Oh...jetzt begeben wir uns ins Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaften, Philosophie und vermutlich bald auch Religion...
Die Frage "Was war vorher?" impliziert einen linearen Zeitverlauf. Die Urknalltheorien gehen aber eher davon aus, dass das, was wir als Zeit kennen, auch erst beim Urknall entstanden ist...da hakt die menschliche Vorstellung ziemlich schnell aus...wir 'erleben' nunmal einen linearen Zeitverlauf, in dem es ziemlich klar getrennte Vergangenheit und Zukunft gibt.
Denkbar wäre ja z.B. auch, dass das Universum 'pulsiert' - ein Zyklus beginnt mit einem Knall, alles expandiert, irgendwann beginnt es wieder zu kollabieren und zieht sich auf einen Punkt zusammen...Universum weg, neuer Urknall da...
Ich weiss nicht, von wem diese Theorie ist und wie sie heisst, aber ich find sie gar nicht übel
Die Frage ist doch am Ende: Wenn wir uns Gedanken zu solchen Modellen machen: Was wollen wir anhand dieses Modells zeigen? Das ist die Motivation der Naturwissenschaft...mit Modellen Dinge (die sich beobachten lassen) erklären.