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Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) )

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Alt 06.06.2008, 21:07   #21 (permalink)
~**~*°*~**~
 
Benutzerbild von Wælceasig
 
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Hi!

[Offtopic an]
Zitat:
Zitat von Solveig Beitrag anzeigen
Nach meinem Verständnis entsteht Karma immer dann, wenn wir böswillig und schuldhaft den Lebensplan eines anderen Menschen durchkreuzen.
Was ein westlich-esoterisches Konzept sein mag, aber nichts mit dem Sanskritbegriff "Karma" wie er bei östlichen Philosophien/Religionen benutzt wird, zu tun hat.

[Offtopic aus]

Wælceasig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2008, 23:40   #22 (permalink)
Mächte des Chaos
 
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[Offtopic]

Ganz recht. Karma entsteht( nach klassischem Verständnis) durch ein falsches Bewußtsein - wenn man nicht im Einklang mit dem Universum handelt. Gut und Böse hängen aneinander wie Yin und Yang. Wenn man also nur das Gute lebt, fällt das Böse in den Schatten( nach C.G. Jung) und wird damit zum Karma weil es nicht gelebt wurde, genau wie umgekehrt.

>> Ich fragte: "Wo ist meine Sünde?"
Da gab mir eine Stimme Antwort:
"Sünde ist, daß du da bist -
Eine schwerere gibt es nicht." << (Gùnaid)

[/Offtopic]

Zitat:
Zitat von Solveig Beitrag anzeigen
Was ist Ursache, was ist Wirkung?
Die Frage führt letztlich ins Nichts. Mythologisch gesehen dann dadurch, da wir die Frucht vom Baum der Erkenntniss genascht haben.

Zitat:
Wie schwer es ist, sie gegen Ende wieder auszulösen, sieht man in manchen Ehen, wo die Partner sich mit einander abmühen und doch nicht loslassen können. Da steckt nach meinem Verständnis häufig die Verpflichtung zur Aufarbeitung von Karma dahinter. Die beiden dürfen nicht auseinander gehen, bis sie den Knoten nicht gelöst und einen >Modus Vivendi< in gegenseitigem Respekt gefunden haben.
Man redet ja umgangsprachlich nicht umsonst von Spannungen. Je höher die energetische Ladung, um so schwieriger ist es den Konflikt aufzulösen. Wenn die Parteien immer wieder aufs Neue Energie in die Sache/ den Konflikt hineinbringen, erhöht sich somit auch die Ladung.
__________________
"Jeder Augenblick unseres Lebens ist Ewigkeit -
und Ewigkeit ist nichts anderes als dieser Augenblick;
sie sind ineinander versunken und identisch."
( aus dem ZEN )
Uranus32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2008, 11:03   #23 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
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Zitat:
Zitat von Uranus32 Beitrag anzeigen
[Offtopic]
Gut und Böse hängen aneinander wie Yin und Yang. Wenn man also nur das Gute lebt, fällt das Böse in den Schatten( nach C.G. Jung) und wird damit zum Karma weil es nicht gelebt wurde, genau wie umgekehrt.
Das finde ich interessant. In einem anderen Thread ist gerade der Tenor, dass es Gut und Böse nicht gibt, und das Böse nur im Auge des Betrachtes existiert.

Der Karma-Begriff, wie Du ihn oben definierst, impliziert jedoch das Gegenteil. Da würden Gut und Böse eine Dualität bilden, die klar gegeneinander abgegrenzt und eindeutig erkennbar sind.

Schlussfolgerung: Das Böse existiert, es hat seine Berechtigung in der polaren Welt und muß gelebt werden. Es kann jedoch auch von jedem einzelnen zweifelsfrei als Böse erkannt werden. Sehe ich das richtig?
Solveig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2008, 17:24   #24 (permalink)
Mächte des Chaos
 
Benutzerbild von Uranus32
 
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Zitat:
Zitat von Solveig Beitrag anzeigen
Das finde ich interessant. In einem anderen Thread ist gerade der Tenor, dass es Gut und Böse nicht gibt, und das Böse nur im Auge des Betrachtes existiert.
In Wirklichkeit gibt es das auch nicht. Nur in dieser, unserer Welt genannt Realität. Und ja, jeder hat auch seine eigene Weltsicht. Wir sind ja Induvidien.

Zitat:
Der Karma-Begriff, wie Du ihn oben definierst, impliziert jedoch das Gegenteil. Da würden Gut und Böse eine Dualität bilden, die klar gegeneinander abgegrenzt und eindeutig erkennbar sind.
Nö, Yin hat ein Teil von Yang in sich und umgekehrt. Die Beiden sind stellvertretend für jede Dualität.

Bild:Yin yang.svg – Wikipedia

Zitat:
Schlussfolgerung: Das Böse existiert, es hat seine Berechtigung in der polaren Welt und muß gelebt werden. Es kann jedoch auch von jedem einzelnen zweifelsfrei als Böse erkannt werden.
Es gibt keine Reinform von "Das Böse" oder "Das Gute", oder auch von das Richtige und Falsche.
Alles was geschieht hat seinen Sinn und seinen Nutzen und ist in Ordnung. Auch wenn man nicht im Einklang mit dem Universum handelt. Es ist eben paradox.
Die ewige Wahrheit lässt sich ja auch nicht in Worte fassen, denn sie ist immer größer; man kann sich ihr mit Worten nur annähern.

Gruß Uranus32!
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und Ewigkeit ist nichts anderes als dieser Augenblick;
sie sind ineinander versunken und identisch."
( aus dem ZEN )
Uranus32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2008, 17:25   #25 (permalink)
~**~*°*~**~
 
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Zitat:
Zitat von Uranus32 Beitrag anzeigen
Ganz recht. Karma entsteht( nach klassischem Verständnis) durch ein falsches Bewußtsein - wenn man nicht im Einklang mit dem Universum handelt. Gut und Böse hängen aneinander wie Yin und Yang. Wenn man also nur das Gute lebt, fällt das Böse in den Schatten( nach C.G. Jung) und wird damit zum Karma weil es nicht gelebt wurde, genau wie umgekehrt.
Ich weiß nicht, was du unter "klassisch" verstehst, das was du da oben schreibst, trifft wie gesagt auf das Karma-Konzept der östlichen Philosophien/Religionen nicht zu. (Der Einfachheit halber mal dem Wikipedia-Link folgen. )

Nicht "gute" und "böse" und "falsche" oder "richtige" Gedanken/Handlungen/ect schaffen Karma, sondern jeder Gedanke, jede Handlung schafft Karma. (Das dann jemand, der aufgrund seines Karmas im nächsten Leben als armer, krankter Mensch wiedergeboren wird, und das dann als schlechtes Karma ansieht, dass ist eine andere Baustelle...
Wælceasig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2008, 17:50   #26 (permalink)
Rauchender Alchemisten-Käfer
 
Benutzerbild von Antrass
 
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Ja in der Tat dem kann ich nur zustimmen

LG
Antrass ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2008, 21:09   #27 (permalink)
Skaldenmetbrauerlehrling
 
Benutzerbild von Bernd
 
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Beiträge: 875
Oh Leute, Karma, das ist so ein Begriff, den man nicht mit einem Wort in's Deutsche übersetzen kann. An sich wäre "Schicksal" ja nicht ganz verkehrt, aber nicht nur auf das jetzige Leben, sondern auch auf zukünftige bezogen.

Das Karma, das man sich heute durch seine Taten schafft, kann man (vielleicht) nicht alles in diesem Leben "erleben", also wird es in's nächste oder übernächste ... weitergereicht. Es haftet an der Seele und muss erfahren werden, egal wann. Erst wenn eine Seele alles Karma "abgearbeitet" hat, erst dann kann sie erleuchtet ins Nirwana eingehen.

Na kommt schon, irgendwer kann das bestimmt besser in Worte fassen. Ist nicht so ganz meine Baustelle.

Bernd
Bernd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2008, 13:15   #28 (permalink)
Panta rhei
 
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Beiträge: 395
Hallo

Zitat:
Na kommt schon, irgendwer kann das bestimmt besser in Worte fassen. Ist nicht so ganz meine Baustelle.
Ist garnicht sooo einfach, hab da auch ziemlich tüffteln müssen - aber, bin mal so frech und zitier` einen Beitrag hier aus dem Forum in Sachen "Karma" von Dana, wär` bestimmt ihre Baustelle Das macht das ganze doch sehr verständlich, weil super erklärt

Zitat:
Wenn man... den Begriff Karma auf das Prinzip von Ursache und Wirkung reduzieren möchte, dann ist das sehr gefährlich, denn das setzt ein hierzulande wenig übliches Verständnis von Ursache und Wirkung voraus.

Wenn man die Begriffe Ursache und Wirkung wörtlich nimmt, also die Ursache bedingt die Wirkung, dann ist das missverständlich, und trifft den karmischen Begriff in meinem Verständnis nicht.

Ursache und Wirkung ist, karmisch gesehen, als eine "Dualität" zu betrachten, wie auch Yin und Yang, heiß und kalt, arm und reich, etc. Letztendlich geht es nicht darum, nur noch "positive" Wirkung zu erzielen, also die Ursachen entsprechend einzustellen, sondern darum, die Dualität von Ursache und Wirkung zu überwinden, und damit aus dieser Dualität auszubrechen.

Die Ursache erzeugt also nicht nur die Wirkung, sondern der Wegfall der Wirkung bedingt den Wegfall der Ursache, ganz gleich welche Ursache der Wegfall der Wirkung hatte, mal überspitzt formuliert.

Somit beseitige ich durch den "rechten Wandel" auch Ursachen, die in der Zeit zurück liegen mögen, denn auch "früher" und "künftig" sind nichts anderes als zwei Pole, die sich im Prinzip der Wiedergeburten manifestieren. Eine weitere Dualität, die es zu überwinden gilt. Ist diese, letzte Dualität überwunden, so ist man aus dem Kreislauf der Wiedergeburten ausgebrochen, und es gibt keine Notwendigkeit mehr, wiedergeboren zu werden, weil es kein Vorher und kein Künftig mehr gibt. Unser "Karma" hat sich dann quasi in Wohlgefallen aufgelöst.

Dem Bodhisattva erschließt sich in just diesem Moment eine weitere, allerletzte Dualität: Diejenigen Wesen, die das begriffen und geschafft haben, und diejenigen, die das nicht haben. Und dann "muss" der Bodhisattva (ich formulier das mal absichtlich hart) so lange wiedergeboren werden, bis er auch keinen Unterschied mehr zwischen den Wesen, die das geschafft haben, und denen, die's nicht geschafft haben mehr macht, weil so lange ist er in der letzten Dualität immer noch gefangen. Manche formulieren das positiv und sagen, er täte es freiwillig, um den anderen Wesen zu helfen. Letztendlich ist zwischen den beiden kein Unterschied. In dem Moment, in dem er "beschließt" zu gehen, macht er diesen Unterschied nicht mehr, oder misst ihm keine Relevanz mehr bei, und er verschwindet dadurch, aus seiner Warte.
__________________
Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, im Herzen hier die Liebeschrift bist du. Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, das Gift und auch das Gegengift bist du. Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du.
Was trifft der Sinn, und was ihn trifft, bist du. *Rumi
ahira ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2008, 16:00   #29 (permalink)
Mächte des Chaos
 
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Zitat:
Zitat von Wælceasig Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, was du unter "klassisch" verstehst, das was du da oben schreibst, trifft wie gesagt auf das Karma-Konzept der östlichen Philosophien/Religionen nicht zu.
Mit "klassisch" meine ich eben das Konzept der östlichen Philosophien, das Westliche kam ja erst später.

Zitat:
Nicht "gute" und "böse" und "falsche" oder "richtige" Gedanken/Handlungen/ect schaffen Karma, sondern jeder Gedanke, jede Handlung schafft Karma.
Das ist eben so nicht ganz richtig. Das ist eine Frage des Bewußtseins - ob man bewußt oder unbewußt handelt. Durch wahrhaft weise Taten erschafft man eben kein Karma. Weil man eben im Ein-klang mit dem Universum handelt und somit außerhalb der Dualität ist.

Zitat:
(Das dann jemand, der aufgrund seines Karmas im nächsten Leben als armer, krankter Mensch wiedergeboren wird, und das dann als schlechtes Karma ansieht, dass ist eine andere Baustelle...
Man leidet immer nur unter seiner Unbewußtheit, also nicht klar sieht wie die Dinge wirklich sind. So sind Symptome immer nur Hinweis das in uns etwas unausgeglichen ist und in Harmonie gebracht werden soll.


"Man muß sich letztlich darüber klarwerden, daß alles Karma vom Verstand erschaffen wird. Ein falsches Verhalten entspringt einem falschem Bewußtsein. Daher kann ein Mensch nicht hoffen, sein negatives Karma zurückzuerstatten, wenn er seine eigene geistige Beziehung zur kreativen Energie nicht versteht. Der Mensch tritt sich ständig selbst gegenüber. Wie ER sagte:`Tue Gutes denen, die dir Böses getan haben´ und du überwindest in Dir, was Du Deinem Mitmenschen angetan hast." (Edgar Cayce)


Wissen ist der größte Reichtum und Ignoranz zeugt von Armut." ( Ali ibn Abi- Talib )

"Meditation bedeuted Weisheit. Mangelnde Meditation bedeuted Ignoranz.
Wisse was dich voran bringt oder hemmt."

"Worte haben die Kraft zu zerstören oder zu heilen. Wenn Worte zugleich wahr und gütig sind, können sie unsere Welt verändern." ( beide Buddha )


Gruß Uranus32!
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"Jeder Augenblick unseres Lebens ist Ewigkeit -
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