel für ein Ziel. Alles in allem durchtränkt von Empathilosigkeit, Verständnislosgkeit und Gewalt auf subtiler Ebene. Überdies ein geradezu finaler Egoismus. Noch weiter heruntergebrochen, ist der fanate Augenblick meiner Meinung nach aber auch jede sog. unumstössliche Situation, quasi als Absolutismus anderer Art. Daher meine Betrachtung in mehrere Richtungen. Zum einen als Mittel der Umsetzung festgelegter Ziele, was sich als Gewalt ggü. anderen aber auch sich selbst ggü. äussern kann, zum anderen als Mangel des Denkens, der Reflektion. Gerade religiöse, politische Weltbilder und Annahmen werden “fanat” vermittelt, was sich auch darin zeigt, dass Ansichten oder Konflikte nicht unbedingt selbstverständlich aufgearbeitet und/oder diskutiert werden. Schon eine Art der Besserwisserei kommt aber auch ziemlich fanat herüber, wenn Ziel und Zweck des Vermittelten, Hierarchie -und Dominanzverhältnisse schafft. – ob nun stumpfe Stammtischparolen, religiöse Vorträge, spirituelles Nonplusultra und was noch sonst. Der fanate Augenblick äussert sich mir ggü. z.B dort, wo das Kennzeichen einer Unumstösslichkeit die Wirkung in mir erzeugen soll, den Sender seiner selbst wegen zu bestätigen und diesem etwas zu vermitteln, was ihn dann erst seinen Selbstwert bescheert, dieser sich dadurch erst dann zu definieren vermag. Aber auch dies ist natürlich eine subjektive Einschätzung, insofern wäre eine Bewertung meiner Meinung nach mit Umsicht zu gestalten. Das heisst allgemein nicht, dass ich jemanden, der von seiner Sache überzeugt ist, gleich als Fanatiker stigmatisiere - es ist ein ausloten, inwiefern die Überzeugung mich dazu bewegen soll, eine Funktion, eine Aufgabe oder was noch sonst im Bilde des Überzeugten zu tragen. Habe ich noch die Freiheit, für mich zu entscheiden? Wenn die Antwort nein lauten sollte, da mir eigentlich keine Entscheidung zustünde, ist die Katze ausm Sack Aber vielleicht wird eine freie Entscheidung nur vorgekaukelt und die Manipulation trifft voll ins Schwarze.Und wer weiss, vielleicht bin ich in meiner finalen Bewertung über den Gegenstand meiner Kritik ebenso einem Fanatismus verfallen, da das Postulat der sich ständig ändernden Dinge als Fluss der Existenz (was ich als Konstante definier) nicht weniger das reflektiert, was ich im eignen Spiegel beobachte, als Anspruch formulliere und anhand dieser Betrachtung ein Urteil festsetze. Ja, darin bin ich sicherlich egoistischer als der Gegenstand meiner Kritik. Darin gibt es für mich jedoch einen Unterschied! Auf der einen Seite steht viel viel Leid, welcher Ergebnis eines Fundametalismus/Fanatismus wäre. Und hierin kann ich unmittelbar aus eigener Erfahrung sprechen und hautnah von Erlebnissen anderer. Gut.. sag ich.. im stillen Kämmerlein - muss mich nicht jucken, klopft aber sowas an die Türen meiner Wahrnehmung, kann und werde ich das dann nicht ignorieren. Extremismus, was z.B allgemein als „das Entfernteste“, „das Ärgste“, der „äußerste Rand“ eines politischen Spektrums definiert wird und in erster Linie die Gefährdung eines herrschenden politischen Systems (Demokratie) benennt, verbindet sich in und mit unterschiedlichen Ideologien und zeichnet sich ebenfalls durch Negation sog. Universeller Menschenrechte aus, besonders Freiheit und Gleichheit. Dennoch füge ich an dieser Stelle meine Kritik hinzu, dass in der Bewertung dieses Themas politisch als auch allgemein nicht selten die Ursachen extremistischer Phänomene vernachlässigt werden. Denn Freiheit und Gleichheit stehen nunmal nicht jedem selbstverständlich zur Verfügung, wie es durch Menschenrechtskonventionen u.s.w rausposaunt wird. Eine Veruteilung fanatischer Auswüchse ist in jeder Hinsicht berechtigt, begleitende, unterstützende oder forcierende Aspekte, die jeweils zu solchen Auswüchsen führen / geführt haben, sollten jedoch nicht ausgeblendet werden. Gruss
__________________ Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du. |
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| | #10 (permalink) | |
| Z.Z. away (Admin) | Zum Thema Extremismus hab ich da übrigens bei YouTube eine sehr interessante Reportage gefunden (allerdings auf Englisch!): God´s Warrior´s-The Christian Culture War YouTube - God's Warriors - The Christian Culture War God´s Warrior´s- Christian YouTube - God's Christian Warriors (CNN) - Part 1 Das ist der 1. Teil. Die anderen Teile zum Christentum könnt Ihr dann auf der rechten Seite anklicken. Wie im ersten Link angesprochen, gibt es dazu auch noch Teile zum God´s Warriors im Islam und (auch sehr interessant) Judentum. Ich hab mir noch nicht alle angesehen, muss aber sagen, dass mir zumindest die Teile zum Thema Christentum sehr gut gefallen haben. Zitat:
Sehr eindrucksvoll demonstrieren das die Islamisten... Oder auch die Evangelikalen in den USA, die auch nicht davor zurück schrecken, Kinder dafür zu missbrauchen... Das Jesus-Camp ist da wohl eines der besten Beispiele für... YouTube - Jesus Camp 1 of 9 YouTube - Jesus Camp 2 of 9 YouTube - Jesus Camp 3 of 9 YouTube - Jesus Camp 4 of 9 YouTube - Jesus Camp 5 of 9 YouTube - Jesus Camp 6 of 9 YouTube - Jesus Camp 7 of 9 YouTube - Jesus Camp 8 of 9 YouTube - Jesus Camp 9 of 9 (ebenfalls die amerikanische Version-die sehr viel ausführlicher ist, als die deutsche!) *Links überprüft 08. 02. 2008 21:00h-Siat* LG Siat
__________________ Ich bin zur Zeit selten online, bei wichtigen Dingen bitte eMail schreiben oder StarFire anschreiben! Von den Hohen erschaffen zu lernen, zu lehren, zu wachen Geboren in der Sterne Welten Wandern und wandeln sie Die Drachen ©Siat Forenregeln Unsere MemberMap | |
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| | #11 (permalink) | |||||
| Gesperrt Registriert seit: 12.01.2008 Ort: Ennepe-Ruhr-Kreis Alter: 41
Beiträge: 265
| Zitat:
Er lebte 'gegen den Unterschied' - putzte auch selbst das Klo und ließ dazu keine Parias aufmarschieren... Er verlangte, gleich behandelt zu werden, wie die Weißen - aber zugleich nicht besser, als die Parias. Diese Haltung hat ihn so dürr gemacht, nicht eine Aggression gegen seinen Körper! Er war in bewundernswerter Weise bereit, seine Gesundheit und sein Leben in die Waagschale zu legen (...übrigens nicht anders, als Jesus...), um zu überzeugen - nicht, um zu erzwingen. Und genau das macht ihn eben nicht zum Fanatiker! Zitat:
), ist schon nötig, das sehe ich auch!Zitat:
Ich wünschte, es würde nicht jeder immer wieder von "Freiheiten" (Mz) sprechen: Ich will nur eine Freiheit - keine hundert Abziehbildchen davon: Meinungsfreiheit (Denk' was Du willst, aber tu', was ich Dir sage) Wahlrecht (..interessant: nicht '-freiheit' - Such' Dir aus, von wem Du Dir vier Jahre lang das Fell abziehen lässt, wer Dich besch... darf, ..) ... IMHO ist es eben keine Freiheit, was die 'Obrigkeit' als solche propagiert! Im "real existierenden Sozialismus" war es zwar Augenfälliger, aber: wenn der Souvereign von Freiheit spricht, ist etwas ganz anderes gemeint! "Wehret den Anfängen" mittels "zivilem Ungehorsam" dürfte hier doch wohl bedeuten, den Souvereign eben nicht mehr anzuerkennen, Gesetzen nur Folge zu leisten, soweit sie einem persönlich gerecht und vertretbar erscheinen, ... Zitat:
![]() Zitat:
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| | #12 (permalink) |
| Drachenseele Registriert seit: 19.05.2007 Ort: NRW Alter: 28
Beiträge: 303
| Ja die dokumentationen sind vor einiger zeit auch auf deutsch auf Phönix ausgestrahlt worden. Diese Jesus camps sind im Grunde nichts anderes als Paramilitärische Glaubens schulen, in denen evangelikale kinder zu Gotteskriegern ausbilden. Im grunde ist es genau die gleiche metodic die auch islamisten anwenfden um ihre Terroristen einzuschwören, und geistig gegen zweifel zu imunisieren. Ich halte diese entwicklung für sehr gefährlich. Denn eines Tages sind diese Kinder mal erwachsen und werden ihrerseits das weitergeben was sie in ihrer kindheit gelehrnt haben, sie werden die gesellschaft der zukunft mit bestimmen und vieleicht auch in regierungs ämtern landen. Ich denke das was wir heute in den USA als christlichen Fundamentalismus erleben, ist erst der auftakt zu einer entwicklung die irgendwann in eine ähnliche richtung führen könnte wie wir es heute im nahen osten erleben. Zur zeit arbeiten diese kräfte in den USA nur mit indoktrination und Propaganda. Aber wer weiß vieleicht wird irgendwann aus dieser bewegung ebenfalls ein christliches equivalent zum Jihad hervor gehen, wo sich dann menschen im namen von Jesus, Gott und Vaterland vor moscheen & schwulen caffes in die luft jagen, oder Giftgas in U-Bahn stationen zu zünden, um das Jüngste gericht ein zu leuten. In der beziehung fanatismus und Mission, sein auch hier mal die werke weie der roman zyklus Left behind erwähnt: http://www.leftbehind.com/ http://de.wikipedia.org/wiki/Left_Behind Dabei handelt es sich um einen Roman der zwar als Fantasy gehandelt wird, aber dennoch zeigt wie viele diese "Neu Christen" sich selbst in dieser welt sehen und begreifen. Der Roman ist in den USA zum best seller geworden und hat bereits eine Riesige Fan gemeinde, die alle davon überzeugt sind wirklich in der endzeit zu leben. Diese Leute glauben das die erden von satan und den ungläubigen regiert wird. das nur eine kleine gruppe wahrer wiedererwachter christen (zu denen sie selbstverständlich gehören) das schicksaal der menscheit wandeln könnte. Und das sie am Tag des jüngsten gerichts gegen satans armee aus heiden schwulen und homosexuellen käpfen würden. Nach deren ausrottung würde dann so wörtlich das reich Gottes wieder auf erden entstehen. Diese vorstellung bietet durchaus einen nährboden für gewaltätigen fundamentalismus, und ist im grunde kaum anmders als das was wir heute vom Fundamentalistischen islam kennen.
__________________ „An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“ William Shakespeare (1564 – 1616) |
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| | #13 (permalink) |
| Brachial-Drache Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
| Zitat von Jaddiss:<<<<Ja die dokumentationen sind vor einiger zeit auch auf deutsch auf Phönix ausgestrahlt worden. Diese Jesus camps sind im Grunde nichts anderes als Paramilitärische Glaubens schulen, in denen evangelikale kinder zu Gotteskriegern ausbilden. Im grunde ist es genau die gleiche metodic die auch islamisten anwenfden um ihre Terroristen einzuschwören, und geistig gegen zweifel zu imunisieren.>>>> Ich weiss nicht wie es Euch geht, aber irgendwie kommt es mir so vor, als dass diese Radikalisierung im selben Umfang zunimmt, wie die Kirchen an religioesem, spirituellem und vor allem gesellschaftlichem Einfluss verlieren. Hatte einmal "die Ehre" einen solchen Evangelikalen Eiferer und Fanatiker einmal selber erlebt zu haben. War in diesem Moment nicht auf so eine Art von Fanatismus vorbereitet und echt ueberrascht wie unglaublich intolerant und boesartig dieser Mensch gegenueber anderen Religionen war. U.a. aeusserte er sich bedauernd darueber, dass die sogenannten Burning Times vorbei seien. "Solche Leute" wie "die Heiden" gehoerten ja allesamt aufgehaengt, verbrannt und ausgemerzt". (Originalzitat!!). Und soetwas nennt sich dann "Christ". Tolle Naechstenliebe! PadDraig |
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| | #14 (permalink) | |
| Neugieriges Pflock-Goggle Registriert seit: 09.02.2008 Ort: Schweiz Alter: 35
Beiträge: 9
| Zitat:
Natürlich haben sie mich auch danach erzogen, was mir heute noch viel zu schaffen macht. Ich habe nur noch wenig Kontakt mit ihnen, und das ist mir schon zuviel. Aber ich bringe es nicht fertig, den Kontakt ganz abzubrechen - es wäre ja nicht fair. Der Punkt ist eben, sie glauben wirklich daran... Man kann natürlich nicht solchen Menschen verbieten, Kinder zu erziehen. Aber sinnlos wäre es nicht, wenn ihr mich fragt. | |
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| | #15 (permalink) |
| Z.Z. away (Admin) | Naja, andererseits muss ich ja schon sagen: Es gibt ja auch Gläubige, die sich als "Fundamentalisten" bezeichnen, weil sie sich auf eine Schrift als ihr sprichwörtliches Fundament berufen. Und in dieser Wortbedeutung deuten sie halt Fundamentalismus (in meinen Augen) etwas sehr... anders. Ich weiss manchmal nicht, ob ich das als "Schönrederei" begreifen oder einfach als eine "weitere Form" der Definition von Fundamentalist annehmen soll. Sozusagen halt auch eine Differenzierung zwischen "gesundem" und "ungesundem" Fundamentalismus. In der Hinsicht wäre eigentlich jeder, der für seinen Glauben ein Fundament hat, ein Fundamentalist. :crazy: LG Siat
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