| Drache vom Dienst (Admin)
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| Das Ätzhörnchen
Ei guck, was für ein hübsches Wesen. Doch halt, was ist das? Es ist ein Ätzhörnchen. Niedlich anzusehen mit dem hübschen Fell und den grossen klimpernden Augen, aber das ausfahrbare Gebiss zeigt, was es wirklich damit auf sich hat.
Das Ätzhörnchen ist zu zutraulich, um wahrhaftig zu sein, und verbreitet liebend gern Gerüchte zwischen Wurzel und Baumwipfel und allen Tieren, denen es begegnet, wobei dann angeblich immer der Eber dies und der Hirsch das gesagt haben soll und noch Schlimmeres.
Es spielt gezielt die Raubtiere gegeneinander aus, aber auch die anderen werden nicht verschont. Und es ist blitzschnell verschwunden. So verhindert es auf hinterlistige Art, selbst gefressen zu werden. Tiere, die zuviel Zeit mit dem Ätzhörnchen verbringen, leiden an Hirnverflüssigung und enden auf dem Speiseplan des widerlichen kleinen Nagers, auf den zutrifft, dass „Eichhörnchen auch nur Ratten mit einer guten PR sind“. Denn das wohlklingende Zwitschern des kleinen Monsters täuscht darüber hinweg, dass es beim Sprechen kleinste Mengen an äusserst ätzender Flüssigkeit mit der Atemluft ausscheidet. Angeblich ernährt es sich gelegentlich von der Lebensenergie anderer.
Dafür, dass das Ätzhörnchen nicht zuviel Schaden anrichten kann, ist gesorgt. Seine Lebensspanne ist recht kurz, denn gerade KaosKater, Kaoskobras, Struppige Streuner und Tantratiger, aber auch mancher Dogmadachs laben sich gern an dem doch köstlichen Fleisch des perfiden kleinen Nagers, mitunter mit so etwas wie Schadenfreude. Der Grossmeistergeier
Der Grossmeistergeier ist mit einer Flügelspannweite von etwa vier Metern und einem ausgesprochen grossen Paarungsorgan gesegnet. Er schwebt in den Lüften über dem esoterischen Wald und neigt zu ausgedehnten Flügen, bei denen er die Gegend erkundet, sich öfter niederlässt, um Bodenhaftung zu bewahren, und gleichzeitig einen leckeren Happen zu essen, z.B. ein Putznickel oder ein Jammergnu, das er genüsslich verschlingt.
Grossmeistergeier können in allen drei Welten auftauchen und machen selbst dem Tantratiger die Beute streitig. Ihre Nester sehen rustikal aus, und sie wissen, was Sache ist. Sie blicken durch. Deshalb sind sie nicht nur über den Dingen, sondern erst recht in den Dingen. Ein Schnabelhieb des Grossmeistergeiers ist absolut tödlich, denn sein Schnabel ist so hart wie Diamant und so scharf, dass jede Wilkinsonrasierklinge dagegen aussieht wie ein alter morscher Baumstamm. Der Grossmeistergeier ist ein freundliches Wesen, dem man jedoch nicht doof kommen darf. Daher ist er einer der heftigsten Feinde von Wirrvögeln und Ätzhörnchen. Die Crowleykröte
„Quak wie du willst, soll sein das Ganze von dem Gesetz!“ Die Crowleykröte ist eine imposante Erscheinung, die nicht nur in den Tümpeln und Teichen des esoterischen Waldes anzutreffen ist, sondern auch auf dem Festland. Irgendwie schafft es die Crowleykröte, recht beliebt zu sein, auch wenn das Putznickel Reissaus nimmt und die Lichtlibelle zittert, wenn sie nur ein Platschen hört. Die Fleischfresser wissen, dass die Crowleykröte die härtesten Partys im Wald schmeisst und interessante Pflanzen kennt. Die Crowleykröte ist absolut konsequent im Handeln und gnadenlos.
Der düstergruftige Biberdachs hält sich oft dort auf, wo auch Crowleykröten zu finden sind, allerdings nur nachts und unterirdisch, denn Crowleykröten mögen ebenso wie sie düstere Erdgänge. Sie leben friedlich nebeneinander.
Crowleykröten und Dogmadachse sind Todfeinde, wobei sie auch Nahrungskonkurrenten sind. Denn beide fressen Wirrvögel und Wahnwachteln, vor allem letztere. Das liegt daran, dass die Wahnwachtel die Crowleykröte ständig verleumdet, was deren Appetit allerdings anregt. Crowleykröten sind nicht wählerisch, was die Wahl der Sexualpartner angeht, denn Erregung macht sie kurzsichtig. Die kritische Ketzerkatze
Sie ist ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Die schön anzusehende Ketzerkatze ist samtpfotig und hat ein rauhes Fell. Sie ist verspielt, kommentiert aber alles und zerfetzt besonders gern die Lieder der Wahnwachtel und des Wirrvogels, aber auch das Brummen des Dogmadachses. Die Ketzerkatze jagt ihre Opfer, indem sie ihnen durch Zerreden Existenz- und Sinnkrisen beschert. Werden die so verunsicherten Tiere selbstmordgefährdet, eilt die Ketzerkatze gern zur Stelle und hat hernach einen gut gefüllten Bauch, um sich die Pfoten zu schlecken. Besonders gern hält sie sich in der Nähe von Dogmadachsen der verschiedenen Unterarten auf und wetzt dort von Appetit erfüllt ihre Krallen. Ihre Laute sind verschiedene Arten von mildem Schnurren, das allerdings erst unter die Haut geht und dann ins Hirn. Das monosynaptische Magiemäuschen
Das monosynaptische Magiemäuschen glaubt jeden Müll und hält sich, da es oft an den falschen Pflanzen nagt, für andere Tiere. Es ist aber weder prächtig wie der Tantratiger noch schlau wie der Struppige Streuner, auch nicht flink wie die KaosKatze, sondern einfach nur strunzblöd und völlig daneben.
Es ist eins der erbärmlichsten Tiere im Wald, neigt aber dazu, wenn es sich angegriffen fühlt, mit lautem Kreischen zuzubeissen, selbst dann, wenn der Angreifer längst fort ist. Diese dummen Tiere können allein durch ihre Anzahl schon ziemlichen Schaden anrichten. Der Struppige Streuner pimpert sie meist erst und frisst sie dann, die KaosKatzen und KaosKobras beissen sie kurzerhand tot und lassen sie liegen. Auch die Crowleykröte hat Geschmack an den monosynaptischen Magiemäuschen, die manchmal vor Trotteligkeit überall gegen laufen und noch dümmer sind als die Wirrvögel.
__________________ Handle, ehe es da ist / Lenk es ehe es wirr wird / Der Weise geht zurück den Weg, den die Menschen gingen / um den Dingen zurückzuhelfen zu ihrer Natur / und wagt nur eines nicht: wider die Natur zu handeln. |