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Das Sein & kosmologische Philosophie Wer sind wir, wohin gehen wir, was ist das Ziel? (Was bin ich und wenn ja, wie viele ;) )

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Alt 09.02.2007, 14:09   #1 (permalink)
*mag Benny*
 
Benutzerbild von Macha
 
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Beiträge: 116
Was war vor dem Urknall?

Hallo verehrte Forenmitglieder

Ich habe vor einigen Tagen eine Dokumentation über die sog. "String-Theorie" gelesen (nein, nicht die Unterwäsche ), und in dieser wurde von einer Theorie berichtet, die davon ausgeht das die verschiedenen Galaxien auf Mebranen liegen (schaust du hier zur besseren Verständnis:http://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie

Es wurde in der Doku erwähnt, das es mit Hilfe dieser Theorie möglich wäre, das es eine Parallelwelt/Paralleluniversum geben kann [habs ja schon immer gewusst ], aber darauf möchte ich hier jetzt gerade nicht eingehen.

Die Theoretiker sagen, das der Urknall durch das zusammentreffen zweier Membranen entstanden sei - einfach so aus dem nichts "knallt" ja nichts - und ich zweifle nicht daran das unser All durch den Urknall entstanden ist, aber:

Wenn das Weltall durch den Urknall entstanden ist, was war da vorher?

Das Nichts? Die Leere? Eine andere "Welt"?

Mich interessieren eure Meinungen, also her damit ihr Philosphen!

LG,

Macha
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Komm, schöne Katze, auf mein liebend´Herze, und halte noch zurück der Pfote Krallen; lass tauchend mich in deine Augen fallen, worin sich mischen der Achat und Erze.

Charles Baudelaire
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Alt 09.02.2007, 14:22   #2 (permalink)
Graubaum
 
Benutzerbild von Grey_rowan
 
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Oh...jetzt begeben wir uns ins Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaften, Philosophie und vermutlich bald auch Religion...

Die Frage "Was war vorher?" impliziert einen linearen Zeitverlauf. Die Urknalltheorien gehen aber eher davon aus, dass das, was wir als Zeit kennen, auch erst beim Urknall entstanden ist...da hakt die menschliche Vorstellung ziemlich schnell aus...wir 'erleben' nunmal einen linearen Zeitverlauf, in dem es ziemlich klar getrennte Vergangenheit und Zukunft gibt.

Denkbar wäre ja z.B. auch, dass das Universum 'pulsiert' - ein Zyklus beginnt mit einem Knall, alles expandiert, irgendwann beginnt es wieder zu kollabieren und zieht sich auf einen Punkt zusammen...Universum weg, neuer Urknall da...

Ich weiss nicht, von wem diese Theorie ist und wie sie heisst, aber ich find sie gar nicht übel

Die Frage ist doch am Ende: Wenn wir uns Gedanken zu solchen Modellen machen: Was wollen wir anhand dieses Modells zeigen? Das ist die Motivation der Naturwissenschaft...mit Modellen Dinge (die sich beobachten lassen) erklären.
Grey_rowan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2007, 15:17   #3 (permalink)
Heidschnuckel
 
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Beiträge: 78
Wer weiß das schon?`Theorien sind schall und rauch. Sie nicht (oder noch nicht) 100% beweisbar. vor dem Urknall könnten 2 Atome gewesen sein die in irgendeiner anderen welt zusammengestoßen sind. Oder 1 Riesiges Schwarzes Loch hat alles aufgesaugt in seinem Innerstem ist alles kollbaiert und bumm. Oder Odin/gott/Allah/wasauchimmer hat mal gefurzt. Niemand weiß es und sehr wahrscheinlich wird es niemals wer wissen.
Und selbst wenn, Das Rätsel ist stets interresanter als die Lösung. Was bringt uns die Lösung? Akzeptieren wir doch einfach das es da ist. Wenn wir die Lösung haben, könnte es ja passieren das jemand versucht ein Universum zu schaffen. Bumm er Zerstört das Unsere und das neue ist hier. Wobei sich da die Problematik des "Was war Zuerst da? Huhn oder ei?" ergibt. Fragen über Fragen, die Antwort kann ich euch nicht sagen.
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Stehe ich, komm sei mein Zeug:
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Alt 09.02.2007, 18:47   #4 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
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Ich halte es genau gleich wie Grey_Rowan. Ich bin überzeugt, dass es keinen linearen Zeitverlauf gibt und unser Universum nie entstanden ist, sondern ständig pulsiert.

Soll heißen unser Universum und wahrscheinlich jedes andere im Multiversum implodiert und explodiert ständig.

Da gibt es keinen Anfang und kein Ende, in meinen Augen.
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Alt 09.02.2007, 22:03   #5 (permalink)
Stone from the sky
 
Benutzerbild von NorgeSkogen
 
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Aber wieso gibt es dann sowas bzw. wie ist das entstanden?
Wenn man sich solche Fragen stellt fängt es an im Kopf zu jucken.
Deswegen gebe ich es meistens auf darüber nach zu denken.
Irgendwann verstehe ich es auch noch ... Nur werde ich dann nicht mehr hier sein und es zu posten.
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Alt 09.02.2007, 22:09   #6 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
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Es kann gar nicht entstanden sein, weil es immer da war

Da gebe ich dir recht NorgeSkogen, auch ich steig da bei der tieferen Bedeutung von so etwas aus. Vielleicht trifft man sich ja in einem jenseitigen Forum, dann können wir nochmal darüber reden
Wolfgard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2007, 22:16   #7 (permalink)
Stone from the sky
 
Benutzerbild von NorgeSkogen
 
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Gerne ^^

Naja, aber es gibt auch nichts was einfach aus dem "Nichts" entsteht und dann einfach ist. Wenn man davon aus geht das alles einen Anfang hat und alles ein Ende dann muss es ja einen Anfang geben. ^^
Also gibt es nichts was einfach da ist.

Wer hat mal Man in Black 2 gesehen? Gut ...

Man nehme nur mal den Schluss von dem Film.
Man sieht wie "wir" in einer Art Murmel sind. So gewaltig das wir es wahrscheinlich nie verstehen werden. Und mit dieser Murmel spielen irgendwelche Wesen. Was ist nun mit diesen Wesen, sind die nun auch in einer Murmel usw. ?

Man versteht worauf ich hinaus will? Gut ... denn das geht dann irgendwie immer so weiter.

Selbst wenn es "Götter" gibt wie sich manche es vorstellen. Woraus sind diese entstanden? Selbst wenn es nur Energie ist. Wo ist diese Energie entstanden? In einem "Raum"? Out of Space?

Woher kommt dann dieser Raum? usw.

Man wird so nicht wirklich zu einem Anfang kommen. Und auch nicht zu einem Ende ... ich meine, wir nutzen ja eh nur 10% der Hirnmasse. Wir erkennen eh im bewussten Zustand ziemlich wenig. Da erkennen wir schon mehr von der Welt wenn wir in Trance gehen. ^^

So und nun gehe ich feiern. Hoffentlich schneide ich nicht später noch im "Rausch" so ein Thema an. *g
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NorgeSkogen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2007, 22:29   #8 (permalink)
Wille zur Macht
 
Benutzerbild von Hugin
 
Registriert seit: 30.01.2007
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Was war nun zuerst da, die Henne oder das Ei ?

Aber ich beantworte mir Fragen wie diese immer damit, daß es einfach Dinge gibt, die außerhalb unseres Vorstellungsvermögens liegen. Ich muß nicht für alles eine logische Erklärung parat haben.
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Alt 09.02.2007, 23:06   #9 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
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Beiträge: 482
Also das es einen Anfang geben muss bezweile ich. Halte vor einen Spiegel einen weiteren Spiegel. Wieviele Spiegel kannst du dann in der Reflexion sehen? Unendlich viele.
Komisches Beispiel aber ich denke es trifft ungefähr das was ich meine.

Sonst kann ich mich der "totalitären" Erklärung Hugins anschließen und meinen, dass wir vielleicht einfach nicht in der Lage sind zu begreifen wie etwas ohne einen "normalen" Beginn und Ende funktioniert.

Viel Spaß beim Feiern^^
Wolfgard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2007, 23:13   #10 (permalink)
Fliegevieh
 
Benutzerbild von Tanael
 
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Dort wo nichtmal die Wissenschaft mehr als nur glauben kann, dort lasse ich meinem Gefühl vortritt (vor der "Logik", die ja selbst nur auf Axiomen basiert), und ich fühle keinen Urknall, genausowenig wie ich ein Gefühl für "10.000 Jahre" oder für Unendlichkeit habe.

Ich fühle jedoch, dass es mir völlig egal ist, da ich weis, dass es nichts an meinem Leben verändern würde, wenn morgen jemand rausfindet, dass es den Urknall gab/dass es das All schon immer gab.
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Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt Licht?
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Alt 09.02.2007, 23:22   #11 (permalink)
Schamanenstube
 
Benutzerbild von Catweazle
 
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Sali Macha

So eine Membran (Brane) besteht aus einem einzigen String, welcher sich auf eine ziemliche Grösse ausgedehnt hat und so zur Brane wurde. Eine solche Brane beherbergt Raumdimensionen, vielleicht 3, vielleicht 10. Das Monsterstring selbst befindet sich im sog. Bulk, über den man nicht viel folgern kann, zur Zeit.
Das Zusammenprallen von Branen bewirkt je nach Dichte der Dimensionen innerhalb der Branen einen sogenannten Urknall, welcher dadurch kein einmaliges Ereignis mehr ist.
Strings selbst seien die Bausteine von all dem, was innerhalb der Brane ist, mit den Ausdehnungen über die enthaltenen Dimensionen. Offene Strings haften an der Brane, lediglich geschlossene Strings, also Kreisstrings sind branenunabhängig.
Einzig die Gravitonen sind gemäss Theorie Kreisstrings. Damit erklärt sich auch die "Schwäche" der Gravitation gegenüber den anderen 3 Kräften (Schwache und starke Kernkraft und Elekromagnetismus). Da Gravitonen die Brane nur "durchfliessen", ist immer nur der Horizont zum jeweiligen Zeitpunkt messbar, welcher so nicht die ganze Kraft widerspiegelt.

Ich hoffe, ich habe die M-Theorie so in etwa wiedergegeben.
Auf Deine Frage, was vor dem Urknall war gibt es nur die Antwort, dass da noch andere Urknalls waren, wenns nicht der allererste gewesen sein sollte. Aber das lässt sich noch nicht mal vermuten.

Dieses Jahr könnte die Forschung des CERN einiges Licht in diese Vorgänge bringen, mit ein bisschen Glück.
Was die Wissenschaft anbelangt halte ich es gerne wissenschaftlich. Für Spekulationen im spirituellen oder auch philosophischen Sinn ist es viel zu früh...

*smile*
Catweazle
Catweazle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 01:19   #12 (permalink)
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Beiträge: 226
Zitat:
Zitat von Catweazle Beitrag anzeigen
Was die Wissenschaft anbelangt halte ich es gerne wissenschaftlich. Für Spekulationen im spirituellen oder auch philosophischen Sinn ist es viel zu früh...

*smile*
Catweazle
Hallo Catweazle,

meiner Meinung nach führt die Umkehrung deines Schlußsatzes zu neuer Erkenntnis und nicht wie von dir geschildert. Die spirituellen und philosophischen Fragen sowie Denkmodelle sind der Motor und Antrieb der "Wissenschaften".

An den Urknall und die damit einhergehende Geburt unseres Universums glaube ich nicht. Vielleicht sollten wir zunächst unser ziemlich beschränktes und nur dreidimensionales Abbild um einige Dimensionen erweitern. Und lasst die Zeit weg, nur der Mensch benötigt diese. Das Universum nicht. Zeit, Unendlichkeit, Strings, und, und und,....alles nur Hilfskrücken auf Grund unserer eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit.


so long

Karl
Karl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 01:23   #13 (permalink)
Planewalker
 
Benutzerbild von Wolfgard
 
Registriert seit: 22.01.2007
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Beiträge: 482
Zitat:
Zitat von Karl Beitrag anzeigen
Hallo Catweazle,

meiner Meinung nach führt die Umkehrung deines Schlußsatzes zu neuer Erkenntnis und nicht wie von dir geschildert. Die spirituellen und philosophischen Fragen sowie Denkmodelle sind der Motor und Antrieb der "Wissenschaften".

An den Urknall und die damit einhergehende Geburt unseres Universums glaube ich nicht. Vielleicht sollten wir zunächst unser ziemlich beschränktes und nur dreidimensionales Abbild um einige Dimensionen erweitern. Und lasst die Zeit weg, nur der Mensch benötigt diese. Das Universum nicht. Zeit, Unendlichkeit, Strings, und, und und,....alles nur Hilfskrücken auf Grund unserer eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit.


so long

Karl
Wahre Worte, aber wir werden ähnliche Krücken benötigen um gehen lernen zu können. Wir sollten nur darauf hinarbeiten, dass wir sie nicht mehr benötigen.
Wolfgard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 01:58   #14 (permalink)
selten hier, oft dort...
 
Benutzerbild von Ravanrandir
 
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Beiträge: 536
Urknälle sind für mein momentanes Inertialsystem irrelevant.

guet Nacht
insomnia
__________________
"In Elvish tongues, I go by the name of Rávanrándir - they call me the Winged Wanderer. Alone I roam through those irksome ages. But I will be delighted to encounter you again and to bear in mind our youthful delights of bygone aeons."
Ravanrandir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 02:52   #15 (permalink)
Grossmeistergeier
 
Benutzerbild von Baboy
 
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Alter: 31
Beiträge: 342
Die Theorie des pulsierenden Universums find ich persönlich auch am spannensten. Dazu hab ich mir meine Gedanken gemacht als ich zum erstenmal
von den 2 Hauptsätzen der Thermodynamik gehört habe.

1. Energie geht nicht verloren, es gibt kein Perpetuum Mobile (oder doch ?)
2. Entopie, alle reaktionen laufen in richtung größerer Unordnung ab.

Also wenn alles mit Allem reagiert hat und alle Energie sich in Wärme umgewandelt hat, befindet sich das Universum im Zustand der absoluten Unordnung und ist gleich warm = Wärmetod.
der Zustand der absoluten Unordnung ist aber gleichzeitig auch der Zustand der absoluten Ordnung , weil ja alles gleich verteilt ist.
Der Zustand der absoluten Ordnung ist in sich so energiereich, dass er bei seiner Entstehung mit sich selbst reagiert, sich zusammenzieht bis es keinen Raum mehr gibt und schließlich erneut einen Urknall hervorruft und das Universum neu enstehen lässt. Demnach wäre das ganze Universum ein
Perpetuum Mobile und die Zeit nur eine Koordinate auf einem Kreis und unsere
Existenz würde sich immer und immer wieder wiederholen.
Hehe, wäre irgendwie tragisch komisch oder ?
Baboy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 12:57   #16 (permalink)
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Beiträge: 226
Pfeil

Pulsierendes Universum

Wenn aus sich heraus pulsierend, hätte unser Universum hinsichtlich der Urknalltheorie ein Zentrum, wäre maximal dreidimensional und somit zwangsläufig endlich und begrenzt. Hintergrundstrahlung des Urknalls wäre nur noch am äußeren Rand unseres Universums auffindbar / meßbar / gegeben. Da mit dem Urknall der Raum entstanden ist, befänden wir uns im Bereich der Hintergrundstrahlung am Rande des Universums, wobei am Rand bezüglich 3 Dimensionen nicht möglich, also am Ende des Universums.

Wenn man sich das Universum mehrdimensional vor stellen würde, wobei unsere dreidimensionale Ebene der der Hülle eines Luftballones entsprechen würde, müßte der Impuls aus einer anderen Dimension einwirken. In diesem Fall wäre unser Universum zwar begrenzt, aber unendlich, hätte kein Zentrum und Reste der Hintergrundstrahlung wären in allen Richtungen meßbar. Würde ein Impuls fortwährend von außen, sprich aus einer anderen Dimension einwirken, wären zwangsläufig auch mehrere Impulse an unterschiedlichen Orten möglich, was wiederum automatisch zu Erschütterungen, usw. des Universums führen würde.

Energie

Energie geht nicht verloren, es findet lediglich eine Umwandlung statt. Energie kann aber auch nicht gewonnen werden. Dies alles funktioniert nur in geschlossenen Systemen. Stichwort Wärmetod. Weshalb sollte sich alle Energie letztendlich ausschließlich in Wärme umwandeln? Weil er sonst nicht gegeben wäre?

Ordnung - Unordnung

Wenn der Zustand der absoluten Unordnung aber gleichzeitig auch der Zustand der absoluten Ordnung ist, weil ja alles gleich verteilt ist, dann ist Unordnung = Ordnung, unabhängig von absolut. Unabhängig davon kann Unordnung ein Teil von Ordnung sein, es lassen sich immer Gesetzmäßigkeiten ableiten.

Existenz

Zur fortwährenden Wiederholung müßten die Abläufe nicht nur identisch sein, sondern absolut gleich. Ansonsten wären wir raus aus der Falle.

@ Baboy

Nur zum allgemeinen Verständnis, ich schreibe hier nicht gegen deinen Beitrag, ohne deinen würde es diesen nicht geben. Ich finde deinen Beitrag recht interessant, er hat zum nachdenken animiert und ich hoffe dass ich dies hiermit auch erreiche.


so long

Karl
Karl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 13:26   #17 (permalink)
filia irata is back;) MOD
 
Benutzerbild von Bergtrollin
 
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Hmmm..

Ich stoße hier immer wieder auf Begriffe wie den Anfang und das Ende. Selbst wenn wir versuchen, uns das Unendliche vorzustellen, endet es irgendwann irgendwo in den dunklen Tiefen unseres begrenzten Vorstellungsvermögens.

Es MUSS eine anderer Erklärung geben, als die, dass VORHER schon was da war, was einen Urknall auslösen konnte.

Ich werd' ganz wuschig im Kopf, wenn ich mir versuche, Parallelwelten vorzustellen, eine 4. oder gar 5. Dimension in meiner Vorstellungswelt entstehen zu lassen... Emotional kann ich nachvollziehen, dass es Zeit in unserem messbaren Sinne nicht gibt, aber rational entfleucht mir diese Vorstellung immer wieder. Es ist, als versuche ich, ein Vakuum einzufangen.
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Bergtrollin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 14:12   #18 (permalink)
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Hallo Bergtrollin,

das Problem ist die "Zeitfalle" in die wir immer wieder tappen. Es gibt keine Zeit. Sie ist für die Existenz des Universums irrelevant. Sie ist ein menschliches Konstrukt. Das was wir als Zeit empfinden, ist die scheinbare "Bewegung" unseres Bewusstseins. Durch unsere "Gegenwarts" bezogene Wahrnehmung erleben wir nur den aktuellen Moment als real existent. Die Vergangenheit ist aber genauso real wie die Zukunft. Der Unterschied ist nur, dass wir über die Vergangenheit Informationen in unserem Gedächtnis gespeichert haben und über die Zukunft nicht oder kaum und wenn ja und dann nur sehr vage. Das Gedächtnis ist ein Speicher wo wir Informationen z. B. als Erfahrung ablegen, und diese dann mit der aktuellen Situation vergleichen / abgleichen um hieraus wiederum Entscheidungen zu treffen. Das Gedächtnis ist nicht Teil des Bewusstseins / der Wahrnehmung, sondern ein Infopool der vom Bewusstsein beobachtet wird. Die zunehmende Aufnahme von Information in unserem Gedächtnis wird von uns als Zeit bzw. zeitlicher Ablauf interpretiert. Es ist sozusagen ein Vorgang unseres Bewusstseins Ereignisse zu sortieren. Diese Sortierung führt zu, rückwirkend betrachtet, schlüssigen Ereignisketten.

Interessant ist weiterhin, dass es genügend Berichte, wir westlich orientierten Menschen würden sagen Mythen / Sagen, gibt, die vom "zeitgleichen" Erscheinen von Personen (Magier, Yogi, Heilige) an unterschiedlichen Orten handeln. Unter dem Aspekt der Zeit als existent, wären dies dann eben doch nur Mythen / Sagen. Aber wer weiß das schon, hier käme dann der Glaube ins Spiel.


so long

Karl
Karl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 14:26   #19 (permalink)
filia irata is back;) MOD
 
Benutzerbild von Bergtrollin
 
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Zitat:
Zitat von Karl Beitrag anzeigen
Interessant ist weiterhin, dass es genügend Berichte, wir westlich orientierten Menschen würden sagen Mythen / Sagen, gibt, die vom "zeitgleichen" Erscheinen von Personen (Magier, Yogi, Heilige) an unterschiedlichen Orten handeln. Unter dem Aspekt der Zeit als existent, wären dies dann eben doch nur Mythen / Sagen. Aber wer weiß das schon, hier käme dann der Glaube ins Spiel.
Und nicht nur das, Karl. "Zeitgleiche" Entwicklungen in Besiedlungs- und Bautechniken überall auf der Erde (in unserem erfassbaren Dunstkreis sozusagen) gehören ja auch dazu. Warum diese nicht losgelöst von der Zeit in einer Parallelexistenz ansiedeln?

Und ja - der Glaube ist - denke ich - unsere einzige Möglichkeit, nicht verrückt über dem Wissen zu werden, dass wir zwar die Hirnkapazität besitzen, es zu "wissen", diese aber nicht nutzen können.

Oder so ähnlich... *verwirrt bin* :chrhrhr:
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Bergtrollin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 15:21   #20 (permalink)
Lif
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Denkbar wäre ja z.B. auch, dass das Universum 'pulsiert' - ein Zyklus beginnt mit einem Knall, alles expandiert, irgendwann beginnt es wieder zu kollabieren und zieht sich auf einen Punkt zusammen...Universum weg, neuer Urknall da...

Ich weiss nicht, von wem diese Theorie ist und wie sie heisst, aber ich find sie gar nicht übel
In unserer westlichen Welt fällt es ziemlich vielen schwer, sich mit dieser Theorie anzufreunden, nämlich, dass eine Welt aus einer anderen, kollabierenden Welt entsteht und es somit weder Anfang noch Ende gibt.
Im indischen Raum aber sieht es anders aus. Der Hinduismus kennt die Phönomene "Brahmans Tag" und "Brahmans Nacht". Brahmans Tag ist, wenn eine Welt entsteht, lebt, sich entwickelt. Brahmans Nacht ist, wenn die Welt kollabiert, um eine neue aus sich entstehen zu lassen.
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