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Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) )

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Alt 24.01.2008, 17:45   #1 (permalink)
Heidschnuckel
 
Benutzerbild von Misaria
 
Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 86
Die Natur,was tuen wir ihr an,verzeiht sie uns?

Grüße!

Letztens,bei einem kurzen Spaziergang,betrachtete ich wie so oft die Bäume am Wegesrand.Sie waren angesägt und ihre Rinde war teilweise sogar beinah komplett abgeblättert/abgerissen worden.Als ich zu meiner linken schaute,sah ich vor einer langen Hecke Plastiktüten und anderen von Menschen erschaffenen Müll.Eigentlich ist es hier in der Gegend nicht sehr dreckig,aber solche ruhigen Wege werden oft als Müllhalden der Privatleute genutzt.. .Dann stellte ich mir die Frage die diesem Thema seinen Namen gibt.

In den Nachrichten hört man immer öfter von Überflutungen,Bränden etc. .Ich sehe die Natur als Wesen an,einiges zähle ich zum "Ganzen" und einiges als einzelne Wesen(Bäume und Tiere z.B.).Ich hätte es nie geglaubt aber umso länger ich darüber nach dachte,umso größer wurde mein Respekt vor den Bäumen vor denen ich mich befand.Sie wurden sehr verletzt,angreifbar gemacht und zugemüllt und dennoch atme ich die Luft die wir ihnen zu verdanken haben.Man sagt ja immer man soll die Hand die einen füttert nicht beißen,richtig?Aber ist es nicht so das beinah alle Menschen das doch tuen?

Sind die ganzen Umweltkatastrophen der Anfang vom Ende?Rächt sich die Natur?Will sie ihre Stärke demonstrieren oder was denkt ihr darüber?Ich selber denke noch darüber nach,sobald ich zu einem Schluss komme werde ich es posten.

Freue mich auf eure Antworten!Misaria
(Trotz der Ähnlichkeit mit dem die welt steht am Abgrund Thread ist es nicht so gemeint)
__________________
Kauft ein Mann an einem tag 5, am nächsten Tag 10 und darauf den Tag 50 Mottenkugeln. Fragt ihn der Verkäufer, wofür. Antwortet der Mann: Die Motten sind so schwer zu treffen...
Misaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 18:44   #2 (permalink)
Eichelhäher
 
Benutzerbild von scréachóg
 
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Beiträge: 633
Zitat:
Zitat von Misaria Beitrag anzeigen
Sind die ganzen Umweltkatastrophen der Anfang vom Ende?
Das Ende wovon? Der Welt? Nein...
der Art "Homo sapiens"? Vielleicht... Ich glaube es allerdings nicht.

Zitat:
Rächt sich die Natur?Will sie ihre Stärke demonstrieren?
Die Natur "will" gar nichts, sie ist keine Person. Die belebte Natur ist ein ungeheuer komplexes, selbstorganisierendes System (das wiederum aus einer Vielzahl von kleineren, ebenso selbstorganisierenden Systemen besteht). Dieses System hat Regeln, Gesetze. Man kann sie einhalten oder nicht - wobei der Mensch die einzige bekannte Spezies ist, die sich bewusst darüber hinweg setzen kann.

Wer sich nicht an die Regeln hält, kriegt über kurz oder lang eines auf die Finger - aber es ist in diesem Fall nicht persönlich gemeint... Nur die logische Konsequenz unseres Handelns
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der firno situ - alte sitte schweiz
scréachóg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 18:52   #3 (permalink)
Wiccander
 
Benutzerbild von Hugin27
 
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Ich finde den Gedanken, dass sich die Natur rächen will, durchaus berechtigt.
Das Recht dazu, hätte sie ganz gewiss.

Damals, als ich mit Hor noch nicht sonderlich viel zu tun hatte *g*, hab ich immer gesagt, dass sich die Natur rächt, wenn es gewittert.

Ob sie, also die Natur, sich nun wirklich rächen will kann ich nicht einschätzen, ich denke das kann kein Sterblicher wissen, doch verwundern würde es mich wahrlich nicht...

mfg Andy/Hugin27
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Hugin27 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 21:56   #4 (permalink)
Eichelhäher
 
Benutzerbild von scréachóg
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Alter: 41
Beiträge: 633
Und dann denke ich noch dies:

Was wir so gerne als "Natur-Katastrophen" bezeichnen (also Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis etc.), sind von der Natur aus gesehen nichts Ungewöhnliches - sie gehören zum normalen "Betrieb" dazu. Wir mögen sie einfach nicht, weil sie unser (völlig falsches) Bild von Stabilität und Gleichgewicht in der Natur durcheinander bringen.

Auch Meteoriteneinschläge der gröberen Sorte (solche, die schnell mal die Hälfte aller Lebensformen auslöschen) gehören mit einiger Regelmässigkeit dazu - der letzte ist ca. 65 Mio Jahre her, der nächste kommt bestimmt...

Die Natur ist nicht rachsüchtig - sie ist noch nicht mal nachtragend. Ausser man verletzt ihr fundamentalstes Gebot: Anpassen, Flexibel bleiben, Weiterentwickeln. Wobei ich auch dann sagen würde: Sie ist einfach konsequent...
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der firno situ - alte sitte schweiz
scréachóg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 22:03   #5 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Beiträge: 2.370
das, was wir heute klimatechnisch erleben, ist das ergebnis dessen, was wir vor 30 jahren verbrochen haben. von dem, was wir heute für unser klima tun, werden wir erst in 30 jahren profitieren. bis dahin müssen einfach auf unser glück vertrauen.

für mich ist die natur nicht rachsüchtig - wozu auch? der mensch macht sich schon selbst schnell genug kaputt.

jammern hilft nicht, sondern handeln. auch und gerade im kleinen.
amala krähenfeder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2008, 13:24   #6 (permalink)
*gähn*
 
Benutzerbild von Abendstern
 
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Beiträge: 1.011
Wenn wir die Natur als rachsüchtig ansehen, bedeutet das für mich das wir sie vermenschlichen.... aber ein Mensch ist scheinbar auch Natur. Trotzdem - wir bewerten alles aus menschlicher Sicht - woher wollen wir wissen was Wahrheit ist? Wir wissen nichts.

Wir Menschen können Wetter machen - ich rede nicht von Klimawandel - nein, viiiiel einfacher. Schließlich kann man schon heute mit Silberjodit Wolken dazu bringen auszuregnen.

Der Mensch ist so ziemlich das einzigste Wesen, welches ich kenne, dass mit der Selbstorganisation, mit dem Chaos der Erde nicht zurechtkommt und alles kontrollieren möchte. Krankhafter Kontrollzwang. Der Erde und der Natur ist das - möchte ich vermuten - ziemlich egal. Der Mensch wird sehen was er davon hat, wenn er alles einsperren und kontrollieren möchte.

Zitat:
was wir heute für unser klima tun, werden wir erst in 30 jahren profitieren. bis dahin müssen einfach auf unser glück vertrauen.
Naja, was tun wir für das Klima? Eigentlich hat sich nicht das Geringste verändert. Also ich sehe da nichts, worauf wir uns vielleicht in 30 Jahren freuen können und was unser Verdienst wäre. Es geht doch nur um die Wirtschaft, um das Geld - es ging nie um die Natur und den Erhalt von Ressourcen. Das etwas getan wird, wird uns in den meisten Fällen nur suggeriert. Wir müssen selbst etwas tun und bei uns anfangen.

Aber das bringt mich auf die Idee: Was ist wenn wir nichts beeinflussen können? Wenn wir keine Macht haben? Wird der Mensch verrückt, wenn er spürt das er keine Macht hat?
__________________
- meow -

Geändert von Abendstern (25.01.2008 um 13:47 Uhr)
Abendstern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2008, 15:59   #7 (permalink)
Zaubein
 
Benutzerbild von Ajana rincewind
 
Registriert seit: 21.01.2007
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Alter: 51
Beiträge: 1.131
Mutter Natur- Gaia - Mutter Erde - rachsüchtig- wie Abdenstern schon schreibt, dass ist eine menschliche Eigenschaft, die aber auch einige Tiere ihr eigen nennen.

Aber , wenn wir die Kinder Gaias sind, die Kinder unserer Mutter Erde, sind wir ein Teil von Ihr.
Aus ihrem, uns nicht bekannten Entwicklungsplan , enstanden.
Wenn Sie also an unserer Enstehung bewußt beteiligt war, hat sie ganz schönen Bockmist gebaut oder die Zerstörungen an ihr durch uns sind auch ein Teil Ihres großes Planes, dessen Reichweite wir überhaupt nicht erkennen können.
Möglicherweise enstehen durch uns Bedingungen, die es einer zukünftigen Lebensform ermöglicht sich weiter zu entwickeln.

Es kann natürlich auch sein, das Sie die Fehlentwicklung bemerkt und sie unsere Spezies aus rein sachlichen Gründen demnächst verschwinden läst, durch z.B. den Ausbruch des Supervulkans in den USA.
Aber Rachsucht für etwas , was sie selber produziert hat, halte ich in anbetracht ihrer Komplexheit für fast komisch.

Das sind Gedankenspielereien von mir, die wahrscheinlich auch schon andere gehabt haben.

Aber- ich habe ja noch eine andere Sichtweise- die der schamanisch Arbeitenden.
Und da wird es dann doch komplizierter .
Ein Reise/Trance Erlebnis das viele mal anreisen ist- Das Element Erde- oder Gaia-oder Mutter Erde.

Ich persönlich liebe die Erinnerung an diese Reisen. Nie habe ich Abneigung -Hass- Rachsucht oder Ablehnung erfahren.
Es war immer ein tiefes Erleben von EINS-SEIN. Das Gefühl von Verbundenheit und auch Heilung .
Einmal in die- ERDE- einsinken-sich in ihr auflösen - sich mit ihr verbinden- läst eine Ahnung zurück, wie es ist Ganz zu sein - Teil des Großen Netzes - Teil von Gaia. Und es kann sogar eine Ahnung auftreten, dass Gaia selbst nur ein Teil eines noch viel größeren Netzes ist.

Wenn dieses Erleben und Empfinden jedem Menschen geschenkt würde,wäre die Sichtweise auf unsere Umwelt global anders.
Ajana
Ajana rincewind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 09:58   #8 (permalink)
Forums Oma
 
Benutzerbild von Lidania
 
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Manche Überschwemmungen sind ganz logische Folgen menschlichen Tuns. Wenn Flüsse begradigt und aufgestaut werden, kann das Wasser bei einem Überangebot sich nicht mehr in Auenwäldern und Wiesen ausbreiten und dadurch weniger reißend werden, sondern es kommt als zerstörende Flutwelle.
So etwas passierte aber auch ganz ohne menschliches zutun, wenn ein Erdrutsch einen Fluss aufstaute und dieser natürliche Wall irgendwann wieder weggespült wurde.
Das was wir als Naturkatastrophen betrachten, sind nur für uns Katastrophen - nicht für die Natur als solche. Das gesamte große Ganze wird davon nicht geschädigt, nur einzelne Lebewesen - davon allerdings manchmal sehr viele auf einmal - sind betroffen. Die Natur liebt nicht, hasst nicht und bestraft nicht - sie ist.
Mit der Vermüllung schädigen wir unseren Lebensraum innerhalb der Natur und unsere eigenen Lebensgrundlagen und deshalb sollten wir immer wieder darauf hinweisen und versuchen, auch andere Menschen dafür zu sensibilisieren. Auch Mitlebewesen schränken wir durch unser Verhalten ohne Notwendigkeit für unser Überleben in ihrer Freiheit und Lebensqualität ein, auch das sollten wir bedenken.
__________________
Wir haben nur diese eine Welt, die unser aller Mutter und Heimat ist.
Nur gemeinsam können wir sie uns erhalten.

Lidania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 12:53   #9 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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Zitat:
Das was wir als Naturkatastrophen betrachten, sind nur für uns Katastrophen - nicht für die Natur als solche.
*nick*
Ja, sehe ich ganz genauso.

Ich glaube, dass manche solcher Ängste einfach eine Projektion sind, die eigentlich eher lauten sollte: "Was tut der Mensch sich selbst eigentlich an?"

"Mutter Erde" wird auch dann noch weiter existieren, ebenso wie das Leben auf ihr, wenn der Mensch sich selbst durch seine Gier ausgerottet hat.
So intelligent die Menschheit auch ist...So unflexibel ist sie.
Es heisst zwar einerseits, dass der Mensch erst durch seine Anpassungsfähigkeit zu dem werden konnte, was er heute ist, aber wieviel ist heute von dieser Anpassungsfähigkeit noch übrig?

Seine Intelligenz macht den Menschen überheblich ("Wir könnten ja, wenn wir wollten-Schließlich haben wir die Mittel dazu, aber es besteht kein Handlungsbedarf") und ich denke, das wird ihm schlussendlich irgendwann das Genick brechen.

LG
Siat
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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 13:51   #10 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
Benutzerbild von der Reisende
 
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Ort: Rüsselsheim (He)
Alter: 51
Beiträge: 275
Hi,

alles können wir auch nicht, trotz unserer Genialität, derer wir uns immer brüsten.
Auch ganz ohne Menschen gibt es Naturkatastrophen.
Indien bohrt sich immer noch in den asiatischen Festlandsockel und die Straße von gibraltar wird auch ohne Menschen immer enger und irgenwann wird der Duerchgang zum Atlantik verschwunden sein und das Mittelmeer könnte zum größten Binnenmeer erklärt werden.

Überflutungen sind ähnlich wie vor gesagt nur Konsequenzen aus unserem Handeln. Die Weser wurde in den letzten 100 Jahren soweit begradigt, dass sie jetzt nur noch 50% ihrer ursp. Länge aufweist und somit auch nur noch 50% ihrers Füllvermögens hat. Hätte sich der Wasserpegel vor 100 Jahren um 1 m gehoben, dann wären es heute 2 m.
Überflutungsbecken werden bebaut und die Bodenvesiegelung tut ihr übriges dazu.
Viel bedenklicher finde ich, dass Trinkwasser schneller zur Mangelware wird als uns lieb ist.

Zum Klimawandel habe ich meine eigene Meinung. Wir wissen nicht wie es funktioniert, aber wir wissen wie man es wandelt - oder geben wir vor zu wissen wie man es wandelt.
Mit sicherheit ist es kein Argument dafür, dass man sio weiter macht wie bisher oder Augen zu durch Stimmungen zu erzeugen.

ich grüße euch

Jürgen
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der Reisende ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 14:13   #11 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
Registriert seit: 20.01.2007
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Blog-Einträge: 8
Zitat:
Mit sicherheit ist es kein Argument dafür, dass man sio weiter macht wie bisher oder Augen zu durch Stimmungen zu erzeugen.
Natürlich!
Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht.

Allerdings ist dies für mich persönlich eine entspanntere Sichtweise, ohne mir mein Leben mit "Sorgen um die Zukunft" zu versauern.

Ich persönlich tu das, was in meinen Möglichkeiten steckt und was ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Aber warum sollte ich mir durch Ängste mein Leben versauern?

Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist es für ein Aufhalten des Klimawandels schon viel zu spät.
Die Abkommen hätten dafür schon viel früher wirklich auch aktiv in Angriff genommen werden müssen.
Und wenn man sich betrachtet, wieviel von der heissen Luft des letzten Klimagipfels noch übrig ist...
Nun ja.

In Resignation verfallen ist auch kein Weg.
Aber es ist auch kein Weg, sich die Zeit hier auf der Welt mit Sorgen und Ängsten vor Dingen, die man eh nicht aufhalten kann, schwerer und schlechter zu machen.
Man kann und sollte aber seinen Teil dazu beitragen, dass der Fall nicht allzuviel zerstört und nicht allzu schmerzhaft wird.


LG
Siat
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Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 11:00   #12 (permalink)
Amanita´s Freund
 
Registriert seit: 29.01.2007
Ort: im Belchendreieck unten am Fluß
Alter: 50
Beiträge: 101
Warum tun wir eigentlich so,
> als wären wir selber k e i n Teil der Natur,
> als wäre unsere Entwicklung abgeschlossen,
> als würde unsere Erdöl-Kultur ewig dauern,
(Eines Tages wird man über uns sprechen wie wir über die Glockenbecher-Kultur, Latene-Kultur etc.)
> als würden wir Klimawandel verstehen, (die hoch komplizierten Systeme der Atmosphäre, der Hydrosphäre (Ozean und Wasserkreislauf), der Kryosphäre (Eis- und Schneeflächen), der Biosphäre (Pflanzen und Tiere), der Pedosphäre (Boden) und der Lithosphäre (Gestein))

Wäre da angesichts unseres Platzes in der Natur nicht mal wieder weniger Gier und Ignoranz und mehr Demut angesagt?

Wir müssen ja nicht, wie Buckminster Fuller sagte, wie Astronauten sein die in ihr Lebenserhaltungssystem pinkeln.

Zur Debatte um den Klimawandel gibt es hier eine interessante Seite:
"Globale Erwärmung" - Bemerkungen zur Klimadebatte und den Klimawandel - Ergänzungen zur VL-TWK an der TU-Berlin

LG Eichenmann
__________________
Liebe und tu was Du willst, singe und geh Deinen Weg,
tanze, sonst wissen die Götter mit dir nichts anzufangen.
Eichenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2008, 12:22   #13 (permalink)
Brachial-Drache
 
Registriert seit: 21.02.2007
Beiträge: 264
Ich sehe die Natur ebenfalls als ein umspannendes und komplexes System an. Eines, von dem wir jedoch zu 100 % abhaengig sind und dass Fehler und Einmischungen seitens der Menschheit, welche irgendwann zum kompletten Kollaps oder Zusammenbruch desselben fuehren, nicht hinnimmt.

Als Gipfel menschlicher Dummheit empfinde ich, dass Umweltschutz dem Profitstreben einzelner bzw. bestimmter Lobbyisten untergeordnet wird. So wie dass vor allem in den USA unter GWB der Fall ist.

Wir hoeren ueber immer staerker werdende Stuerme, immer hoeher steigende Fluten, immer schlimmere Verschmutzung und Kontaminierung der Meere, sowie ein immer schneller voranschreitendes Artensterben. Aber dass sind "lediglich" die im groesseren Rahmen sichtlichen Folge frueherer Verfehlungen.

Kleinere, will sagen alltaeglichere Folgen, ueber die man nicht so oft reden hoert, sind u.a. auch die Komprimierung der Boeden und Flaechen. Regen kann nicht mehr schnell und tief genug eindringen, laeuft oberirdisch ab und verursacht Ueberschwemmungen - aber auch eine staerkere Errosion der Boeden. Proportional mit der Abnahme versickerungsfaehiger und aufnahmefaehiger Boeden und Flaechen, wie z.B. dem Verschwinden der Waelder, wird jedoch auch die Hydroretention geringer - was sich dann im immer knapper werdenden (und teurer werdenden) Trinkwasser niederschlaegt.

Besagte Verdichtung der Boeden hat aber natuerlich auch direkten Einfluss auf den Ertrag - man sieht, die Folgen auf die gemachten Fehler sind ebenso komplex wie dass ganze Oekosystem.

Ich glaube nicht, dass die jetzt sichtbaren Folgen noch irgendwie reversibel zu machen sind. Geht man von Folgen auf Einflussnahmen von vor dreissig - fuenfzig Jahren aus - dann haben "wir" in naechster Zukunft noch jede Menge "Spass" vor uns!

Auf jeden Fall werden sich die folgenden Generationen sehr stark mit dem Thema auseinanderzusetzen haben.

PadDraig
PadDraig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2008, 12:39   #14 (permalink)
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Ausrufezeichen

Zunächst einmal glaube ich nicht, daß die Natur ein rachsüchtiges Wesen besitzt. Es ist vielmehr so, daß unsere Eingriffe dem ähneln, was Viren im Körper eines Menschen anrichten. Wir die Viren, die Natur der Patient!

Die 'Reaktionen' der Natur sind 'Ausschläge' des Pendels, das wir in Ungleichgewicht gebracht haben. Die Natur ist nur 'bemüht', ein neues Gleichgewicht zu finden. Und je weiter wir das Pendel aus dem Gleichgewichtszustand gebracht haben, umso weiter vom Urzustand mag das neue Gleichgewicht liegen:

Bringen wir nur alles stark genug ins Ungleichgewicht, pendelt sich die Natur der Erde womöglich auf die lebensfeindlichen Bedingungen des Mars (um -100°C, Stürme bis 400 km/h) oder der Venus (+400°C, Säureatmosphäre) ein. Dieses 'Gleichgewicht' wäre allerdings dann das Ende vieler (aller?) Lebensformen ...

Da fällt mir ein uralter Witz wieder ein:

Treffen sich zwei Planeten.
Meint der Eine: "Meine Güte, siehst Du aber schlecht aus! Bist Du krank?"
erwiedert der Angesprochene: "*snief* Ja - habe Homo Sapiens!"
Sagt der Erste (voller Mitleid!): "uuuh! Schlimm!!! Aber keine Sorge: Das ist eklig, aber ES GEHT VORBEI!!!"

So nebenbei: Die alte indianische "Weissagung":

"Erst wenn der letzte Fluss gefangen..."(...oder so)

...ist eben keine Weissagung: Das ist ein FLUCH, den nur brechen kann, wer die richtigen Werte (Hinweis: nicht Geld!!!!) besitzt.
Whyatt W. Bornagan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2008, 21:10   #15 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
Benutzerbild von Gaheris
 
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Alter der Erde: 4,6 Milliarden Jahren
Alter des Menschen (homo habilis): um und bei etwa 2,5 Millionen Jahre; nimmt man den Neandertaler als Startpunkt des "modernen" Menschen, sind wir vielleicht 120.000 Jahre alt.

4,6 Mrd. stehen also 120.000 gegenüber. Mensch sollte sich nicht so wichtig nehmen und einfach versuchen, ein wenig mehr im Einklang mit seiner Umwelt zu leben.
__________________
Ducunt volentem fata, nolentem trahunt.
(Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.)

Seneca
Gaheris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2008, 14:27   #16 (permalink)
Gesperrt
 
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Idee

Zitat:
Zitat von Gaheris Beitrag anzeigen
4,6 Mrd. stehen also 120.000 gegenüber. Mensch sollte sich nicht so wichtig nehmen und einfach versuchen, ein wenig mehr im Einklang mit seiner Umwelt zu leben.
Vielleicht sollte er bei der 'Erkenntnis' beginnen, daß stetiges Wachstum nur zum Kollaps führen kann - dies auf z.B. Wirtschaft und Bevölkerungszahlen projezieren, und dann einen neuen Weg beschreiten?!

Bei - sagen wir - 100 Millionen Menschen auf der Erde gäbe es keinerlei Probleme mehr:

- Klimawandel: Unser Einfluss wäre äußerst gering!

- Energieknappheit: Nicht in den nächsten 10.000 Jahren!

- Flächenversiegelungen/Bodenerosion, Wasser- und Nahrungsknappheit, durch Reichtum bedingte Armut, ... : All das gäbe es nicht!!!

Die Welt, die Natur heilen zu wollen, sollte man beim Menschen anfangen!
Whyatt W. Bornagan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 11:59   #17 (permalink)
Z.Z. away (Admin)
 
Benutzerbild von Siat
 
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:ja:
Und wie willst Du die Welt von den Menschen "heilen"?
Den nächsten Holocaust einleiten? :bla:

:crazy:

Sorry, und der Blödsinn von wegen, weniger Menschen = weniger Zerstörung ist ziemlich weit her geholt und entspringt wohl eher romantisierten Vorstellungen von "damals, als es noch weniger Menschen gab..."

Hier in der Fränkischen Schweiz, die zum Kernland keltischer Stämme gehörte, waren die Wälder zu ihrer Zeit weit großflächiger abgeholzt zu Gunsten der Landwirtschaft, als heute!
Solche Dinge sollte man sich mal wirklich vor Augen halten!
Auch das die Leute damals alles andere als "ach so naturliebend" gewesen waren... *gg*

Von wegen

LG
Siat
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Geändert von Siat (08.02.2008 um 15:31 Uhr)
Siat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 12:21   #18 (permalink)
Nebelkrähe
 
Benutzerbild von wetterleuchten
 
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Blog-Einträge: 1
Hey, das ist ganz einfach. Weniger Menschen = weniger Schaden, was die zivilisationsbedingten Schäden betrifft. Nachteil: den natürlichen Schadensereignissen wie Vulkanaubrüchen, Meteoriteneinschlägen oder Flutkatastrophen mangelt es bei weniger Menschen bei annähernd gleicher Opferzahl an Publikum.
__________________
insprinc schublandun.
wetterleuchten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 14:08   #19 (permalink)
Ewiger Zweifler
 
Benutzerbild von Theoderich
 
Registriert seit: 03.03.2007
Ort: Marburg
Alter: 30
Beiträge: 52
Zitat:
Die Welt, die Natur heilen zu wollen, sollte man beim Menschen anfangen
Zumal Leute, die gerne solche Gedankenspiele abhalten, irgendwie nie mit gutem Beispiel vorangehen.

Ja Mensch, wie sollen wir anderen denn das kapieren, wenn's keiner vormacht. Du weißt doch, jeder Mensch zählt

Theoderich
(liebt seine Zentralheizung, wird auch der Umwelt wegen nicht drauf verzichten, ebenso sein Leben, auch darauf wird er nicht der Umwelt zuliebe verzichten)
__________________
"Ich glaube, die Erschlagenen [Toten] kümmert es wenig, ob sie schlafen oder auferstehen werden." (irgend so ein alter Grieche)

"Audiatur et altera pars." (ein alter Römer)

"Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern. (Adenauer, ein alter Rheinländer))
Theoderich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 14:28   #20 (permalink)
Oberons Weberknecht
 
Benutzerbild von Puck
 
Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 712
wer im internetkaffee sitz sollte nicht mit zahlen werfen oder so....

DSW:Weltbevölkerungsuhr
*Link überprüft 08. 02. 2008 14:33h-Siat*

...so und nun alle aufstellen und bis 66 durchzählen. nur die 66er bleiben am leben, -der rest wird sozialverträglich nach den bauchgefühlten zahlenangaben des wwb zwangsterilisiert oder exekutionskompostrecycled.

es seiden natürlich, es finden sich für jeden uneinsichtigen gleich 65 freiwillige die sich in eigenregie aus dem genpool entfernen. nach dem motto: die klügeren geben nach bis nur noch die anderen übrig sind...

...da stellt sich einem die frage: “to be or not to be?” doch gleich aus einem völlig neuen blickwinkel…

Geändert von Siat (08.02.2008 um 15:33 Uhr)
Puck ist offline   Mit Zitat antworten
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